Wie bayerische Hotels Azubis locken

| Hotellerie Hotellerie

Auch in Bayern sind tausende Lehrstellen unbesetzt. Um etwas dagegen zu unternehmen, versuche vor allem die Hotelbranche mit Geschenken Azubis für sich zu gewinnen, so die Welt. So war es auch bei Lea Schmidt, die im Allgäuer Berghof ihre Ausbildung macht. Die 22-Jährige aus Aachen erklärte der Redaktion, dass die die Hotelanlagen wie Schwimmbad oder Sauna in manchen Wochen jeden zweiten Tag benutze. Das Fitnessstudio und den Tennisplatz darf sie ebenfalls benutzen. 

Die vielen offenen Ausbildungsplätze im Freistaat führen laut Welt dazu, dass die Betriebe kreativ werden müssten. Das zeige sich besonders in der Gastronomie und in der Hotellerie, da diese stark unter fehlendem Nachwuchs zu leiden hätten. Da sei der Allgäuer Berghof nur ein Bespiel von vielen: Im Parkhotel Frank stehen für die Mitarbeiter zum Beispiel eigene E-Autos bereit.

Eine übertarifliche Bezahlung, bezahlte Überstunden und weitere Anreize (wie zum Beispiel ein iPhone für gute Jahreszeugnisse) sind es hingegen bei den „Azubi Top Hotels“. Zu diesen zählen gut ein Dutzend Hotels in der Region. Und wie die Welt von der Geschäftsführerin erfuhr, habe sich die Bewerberzahl seit dem Start der Initiative 2016 verdoppelt. Doch auch Motivation und Qualifikation seien deutlich gestiegen. 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Österreichs Hotels erwarten für die Wintersaison stabile Übernachtungszahlen, aber rückläufige Betriebsergebnisse. Hohe Beschäftigungskosten, zurückhaltende Gästeausgaben und erschwerte Finanzierungen belasten die Betriebe.

Six Senses plant für 2027 vier Neueröffnungen in Mailand, Spanien, Tel Aviv und Saudi-Arabien. Vorgesehen sind Stadthotels, ein Resort auf einem historischen Anwesen und eine Anlage in einer Wüstenlandschaft.

Das Designer Motel glockna in Fusch an der Großglocknerstraße hat fünf Chalets und einen Infinitypool fertiggestellt. Die Eröffnung des Hotels mit Zimmern, Suiten, Spa und Restaurant ist für den 19. Dezember 2026 geplant.

Hotels unter einer Marke stellen inzwischen 45,5 Prozent der Hotelzimmer in Deutschland. Der DACH-Bericht von Horwath HTL dokumentiert steigende Markenanteile in allen drei Ländern und die Expansion durch Marken- und Betreiberwechsel.

Charlotte Pauls ist in den Bremer Familienbetrieb rund um das Hotel Munte eingetreten. Sie und ihr Cousin Luca vertreten die fünfte Generation der Unternehmerfamilie und sollen Mitte 2027 gemeinsam die Betriebsleitung übernehmen.

Premier Inn meldet zehn Hoteleröffnungen und 19 Prozent mehr Halbjahresumsatz in Deutschland. Zugleich steigt der bereinigte Vorsteuerverlust auf acht Millionen Pfund. Für das Gesamtjahr hält Whitbread am Gewinnziel für Deutschland fest.

Relais & Châteaux stellt seinen 580 Mitgliedern die Plattform MyImpact zur Verfügung. Sie erfasst CO₂-Bilanzen der Hotels und schätzt mögliche Emissionsminderungen; ab 2027 sollen betriebliche Praktiken auch in die Bewertung der Häuser einfließen.

May & Co. plant neben dem Kölner Dom ein Hotel mit rund 250 Zimmern. Die Untergeschosse des bestehenden Büro- und Geschäftshauses sollen erhalten bleiben; die Fertigstellung ist für Mitte 2030 vorgesehen.

Die So!Apart 2026 diskutiert das Verhältnis von Hotellerie und Apartmentsegment sowie Fragen zu Finanzierung und Buchungen über KI-Suche. Die Fachtagung findet am 18. und 19. November im Berliner Metropol statt.

 

Die Hotelstars Union sieht Fortschritte bei der Kennzeichnung der Hotelsterne in KI-Assistenten und auf Buchungsplattformen. Sterne sollten ausschließlich für offiziell klassifizierte Hotels verwendet und Bewertungen europaweit einheitlich dargestellt werden.