Wiener Schani Hotels setzen Expansionskurs fort: Zwei neue Standorte bis 2026 geplant

| Hotellerie Hotellerie

Die Schani Hotels, die sich in weniger als zehn Jahren in der Wiener Hotellerie etabliert haben, setzen ihren Wachstumskurs fort. Die Hotelgruppe, die in Wien mit der Vision eines modernen und smarten Hotelkonzepts begann, hat angekündigt, zwei weitere Häuser zu eröffnen und ihre Präsenz in der österreichischen Hauptstadt somit weiter auszubauen.

Wachstum in Wien: Von vier auf sechs Standorte

Aktuell betreibt die Hotelgruppe vier Standorte in der Stadt: Das Hotel Schani Wien Hauptbahnhof, das Bio-Hotel Schani Wienblick, das Hotel Schani Salon und das jüngste Mitglied, das Hotel Schani UNO City.

Mit der Eröffnung des Hotel Schani Naschmarkt und des Hotel Schani City im Jahr 2026 wird das Portfolio auf sechs Häuser erweitert. Auf diesem Expansionskurs positioniert sich das Unternehmen mit dem Fokus auf Digitalisierung, Nachhaltigkeit und familiäre Werte als Gegengewicht zu anonymer Kettenlogik.

Personalstrategie und Unternehmenskultur

Die Schani Hotels bezeichnen sich selbst als Familienbetrieb. Entscheidungen werden nach Unternehmensangaben auf kurzen Wegen und auf Augenhöhe getroffen. Die interne Kultur basiert auf Offenheit und Vertrauen.

Benedikt Komarek, CEO der Schani Hotels, äußert sich zur Unternehmenskultur wie folgt: „Wir verstehen uns als eine große Familie. Bei uns zählt jede Persönlichkeit, und wir begegnen einander mit Respekt, Vertrauen und einer Prise Leichtigkeit.“

Karrierewege werden im Unternehmen aktiv gefördert. Beispiele für interne Aufstiege sind die Entwicklung vom Barkeeper zum stellvertretenden F&B Manager innerhalb eines Jahres oder der Wechsel von der Verwaltungsassistentin zur Bilanzbuchhalterin mit bezahltem Kurs. Ein sichtbares Zeichen für Chancengleichheit ist die Besetzung zahlreicher Führungspositionen durch Frauen.

Ausbildung und flexible Arbeitsmodelle

Seit 2024 engagiert sich das Unternehmen in der Nachwuchsförderung durch die Ausbildung von Hotel- und Gastgewerbeassistenten. Zusätzlich besteht eine Kooperation mit der FH Wien für das duale Studium Tourismus-Management.

Mette Bjerregaard, Group Managerin Human Relations, betont die Bedeutung der Fachkräfteentwicklung: „Unser Ziel ist es, die Fachkräfte von morgen schon heute zu begeistern – und ihnen zu zeigen, dass Hotellerie modern, smart und erfüllend sein kann.“

Im Hinblick auf die Work-Life-Balance legt das Unternehmen Wert auf Flexibilität. Individuelle Schichtmodelle, Teilzeit und Homeoffice-Optionen werden geboten. Die Nutzung von Nachtschichten durch einige Mitarbeiter wird ermöglicht, um diesen mehr Zeit für Familie und Freizeit zu gewähren.

Technologie im Dienst des Services

Die Integration von Technologie dient laut Unternehmen der Entlastung der Mitarbeiter. Digitale Tools wie der Online-Check-in übernehmen Routineaufgaben. Hierdurch soll mehr Zeit für persönliche Gespräche und den Service am Gast geschaffen werden, wobei der Mensch weiterhin im Mittelpunkt steht.

Gründung und Eckpfeiler der Unternehmensphilosophie

Die Schani Hotels wurden im Jahr 2015 von Benedikt und Alexander Komarek gegründet. Die Basis des Erfolgs bilden Nachhaltigkeit, Digitalisierung und eine wertschätzende Unternehmenskultur.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Österreichs Hotels erwarten für die Wintersaison stabile Übernachtungszahlen, aber rückläufige Betriebsergebnisse. Hohe Beschäftigungskosten, zurückhaltende Gästeausgaben und erschwerte Finanzierungen belasten die Betriebe.

Six Senses plant für 2027 vier Neueröffnungen in Mailand, Spanien, Tel Aviv und Saudi-Arabien. Vorgesehen sind Stadthotels, ein Resort auf einem historischen Anwesen und eine Anlage in einer Wüstenlandschaft.

Das Designer Motel glockna in Fusch an der Großglocknerstraße hat fünf Chalets und einen Infinitypool fertiggestellt. Die Eröffnung des Hotels mit Zimmern, Suiten, Spa und Restaurant ist für den 19. Dezember 2026 geplant.

Hotels unter einer Marke stellen inzwischen 45,5 Prozent der Hotelzimmer in Deutschland. Der DACH-Bericht von Horwath HTL dokumentiert steigende Markenanteile in allen drei Ländern und die Expansion durch Marken- und Betreiberwechsel.

Charlotte Pauls ist in den Bremer Familienbetrieb rund um das Hotel Munte eingetreten. Sie und ihr Cousin Luca vertreten die fünfte Generation der Unternehmerfamilie und sollen Mitte 2027 gemeinsam die Betriebsleitung übernehmen.

Premier Inn meldet zehn Hoteleröffnungen und 19 Prozent mehr Halbjahresumsatz in Deutschland. Zugleich steigt der bereinigte Vorsteuerverlust auf acht Millionen Pfund. Für das Gesamtjahr hält Whitbread am Gewinnziel für Deutschland fest.

Relais & Châteaux stellt seinen 580 Mitgliedern die Plattform MyImpact zur Verfügung. Sie erfasst CO₂-Bilanzen der Hotels und schätzt mögliche Emissionsminderungen; ab 2027 sollen betriebliche Praktiken auch in die Bewertung der Häuser einfließen.

May & Co. plant neben dem Kölner Dom ein Hotel mit rund 250 Zimmern. Die Untergeschosse des bestehenden Büro- und Geschäftshauses sollen erhalten bleiben; die Fertigstellung ist für Mitte 2030 vorgesehen.

Die So!Apart 2026 diskutiert das Verhältnis von Hotellerie und Apartmentsegment sowie Fragen zu Finanzierung und Buchungen über KI-Suche. Die Fachtagung findet am 18. und 19. November im Berliner Metropol statt.

 

Die Hotelstars Union sieht Fortschritte bei der Kennzeichnung der Hotelsterne in KI-Assistenten und auf Buchungsplattformen. Sterne sollten ausschließlich für offiziell klassifizierte Hotels verwendet und Bewertungen europaweit einheitlich dargestellt werden.