Wonnemar: Investor übernimmt Teile der insolventen Interspa-Gruppe

| Hotellerie Hotellerie

Ein Investor übernimmt Teile der in finanzielle Schieflage geratenen Bäderbetreiber-Gruppe Interspa. Wie Insolvenzverwalter Jochen Sedlitz am Freitag mitteilte, handelt es sich um die bisher insolvenzfreien Besitzgesellschaften der Erlebnisbäder in Bad Liebenwerda (Brandenburg), Sonthofen und Marktheidenfeld (beides Bayern) sowie Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) einschließlich des dort dazugehörigen Hotels.

In Wismar und Sonthofen übernimmt der Käufer, ein deutscher Investor, der den Angaben zufolge vorerst nicht genannt werden will, zudem den Betrieb der Bäder inklusive der Mitarbeiter. Besitz- und Betriebsgesellschaften gehören zwar alle zur Interspa-Gruppe, sind aber getrennte Unternehmen. Auch den Betrieb des Bades in Backnang will der Investor fortführen - dort gehört das Bad selbst aber der Stadt. Lösungen für die Arbeitsplätze in Marktheidenfeld und Bad Liebenwerda habe man nicht finden können, hieß es.

In Ingolstadt geht das Bad laut Sedlitz zurück an die Stadt, die es selbst weiter betreiben will.

Die wirtschaftlich gebeutelte Interspa Holding GmbH & Co. KG, die Thermen und Freizeitbäder in mehreren deutschen Städten besitzt und betreibt, und mehrere Betriebsgesellschaften hatten zuvor Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Erst am Montag waren aus der Eigenverwaltung reguläre Insolvenzverfahren geworden. (Tageskarte berichtete)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.