15 neue Firmen: Tönnies weist Kritik zurück

| Industrie Industrie

Deutschlands größter Fleischverarbeiter Tönnies mit Firmenzentrale in Rheda-Wiedenbrück hat Vorwürfe zurückgewiesen, mit Firmenneugründungen die Abschaffung von Werkverträgen und Leiharbeitern in der Branche ab 2021 umgehen zu wollen. Tönnies hatte zuletzt 15 sogenannte Vorratsgesellschaften am Amtsgericht Gütersloh für Rheda-Wiedenbrück ins Handelsregister eintragen lassen.

«Wir haben angekündigt, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kernbereichen der Produktion direkt anzustellen. Dabei bleibt es uneingeschränkt. Wir sind bereits mitten in diesem Prozess, da wir Mitte September die ersten 1.000 ehemaligen Werkvertragsarbeiter fest eingestellt haben wollen», sagte ein Konzernsprecher am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Gründung dieser Vorratsgesellschaften sei ein völlig normaler Vorgang in einem internationalen Konzern. «Für die Festanstellungen braucht es rechtliche Grundlagen. Es ist momentan noch völlig unklar, welche Organisationsformen das geplante Gesetz vorsieht. Vorsorglich haben wir deshalb diese Gesellschaften gegründet», sagte der Sprecher. Mit diesen Gesellschaften könne Tönnies Direkteinstellungen an verschiedenen Standorten und für die verschiedenen Gesellschaften im Konzern schnell umsetzen.

Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch die geplanten schärferen Regeln für die Fleischindustrie auf den Weg gebracht. Der Gesetzentwurf von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sieht vor, dass in größeren Betrieben der Branche ab dem 1. Januar 2021 im Kerngeschäft Schlachtung, Zerlegung und Fleischverarbeitung keine Werkvertragsarbeiter und ab 1. April 2021 auch keine Leiharbeiter mehr beschäftigt werden dürfen. Bei Verstößen drohen Bußgelder. Ausgenommen sind Fleischerhandwerksbetriebe mit maximal 49 Mitarbeitern. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

KFC wechselt in den USA ab Januar 2027 von PepsiCo zu Coca-Cola. Das US-Netz umfasst laut Reuters 3.718 Standorte; bis Frühjahr 2027 sollen Coca-Cola-Produkte voraussichtlich in sämtlichen US-Restaurants angeboten werden.

Das Deutsche Weininstitut (DWI) und die Fachzeitschrift Wein + Markt haben herausragende Weinfachhändler für ihre besonderen Leistungen in Beratung, Sortimentsgestaltung und Kundenpflege mit dem Fachhandelspreises 2026 geehrt.

Nach zähen Verhandlungen bringt die Regierung eine Zuckersteuer auf den Weg. Das soll nicht nur Einnahmen bringen, sondern auch neue Rezepturen für Limo und Co.

Pressemitteilung

Die vierte Ausgabe der EUROVINO in der Messe Karlsruhe wirft ihre Schatten voraus: Ab sofort können sich Interessierte aus Handel und Gastronomie ihr Ticket für die beiden Messetage am 28. Februar und 1. März 2027 sichern. Für zusätzliche Vorfreude sorgt dabei der aktuelle Anmeldestand der Ausstellenden zu Mitte Oktober 2026: Die Fläche ist bereits zu über 80 Prozent ausgebucht!

Asien-Pazifik verfügt erstmals über mehr Messegelände mit mindestens 100.000 Quadratmetern Innenausstellungsfläche als Europa. Weltweit weist die neue Untersuchung des Messeverbands UFI 45,2 Millionen Quadratmeter Ausstellungsfläche aus.

Die deutsche Weinernte dürfte 2026 unter dem mehrjährigen Durchschnitt bleiben. Während die Mengenprognosen von Destatis und Deutschem Weininstitut unterschiedlich ausfallen, erwarten die Winzer nach DWI-Angaben „Spitzenqualitäten“.

Die deutschen Winzer erwarten „Spitzenqualitäten“, aber eine kleinere Weinernte als in den beiden Vorjahren. Das Deutsche Weininstitut schätzt den bundesweiten Ertrag auf rund 20 Prozent unter dem zehnjährigen Durchschnitt.

Metro Deutschland testet gemeinsam mit Omnivore Recycling ein Verfahren zur Verwertung unvermeidbarer Lebensmittelabfälle. Larven der Schwarzen Soldatenfliege sollen daraus Biomasse für Futtermittel und organischen Dünger erzeugen.

Pressemitteilung

Zur Saison 2026/27 hat Supreme Sports Hospitality (Supreme) in enger Abstimmung mit dem SV Werder Bremen den neuen Hospitality-Bereich „Weserblick“ im Weserstadion in Betrieb genommen. Die Sportsbar bietet Platz für knapp 100 Gäste und ergänzt die bestehenden Hospitality-Bereiche um ein legeres Format. 

Die Internorga verändert zur 100. Ausgabe ihre Hallenstruktur. Digital Solutions zieht vollständig in die Halle A3, Food & Beverages wächst und Future Food wird zum eigenständigen Bereich Future Food & Drinks.