AB Inbev verkauft Australien-Geschäft

| Industrie Industrie

Nach der kurzfristigen Absage des geplante Börsengangs der eigenen Asien-Pazifik-Sparte hat der größte Brauereikonzern der Welt einen neuen Plan, um Geld für den Schuldenabbau einzunehmen. Wie AB Inbev mitteilte, werde das Australien-Geschäft für rund 11,3 Milliarden Dollar an den japanischen Brauereikonzern Asahi verkauft. Über die Bühne gehen soll das Ganze bereits im ersten Quartal des nächsten Jahres. Bei den Anlegern kam die Nachricht gut an: Der Aktienkurs kletterte um mehr als fünf Prozent. 

Medienberichten zufolge soll mit dem Verkauf der Carlton & United Brauerei, zu der auch die Marke Foster‘s gehört, aber noch lange nicht Schluss sein: Demnach denkt das Unternehmen auch über weitere Verkäufe nach, so zum Beispiel in Zentralamerika und in Südkorea. Auch ein Börsengang des Asien-Pazifik-Geschäfts, nun ohne Australien, ist noch nicht endgültig vom Tisch. Voraussetzung sei jedoch eine passende Bewertung, wie Vorstandschef Carlos Brito betonte. 

Mit dem Geld aus dem geplatzten Börsengang, AB Inbev hatte mit bis zu 10 Milliarden Dollar gerechnet, sollte eigentlich der große Schuldenberg abgetragen werden. Seit dem Zusammenschluss mit SAB Miller vor drei Jahren (Tageskarte berichtete) ist AB Inbev hoch verschuldet.  
 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

2024 war die Ernte für die Winzer an Saale und Unstrut wegen Frösten fast ein Totalausfall. Im vergangenen Jahr lief es besser - trotz negativem Bundestrend. Wie ist die Situation?

Alkoholfrei auf dem Etikett – doch Promille drin? Eine bayerische Brauerei ruft ihr alkoholfreies Hefeweizen zurück. Welche Chargen betroffen sind und was Verbraucher jetzt tun sollten.

Unilever und McCormick legen ihre Lebensmittelsparten zusammen. Die Transaktion beinhaltet eine Barzahlung von 15,7 Milliarden US-Dollar und eine Mehrheitsbeteiligung der Unilever-Aktionäre an der neuen Gesellschaft.

Die Weinproduktion in Deutschland ist 2025 laut Statistischem Bundesamt um 2,6 Prozent gesunken. Gleichzeitig ist der Anteil von Prädikatswein deutlich gestiegen, während Rheinhessen und Pfalz Rückgänge verzeichneten.

Die Investmentgesellschaft Argos übernimmt die Bäckereikette Kamps von der Le Duff Group. Geplant ist der Aufbau einer bundesweiten Bäckereigruppe mit mehr als 400 Standorten.

Für Eichbaum gibt es Hoffnung. Ein Investor soll die insolvente Privatbrauerei übernehmen. Doch der Preis ist hoch: Rund zwei Drittel der Beschäftigten verlieren laut Gewerkschaft NGG den Job.

Die französische Le Duff Group übernimmt die spanische Panamar Bakery Group. Laut Unternehmensangaben ist es die bislang größte Akquisition des Konzerns und Teil einer internationalen Expansionsstrategie. Die Le Duff Group verfolgt eigenen Angaben zufolge mit ihren verschiedenen Geschäftsbereichen ein Umsatzziel von 3,5 Milliarden Euro.

Pressemitteilung

Rentokil ist jetzt Premium-Branchenpartner des DEHOGA Bayern. Der Verband holt sich damit einen Spezialisten mit tiefem Verständnis für die hygienischen, rechtlichen und operativen Anforderungen von Gastronomie und Hotellerie an seine Seite. Die Kooperation ist auf drei Jahre angelegt und soll Mitgliedsbetrieben zusätzliche Sicherheit und fachliche Unterstützung im Schädlingsmanagement bieten.

Der Spargelanbau in Deutschland ist laut Statistischem Bundesamt rückläufig. Erntemenge, Anbaufläche und Zahl der Betriebe sind in den vergangenen zehn Jahren gesunken, während die Importe leicht gestiegen sind.

Unilever bestätigt Gespräche mit McCormick über ein mögliches Geschäft mit der Lebensmittelsparte. Zuvor hatte Bloomberg über Überlegungen zu einer Abspaltung des Bereichs berichtet.