Bionade-Abfüller gleicht Corona-Lücke fast aus

| Industrie Industrie

Der Mineralwasserabfüller Hassia hat in der Corona-Krise fehlende Gastronomie-Umsätze mit zusätzlichen Verkäufen im Einzelhandel nahezu ausgeglichen. Der Umsatz der Gruppe ging 2020 um 0,8 Prozent auf 277 Millionen Euro zurück, wie das auf regionale Erfrischungsgetränke, Saft und Apfelwein spezialisierte Unternehmen am Freitag in Bad Vilbel bei Frankfurt berichtete. Mengenmäßig setzte Hassia mit 797 Millionen Litern knapp drei Prozent weniger ab als im Jahr zuvor. Zum Gewinn machte das Familienunternehmen keine Angaben.

«Gastronomieschließungen, Veranstaltungsverbote, Kontaktbeschränkungen und eine stark eingeschränkte Mobilität haben schwierige Rahmenbedingungen gesetzt, unter denen der gesamte Außer-Haus-Konsum spürbar gelitten hat – und damit auch unsere Marken», bilanzierte Firmenchef Dirk Hinkel.

Im Einzelhandel sei man mit einem Plus von 7,5 Prozent mehr als doppelt so stark gewachsen wie der Markt. Besonders gefragt waren demnach Getränke in Glas-Mehrwegflaschen sowie die nationale Marke «Bionade».

Die Hassia-Gruppe zählt zu den großen Mineralbrunnen Deutschlands und hat zum neuen Jahr den Konkurrenten Wüllner (Carolinen) übernommen. Unter anderem ist das Familienunternehmen mit rund 1750 Beschäftigten stark in Hessen, Nordrhein-Westfalen und in Ostdeutschland vertreten, wo es Marken wie Vita-Cola, Thüringer Waldquell und Margon-Wasser produziert. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Inhaber der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu, Werner Brombach, ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Seit 1965 war er für die Brauerei tätig, deren alleinige Verantwortung er 1975 übernahm.

Die anhaltende hochsommerliche Hitze lässt manchen Wein besser schmecken - hat aber auch zunehmend Schattenseiten. Im Großen und Ganzen überwiegen aber noch die positiven Auswirkungen der Klimaerwärmung, so das Deutsche Weininstitut.

Das Statistische Bundesamt verzeichnet für das erste Halbjahr 2026 einen Rückgang der gewerblichen Fleischproduktion in Deutschland. Während die Schweine- und Rindfleischerzeugung nahezu unverändert bleibt, sinkt das Geflügelfleischaufkommen deutlich.

Das Hotelgeschäft von Sabre wächst zweistellig: Im zweiten Quartal 2026 legte der hotelbezogene Umsatz um elf Prozent zu. Der Reisetechnologiekonzern steigerte auch den Gesamtumsatz und hob seine Prognosen für Pro Forma Adjusted EBITDA und Free Cash Flow an.

 

Ein möglicher mehrheitlicher Einstieg von Henkell International bei Maison Pommery kommt vorerst nicht zustande. Die Exklusivgespräche endeten ohne Einigung, während Pommery zugleich eine zusätzliche Finanzierung über 42,8 Millionen Euro vereinbart hat.

Manche kriegen schon beim Anblick Kopfweh, andere nie genug davon. Die Rede ist von Aperol Spritz, einem Trendgetränk seit Jahren - mit eigenen Songs und vielen Fans. Wie konnte es so weit kommen?

Schon wieder fällt die Statistik für die deutschen Bierbrauereien bitter aus. In der ersten Hälfte des laufenden Jahres haben sie mit 3,85 Milliarden Litern noch einmal 2,2 Prozent weniger Bier verkaufen können als im ohnehin schon sehr schwachen Vorjahr.

Beim Hopfen geht es noch viel schneller nach unten - und trotzdem gibt es noch zu viel. Zwei Kontinente trotzen dem Abwärtstrend. Und in Deutschland droht ein Brauereienschwund.

Die Warenhauskette erhält nach Wochen der Unruhe frisches Geld. Doch die Warenhauskette will ihr Filialnetzes verkleinern. In diesen Städten müssen Standorte um ihre Zukunft zittern.

Die Fachmesse Alles für den Gast erweitert ihr Konzept für 2026 um neue Themenwelten, Veranstaltungsformate und zusätzliche Aussteller. Im Mittelpunkt der Veranstaltung in Salzburg steht das Zusammenspiel von Künstlicher Intelligenz und persönlicher Gastlichkeit.