Doch etwas größere Weinernte als befürchtet

| Industrie Industrie

Die Weinernte in Deutschland wird 2026 nicht ganz so dürftig ausfallen wie befürchtet. Zwar kommt nach finalen Schätzungen der Winzer definitiv weniger Weinmost zusammen als im Schnitt der vergangenen Jahre, allerdings nicht so wenig, wie zuletzt vom Deutschen Weininstitut (DWI) angenommen. 

Wie das DWI im rheinhessischen Bodenheim mitteilte, wird nun von 7,7 Millionen Litern ausgegangen. Das wäre das Vorjahresniveau und läge zehn Prozent unter dem Schnitt der vergangenen zehn Jahre. 

Vor Kurzem hatte das Institut noch eine um 20 Prozent unter dem zehnjährigen Durchschnitt von 8,7 Millionen Hektolitern liegende Menge prognostiziert. Damit wäre es auf die kleinste Ernte seit 16 Jahren hinausgelaufen. Das Statistische Bundesamt ging von einer um vier Prozent niedrigeren Ernte aus als im Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025 und von 8,0 Millionen Hektolitern. 

Deutliche regionale Unterschiede 

Die neuerliche Abfrage habe in einigen Anbaugebieten etwas höhere Mengen ergeben, erklärte DWI-Sprecher Ernst Büscher. Wie schon in vergangenen Jahren zeigen sich laut Weininstitut deutliche regionale Unterschiede, die auf unterschiedliche Mengen an Niederschlag und die unterschiedliche Wasserspeicherkraft der Böden zurückzuführen seien. 

In den drei größten Anbaugebieten habe sich die Trockenheit doch nicht so stark ausgewirkt, wie befürchtet. In Rheinhessen liegt der Ertrag demnach mit 2,3 Milliarden Hektolitern auf dem Niveau des Vorjahres. Die Pfalz komme auf 2,1 Millionen Hektoliter - zwölf Prozent mehr als 2025, aber immer noch 5 Prozent unter dem zehnjährigen Schnitt. Ähnlich das Bild in Baden: Hier werden es geschätzt rund 1,0 Millionen Hektoliter, drei Prozent über dem Vorjahr und 12 Prozent unter dem langjährigen Mittel. 

Plus in Hessen, geringe Menge an der Mosel 

Die Winzerinnen und Winzer an der Mosel erwarten laut DWI nur 610.000 Hektoliter, satte 13 Prozent unter dem zehnjährigen Schnitt. Gar 21 Prozent unter diesem Schnitt bleibt Württemberg mit geschätzt 700.000 Hektolitern. 

Wieder anders in Hessen: Der Rheingau liegt mit 200.000 Litern 18 Prozent über dem Vorjahr und 6 Prozent unter dem Schnitt, die hessische Bergstraße kommt bei beiden Werten auf ein Plus und erwartet 32.000 Hektoliter. 

Die im Vorjahr mit ungewöhnlich großen Ernten gesegneten Gebiete Saale-Unstrut und Sachsen liegen mit 45.000 sowie 25.000 Hektolitern etwas über dem langjährigen Schnitt, jedoch mit 24 sowie 14 Prozent sehr deutlich unter der Menge von 2025. 

Alle 13 Anbaugebiete sprechen laut DWI von einer außergewöhnlich hohen Traubenreife in diesem Jahr und einem erstklassigen Gesundheitszustand. Es sei mit sehr aromatischen Weißweinen, konzentrierten Rotweinen und erstklassigen edelsüßen Weinen zu rechnen. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Anzeige

Steigende Energiepreise, anhaltender Kostendruck und höhere Anforderungen an Nachhaltigkeit verändern die Rahmenbedingungen für Gastronomie, Hotellerie und Lebensmittelhandel. Gleichzeitig rücken technische Bereiche stärker in den Fokus, die lange Zeit vor allem als notwendige Infrastruktur betrachtet wurden. Dazu gehört die gewerbliche Kühltechnik.

Alkoholfreies Bier hat in Deutschland weitere Marktanteile gewonnen. Die größeren Brauereien produzierten 2025 rund 616 Millionen Liter, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Das waren 6,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Die Getränke von Coca-Cola werden teurer. Das Unternehmen erhöht zum 1. September erneut seine Abgabepreise für den Handel und den Außer-Haus-Markt wie die Gastronomie. Die Preisanpassung liegt über alle Produkte hinweg im einstelligen Prozentbereich.

Mit den XS4 Heavy-Duty-Beschlägen hat Salto ab sofort besonders robuste Varianten der Serien XS4 One S und XS4 Original+ im Programm. Dank zusätzlicher Sicherheitsmerkmale erfüllen sie die Zertifizierungsstandards für Sicherheitsbeschläge und sind geeignet für Sicherheitstüren sowie Außentüren mit erhöhten Anforderungen an den Witterungsschutz.

Pressemitteilung

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr geht die Auszeichnung „Spüler des Jahres“ in die zweite Runde. Mit der Initiative würdigt Winterhalter Menschen, die in Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung täglich unverzichtbare Arbeit leisten. Obwohl sie den reibungslosen Ablauf sichern, bleibt ihr Einsatz meist im Hintergrund. Das möchte Winterhalter ändern.

Bei der Zubereitung einer Weinschorle kann doch nicht so viel schiefgehen, oder? Leider doch! Ob Riesling, Rosé oder alkoholfrei: Worauf es bei Wein und Sprudel ankommt, damit die Weinschorle richtig gut erfrischt.

Junge Weintrinker setzen auf Kabinett & Co.: Warum frische, leichte Weine mit weniger Alkohol plötzlich angesagt sind – und wie Winzer trotz Hitze den Trend mit cleveren Tricks unterstützen.

Kristallklare Gläser sind in der Gastronomie weit mehr als nur ein optisches Detail. Sie prägen den ersten Eindruck beim Gast, unterstreichen die Wertigkeit von Getränken und sind zugleich ein wichtiger Bestandteil eines professionellen Hygienekonzepts. Gerade in Zeiten steigender Qualitäts- und Hygienestandards gewinnt die maschinelle Gläseraufbereitung zunehmend an Bedeutung.

Pressemitteilung

Mit dem geplanten Eigentümerwechsel von Vion zur Group of Butchers setzt Salomon FoodWorld auf Kontinuität und Wachstum. Geschäftsführer Simon Morris erläutert, warum sich für Kunden und Partner im Tagesgeschäft nichts ändert, welche Perspektiven die neue Eigentümerstruktur eröffnet und wie das Unternehmen seine Position als führender Foodservice-Spezialist in Europa weiter ausbauen will.

Insgesamt ist der Bierabsatz der Branchenriesen rückläufig. In Deutschland kann nur eine der großen Brauereien deutlich zulegen. Der Abstand zur Spitze ist aber gewaltig.