Henkell-Einstieg bei Maison Pommery kommt vorerst nicht zustande

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Ein möglicher mehrheitlicher Einstieg von Henkell International bei Maison Pommery & Associés kommt zunächst nicht zustande. Die beiden Unternehmen haben ihre exklusiven Verhandlungen beendet, ohne bislang eine Vereinbarung erzielt zu haben. Eine Wiederaufnahme der Gespräche zu einem späteren Zeitpunkt bleibe möglich.

Maison Pommery & Associés und Henkell International hatten am 2. Juni 2026 exklusive Verhandlungen über ein Projekt für eine strategische Partnerschaft angekündigt. Dieses hätte nach damaligen Angaben unter anderem dazu führen können, dass Henkell International Mehrheitsaktionär von Maison Pommery & Associés werde.

Exklusivphase endet vorerst ohne Vereinbarung über mögliche Mehrheitsbeteiligung

Die vereinbarte Exklusivitätsphase lief am 31. Juli 2026 aus. Maison Pommery & Associés und Henkell International erklärten anschließend, die exklusiven Verhandlungen seien vorläufig beendet und hätten bislang nicht zu einer Vereinbarung geführt. Beide Unternehmen blieben offen für eine mögliche Wiederaufnahme der Gespräche zu einem späteren Zeitpunkt.

Seit dem 1. August 2026 könne Maison Pommery & Associés wieder mögliche Verkäufe nicht strategischer Vermögenswerte im gesamten Unternehmen verfolgen und weitere Maßnahmen zur Stärkung des Eigenkapitals prüfen.

Finanzpartner stellen zusätzlich 42,8 Millionen Euro bis 2027 bereit

Parallel zum Ende der Exklusivgespräche gab Maison Pommery & Associés eine Vereinbarung mit seinen wichtigsten Finanzpartnern bekannt. Sie soll den Finanzierungsbedarf des Unternehmens und von neun Tochtergesellschaften bis zum 19. Juni 2027 decken. Eine Verlängerung bis zum 19. Juni 2028 sei unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Das entsprechende Conciliation-Protokoll sei am 5. August 2026 vom Handelsgericht Reims genehmigt worden.

Die Vereinbarung sieht unter anderem eine zusätzliche Finanzierung von 42,8 Millionen Euro vor, die Anfang September 2026 bereitgestellt werden soll. Der Zinssatz entspricht dem Dreimonats-Euribor zuzüglich 3,5 Prozent. Außerdem sollen kurz- und mittelfristige Bankfinanzierungen mit früheren Fälligkeiten bis zum 19. Juni 2027 aufrechterhalten oder verlängert werden. Dazu gehört ein Darlehen von Natixis über 50 Millionen Euro.

Vorgesehen sind zudem Sicherheiten auf Vermögenswerte der Gruppe in der Champagne sowie neue Covenants. Zahlungen und Dividenden an die Aktionäre sollen bis zur Rückzahlung der zusätzlichen Finanzierung auf insgesamt 10,8 Millionen Euro begrenzt werden. Die Vereinbarung sieht außerdem eine konsolidierte Mindestliquidität von zwei Millionen Euro vor.

Pommery plant Verkäufe und weiteren Abbau seiner Bestände

Maison Pommery & Associés erklärte, Verhandlungen mit mehreren Interessenten über den Verkauf verschiedener nicht strategischer Vermögenswerte in der Camargue seien fortgeschritten. Ziel bleibe es, insbesondere in Südeuropa Vermögenswerte im Umfang von rund 100 Millionen Euro zu veräußern. Dieser Betrag komme zusätzlich zum Erlös aus dem Verkauf von Heidsieck & Co Monopole.

Von 2027 bis 2030 plant die Gruppe außerdem eine Reduzierung ihrer Bestände um rund 100 Millionen Euro, entsprechend etwa 25 Millionen Euro pro Jahr. Ein erster Effekt werde bereits für Dezember 2026 erwartet. Beide Maßnahmen zusammen beziffert Maison Pommery & Associés mit einem vorgesehenen Schuldenabbau von 200 Millionen Euro. Zusätzlich strebe das Unternehmen eine Stärkung des Eigenkapitals durch eine Kapitalerhöhung an.Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

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