Mehr kleine Betriebe: Söder regt Agrarwende in Deutschland nach bayerischem Vorbild an

| Industrie Industrie

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert für Deutschland eine Agrarwende nach bayerischem Vorbild. Die Landwirte in Bayern legten großen Wert auf die Liebe zum Tier und auf die Qualität der Produkte.

«Warum setzen wir nicht mehr in Deutschland auf die kleineren Betriebe und unterstützen sie, als die großen Agrarfabriken zu haben», fragte Söder am Samstag in einer via Twitter verbreiteten Videobotschaft. «Agrar-Ökologie statt Agrar-Kapitalismus - das könnte doch ein Weg sein für die Zukunft.» Viele Bürger seien auch bereit, dafür mehr Geld auszugeben. «Es soll so sein, dass Fleisch nicht unendlich teuer wird, es soll für jeden erschwinglich sein.»
 

«Mehr Geld für Agrar, aber für eine Wende hin zu mehr Agrar-Ökologie», forderte Söder weiter. Die Landwirte müssten mehr Möglichkeiten bekommen, ihre Ställe und das Tierwohl zu organisieren und trotzdem wirtschaftlich zu bleiben. «Das ist unser bayerischer Weg, vielleicht kann es auch ein Weg in Deutschland sein.»

Hoff: Söder vergisst Situation im Osten

Bei seinem Vorschlag zu einer Agrarwende nach bayerischem Vorbild hat CSU-Chef Markus Söder nach Meinung von Thüringens Landwirtschaftsminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) die Situation im Osten vergessen.

«Die landwirtschaftlichen Betriebe in Ostdeutschland sind traditionell wesentlich größer als westdeutsche Kleinbetriebe», schrieb Hoff im Kurznachrichtendienst Twitter. «Ich bin es leid, diese wichtigen Unternehmen, die unseren ländlichen Raum prägen und stützen, als Agrarkapitalismus denunzieren zu lassen.»

Grundsätzlich gehe der Weg, den Söder vorschlage, aber in die richtige Richtung, erklärte Hoff.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Intergastra 2026 präsentiert mit dem Format Fokus Hotel eine Plattform für Innovationen im Hotelmanagement. Im Zentrum stehen Nachhaltigkeit, digitales Design und zukunftsfähige Apartment-Konzepte sowie der fachliche Austausch zwischen Hoteliers und Architekten.

Die 25. Nord Gastro & Hotel in Husum thematisiert die Chancen von KI und nachhaltigem Wirtschaften. Über 250 Aussteller präsentieren Innovationen für die Hospitality-Branche, ergänzt durch die erstmalige Verleihung der NordGast Awards und ein Fachprogramm.

Das Bonner Familienunternehmen Verpoorten blickt auf eine 150-jährige Geschichte zurück. Mit einer Jubiläumsedition, neuen Sorten und einer groß angelegten Kampagne feiert die Destillerie den Fortbestand der Marke in der sechsten Generation.

Der Fleischwarenkonzern Smithfield Foods kauft die traditionsreiche Marke Nathan’s Famous für 450 Millionen US-Dollar und sichert sich damit dauerhaft die Rechte an den weltbekannten Hotdogs mit dem Wettessen auf Coney Island.

Liköre bleiben mit großem Abstand das beliebteste Segment auf dem deutschen Spirituosenmarkt. Trotz eines allgemeinen Marktrückgangs behauptet die Warengruppe ihre Spitzenposition. Aktuelle Daten beleuchten die Konsumgewohnheiten und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Branche.

Anfang Januar 2026 fand die zweite Ausgabe des EUROVINO Days an der Messe Karlsruhe statt. Das Talk- und Networking-Format bot den zahlreichen Anwesenden aus Weinerzeugung und -vermarktung sowie Handel, Gastronomie und Presse die Möglichkeit, im Rahmen einer Keynote und zwei anschließenden Talkrunden die Expertise hochrangiger und erfahrener Spezialistinnen und Spezialisten aus der Branche zu hören und Erkenntnisse daraus zu ziehen.

Im Dry January sind sie besonders gefragt, aber längst nicht nur dann: alkoholfreier Wein und Sekt. Die Kategorie alkoholfrei ist eine der am schnellsten wachsenden Gattungen im Getränkebereich. Über Trends, Verfahren und Geschmack.

Deutlich weniger Bock auf Bier. Dieser Marktentwicklung müssen sich viele Brauer stellen. Den Verbrauchern werden neue Produkte serviert, in einigen Fällen auch höhere Preise.

Als eine der ersten deutschen Großbrauereien legt Veltins Zahlen für 2025 vor. Von einer Biermarktkrise ist die Rede. Bei der Privatbrauerei im Hochsauerland ist die Stimmung aber gut.

Sie gestalten die Zukunft der Hospitality-Branche – und nicht nur das. Die Emerging Professionals in Consulting (EPiCs) führen den FCSI in ein neues Zeitalter: digitaler, vernetzter und kollaborativer denn je. Nur die intensive Zusammenarbeit von erfahrenen und jungen Mitgliedern auf Augenhöhe kann den Weg in eine gelingende Zukunft weisen.