Schwarzwälder Schinkenhersteller wollen nicht dem Vegetariertrend nachlaufen

| Industrie Industrie

Die Schwarzwälder Schinkenhersteller wollen sich einem jüngeren Publikum öffnen, aber nicht dem Vegetariertrend nachlaufen. Einen fleischfreien Schwarzwälder Schinken werde es nicht geben, sagte Hans Schnekenburger, Vorstandschef des Schutzverbandes der Schwarzwälder Schinkenhersteller, am Donnerstag in Hinterzarten (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald). Dem Verband zufolge erfreut sich die Spezialität einer ungebrochenen Popularität. «Der Schwarzwälder Schinken ist der bekannteste und beliebteste Rohschinken Deutschlands.»

Gewonnen wird der Schinken aus der Hinterkeule vom Schwein. Die Aromen gewinnt er durch das Pökeln mit Salz und Gewürzen, Reife- und Ruhephasen sowie die traditionelle Kalträucherung über heimischem Nadelholz. Um den Namen tragen zu dürfen, muss der Schinken im Schwarzwald hergestellt werden. Die Schweine, die verarbeitet werden, kommen jedoch nur zu etwa 15 Prozent aus dem Schwarzwald.

Dass Schinken nach einem Beschluss des Bundesgerichtshofs auch dann Schwarzwälder Schinken heißen darf, wenn er nicht im Schwarzwald geschnitten und verpackt wurde, findet Schnekenburger bedauerlich. Die Schinkenhersteller hätten gerne auch die Wertschöpfung des Schneidens im Schwarzwald gehabt.

Der Schutzverband der Schwarzwälder Schinkenhersteller wahrt seit über drei Jahrzehnten das traditionelle EU-geschützte Herstellungsverfahren im Schwarzwald. Ihm sind 13 Betriebe und drei Innungen angeschlossen. Die überwiegend inhabergeführten Unternehmen erwirtschaften mit Schwarzwälder Schinken einen Umsatz von rund 450 Millionen Euro. Sie produzierten und verkauften im Jahr 2020 knapp 9,6 Millionen ganze Schwarzwälder Schinken, etwa zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Sie sind zugleich ein wichtiger Arbeitgeber in der Region: Mehr als 1000 Menschen leben unmittelbar davon. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Pressemitteilung

Mit seinem 10-jährigen Firmenjubiläum verzeichnet RateBoard, führender Anbieter für Revenue Management in der Hotellerie, den größten Erfolg seiner Geschichte. Das Geschäftsjahr 2025 geht als das umsatzstärkste und erfolgreichste Jahr seit der Gründung in die Geschichte ein. Das Unternehmen knackte den Meilenstein von

Die Menschen in Deutschland trinken mehr Mineralwasser. Die bundesweit rund 150 Mineralbrunnen setzten 2025 knapp 10,2 Milliarden Liter Mineralwasser und Heilwasser ab. Im Vergleich mit dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 2,4 Prozent.

Pressemitteilung

Salto präsentiert wegweisende Zutritts- und Digitalisierungslösungen für den Einsatz im Hotel- und Gastgewerbe auf der ITB Berlin und der INTERNORGA in Hamburg.

Die Intergastra 2026 präsentiert mit dem Format Fokus Hotel eine Plattform für Innovationen im Hotelmanagement. Im Zentrum stehen Nachhaltigkeit, digitales Design und zukunftsfähige Apartment-Konzepte sowie der fachliche Austausch zwischen Hoteliers und Architekten.

Die 25. Nord Gastro & Hotel in Husum thematisiert die Chancen von KI und nachhaltigem Wirtschaften. Über 250 Aussteller präsentieren Innovationen für die Hospitality-Branche, ergänzt durch die erstmalige Verleihung der NordGast Awards und ein Fachprogramm.

Das Bonner Familienunternehmen Verpoorten blickt auf eine 150-jährige Geschichte zurück. Mit einer Jubiläumsedition, neuen Sorten und einer groß angelegten Kampagne feiert die Destillerie den Fortbestand der Marke in der sechsten Generation.

Der Fleischwarenkonzern Smithfield Foods kauft die traditionsreiche Marke Nathan’s Famous für 450 Millionen US-Dollar und sichert sich damit dauerhaft die Rechte an den weltbekannten Hotdogs mit dem Wettessen auf Coney Island.

Liköre bleiben mit großem Abstand das beliebteste Segment auf dem deutschen Spirituosenmarkt. Trotz eines allgemeinen Marktrückgangs behauptet die Warengruppe ihre Spitzenposition. Aktuelle Daten beleuchten die Konsumgewohnheiten und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Branche.

Anfang Januar 2026 fand die zweite Ausgabe des EUROVINO Days an der Messe Karlsruhe statt. Das Talk- und Networking-Format bot den zahlreichen Anwesenden aus Weinerzeugung und -vermarktung sowie Handel, Gastronomie und Presse die Möglichkeit, im Rahmen einer Keynote und zwei anschließenden Talkrunden die Expertise hochrangiger und erfahrener Spezialistinnen und Spezialisten aus der Branche zu hören und Erkenntnisse daraus zu ziehen.

Im Dry January sind sie besonders gefragt, aber längst nicht nur dann: alkoholfreier Wein und Sekt. Die Kategorie alkoholfrei ist eine der am schnellsten wachsenden Gattungen im Getränkebereich. Über Trends, Verfahren und Geschmack.