Staatsweingüter bauen Wein zum Schutz der Umwelt auf Querterrassen an

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Aus steil wird quer: Die hessischen Staatsweingüter ordnen die Rebzeilen in einigen ihrer Weinberge neu und fördern damit die Artenvielfalt. Die Umgestaltung steil gelegener Weinberge in Querterrassen sei ein wichtiger Beitrag zum Naturschutz - und biete Vorteile für den Weinbau, erklärte Finanzminister Thomas Schäfer am Dienstag zu Bauarbeiten am Assmannshäuser Höllenberg. Der CDU-Politiker ist Aufsichtsratsvorsitzender der Staatsweingüter.

Der Bagger wird sowohl in Weinbergen im Rheingau als auch an der Hessischen Bergstraße anrücken. Die Hochschule Geisenheim begleitet das Projekt «BioQuis». Da die neuen Querterrassen blühende Böschungen bekommen sollen, werde die Artenvielfalt gestärkt und der Erosion entgegengewirkt, teilte Schäfer mit. Bislang gibt es in den Anbaugebieten Rheingau und Mittelrhein nur einzelne querterrassierte Weinberge.

Neben der arbeitssparenden Bewirtschaftung habe diese Anordnung der Reben aber einen großen ökologischen Vorteil, erläuterte die Geisenheimer Professorin Ilona Leyer. «Ein Teil des Weinbergs besteht aus Böschungen, die der direkten Bewirtschaftung entzogen sind und ein großes Potenzial für den Naturschutz haben.» Dies seien wichtige Lebensräume für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber. (dpa)


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