Streit um «Bio»-Label für Mineralwasser geht in höhere Instanz

| Industrie Industrie

Der juristische Streit um verschiedene «Bio»-Label für Mineralwasser geht weiter. Nach einer weitgehenden Niederlage vor dem Landgericht Frankfurt kündigte der Getränkehersteller Neumarkter Lammsbräu Berufung gegen die Entscheidung an. Die Franken hatten im Namen der «Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser» dem Konzern Danone sowie dem Institut Fresenius die Verwendung des Begriffes «Bio» beim Markenwasser «Volvic» verbieten lassen wollen.

Das Gericht lehnte die Anträge aber im wesentlichen ab, weil es keine gesetzlichen Vorgaben für Bio-Mineralwasser gebe. Der Anforderung des Bundesgerichtshofs, dass Kunden bei Bio-Produkten eine höhere Qualität erwarten dürften, werde durch die Kontrollverfahren entsprochen, erläuterte eine Justizsprecherin.

«Mit diesem Urteil stärkt das Gericht unseren ganzheitlichen und wissenschaftlich fundierten Prüfansatz für Bio-Qualität von Natürlichem Mineralwasser», erklärte Sebastian Rau, Mineralwasserexperte des SGS Instituts Fresenius. Er kündigte an, dass das Siegel «Premiummineralwasser in Bio-Qualität» ab September bei einem weiteren Produkt der Firma riha WeserGold verwendet werde.

Lammsbräu-Chef Johannnes Ehrnsperger zeigte sich in einer Mitteilung zu weiteren Prozessen entschlossen: «Wir sind aus der Vergangenheit schon gewohnt, dass es beim Schutz der Verbraucher und der Bioprinzipien vor Gericht öfter in die nächste Instanz gehen muss.» Auch die Qualitätsgemeinschaft berichtete von Brunnen, die sich ihr in jüngster Zeit angeschlossen hätte. (dpa)

 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Inhaber der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu, Werner Brombach, ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Seit 1965 war er für die Brauerei tätig, deren alleinige Verantwortung er 1975 übernahm.

Die anhaltende hochsommerliche Hitze lässt manchen Wein besser schmecken - hat aber auch zunehmend Schattenseiten. Im Großen und Ganzen überwiegen aber noch die positiven Auswirkungen der Klimaerwärmung, so das Deutsche Weininstitut.

Das Statistische Bundesamt verzeichnet für das erste Halbjahr 2026 einen Rückgang der gewerblichen Fleischproduktion in Deutschland. Während die Schweine- und Rindfleischerzeugung nahezu unverändert bleibt, sinkt das Geflügelfleischaufkommen deutlich.

Das Hotelgeschäft von Sabre wächst zweistellig: Im zweiten Quartal 2026 legte der hotelbezogene Umsatz um elf Prozent zu. Der Reisetechnologiekonzern steigerte auch den Gesamtumsatz und hob seine Prognosen für Pro Forma Adjusted EBITDA und Free Cash Flow an.

 

Ein möglicher mehrheitlicher Einstieg von Henkell International bei Maison Pommery kommt vorerst nicht zustande. Die Exklusivgespräche endeten ohne Einigung, während Pommery zugleich eine zusätzliche Finanzierung über 42,8 Millionen Euro vereinbart hat.

Manche kriegen schon beim Anblick Kopfweh, andere nie genug davon. Die Rede ist von Aperol Spritz, einem Trendgetränk seit Jahren - mit eigenen Songs und vielen Fans. Wie konnte es so weit kommen?

Schon wieder fällt die Statistik für die deutschen Bierbrauereien bitter aus. In der ersten Hälfte des laufenden Jahres haben sie mit 3,85 Milliarden Litern noch einmal 2,2 Prozent weniger Bier verkaufen können als im ohnehin schon sehr schwachen Vorjahr.

Beim Hopfen geht es noch viel schneller nach unten - und trotzdem gibt es noch zu viel. Zwei Kontinente trotzen dem Abwärtstrend. Und in Deutschland droht ein Brauereienschwund.

Die Warenhauskette erhält nach Wochen der Unruhe frisches Geld. Doch die Warenhauskette will ihr Filialnetzes verkleinern. In diesen Städten müssen Standorte um ihre Zukunft zittern.

Die Fachmesse Alles für den Gast erweitert ihr Konzept für 2026 um neue Themenwelten, Veranstaltungsformate und zusätzliche Aussteller. Im Mittelpunkt der Veranstaltung in Salzburg steht das Zusammenspiel von Künstlicher Intelligenz und persönlicher Gastlichkeit.