Streit um «Bio»-Label für Mineralwasser geht in höhere Instanz

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Der juristische Streit um verschiedene «Bio»-Label für Mineralwasser geht weiter. Nach einer weitgehenden Niederlage vor dem Landgericht Frankfurt kündigte der Getränkehersteller Neumarkter Lammsbräu Berufung gegen die Entscheidung an. Die Franken hatten im Namen der «Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser» dem Konzern Danone sowie dem Institut Fresenius die Verwendung des Begriffes «Bio» beim Markenwasser «Volvic» verbieten lassen wollen.

Das Gericht lehnte die Anträge aber im wesentlichen ab, weil es keine gesetzlichen Vorgaben für Bio-Mineralwasser gebe. Der Anforderung des Bundesgerichtshofs, dass Kunden bei Bio-Produkten eine höhere Qualität erwarten dürften, werde durch die Kontrollverfahren entsprochen, erläuterte eine Justizsprecherin.

«Mit diesem Urteil stärkt das Gericht unseren ganzheitlichen und wissenschaftlich fundierten Prüfansatz für Bio-Qualität von Natürlichem Mineralwasser», erklärte Sebastian Rau, Mineralwasserexperte des SGS Instituts Fresenius. Er kündigte an, dass das Siegel «Premiummineralwasser in Bio-Qualität» ab September bei einem weiteren Produkt der Firma riha WeserGold verwendet werde.

Lammsbräu-Chef Johannnes Ehrnsperger zeigte sich in einer Mitteilung zu weiteren Prozessen entschlossen: «Wir sind aus der Vergangenheit schon gewohnt, dass es beim Schutz der Verbraucher und der Bioprinzipien vor Gericht öfter in die nächste Instanz gehen muss.» Auch die Qualitätsgemeinschaft berichtete von Brunnen, die sich ihr in jüngster Zeit angeschlossen hätte. (dpa)

 

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