Weinkultur und Hüttenkultur sollen Immaterielles Kulturerbe werden

| Industrie Industrie

Die Initiativen für eine Aufnahme der Weinkultur sowie der pfälzischen Hüttenkultur ins Immaterielle Kulturerbe der Unesco haben eine weitere Hürde genommen. Die beiden Anträge der Deutschen Weinakademie und des 50.000 Mitglieder starken Pfälzerwald-Vereins würden im laufenden Auswahlverfahren an die Kultusministerkonferenz (KMK) weiter geleitet, berichtete das Kulturministerium am Dienstag in Mainz.

Ob sie es auf die nationale Liste schaffen, werde voraussichtlich im Februar/März 2021 bekannt gegeben. «Ich bin zuversichtlich, mit unseren Anträgen ein positives Votum in der Kulturministerkonferenz zu erhalten», sagte Minister Konrad Wolf (SPD).

Der Antrag «Schuhhandwerk» werde in Abstimmung mit dem Antragsteller noch einmal überarbeitet und die «Geißbocktradition» vom Verkehrsverein Lambrecht und dem Heimatfreunden Deidesheim zunächst zurückgezogen. Ein neues vierköpfiges Expertengremium unterstützt das Ministerium künftig bei der fachlichen Bewertung der eingereichten Bewerbungen.

Der Antrag «Weinkultur in Deutschland» versuche eine Kulturform zu fassen, die in weiten Teilen Deutschlands von großer Bedeutung und identitätsstiftender Wirkung sei, betonte das Ministerium. Der mehr als 2.000 Jahre alte Weinbau präge in den Regionen einen wesentlichen Teil des kulturellen Lebens.

Die Pfälzer Hüttenkultur befasse sich mit einem Kulturerbe, das fast ausschließlich vom Ehrenamt getragen werde und mehr als 80 Wanderheime, Rast- und Schutzhütten an etwa 10 000 Kilometer Wegen umfasse. Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Natur verbinde sich dem Verein zufolge dabei mit sozialem Engagement.

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Pressemitteilung

Mit dem Award „Spüler des Jahres“ rückt Winterhalter die Menschen ins Rampenlicht, die im Hintergrund dafür sorgen, dass in Gastronomieküchen alles läuft. Im Rahmen der Rolling Pin Convention wurde Marco Tardt vom Restaurant L.A. Jordan in Deidesheim zum „Spüler des Jahres 2026“ gekürt.

Nach monatelangen Verhandlungen steht fest: Die Porzellanmanufaktur Kahla wird ihren Betrieb zum Jahresende einstellen. Der Insolvenzverwalter zieht Bilanz.

Nach einem sehr sonnigen Sommer haben die Winzer im Südwesten eine hervorragende Traubenqualität in die Weinkeller bekommen. Die große Hitze und Trockenheit sorgte aber für drastische Ernteeinbußen.

Pressemitteilung

Südtirol steht im Zeichen zertifizierter Nachhaltigkeit. Mit unserem ersten internationalen GreenSign Community Circle im Hotel Rogen am 24. September 2026 haben wir einen Meilenstein gesetzt und zeigen, wie geprüfte Nachhaltigkeit wirtschaftlich profitabel wird.

Pressemitteilung

GreenSign Hotel stärkt sein internationales Zertifizierungsnetzwerk: Künftig führen drei renommierte, unabhängige Zertifizierungsstellen – VERIS Certifications, TÜV Rheinland Cert und Control Union Certifications – die Audits in spezifischen Märkten durch. So schafft GreenSign mehr regionale Nähe und effizientere Prozesse auf dem Weg zur anerkannten GreenSign Hotel Zertifizierung.

Deutschland ist ein zentraler Standort der europäischen Kaffeewirtschaft. Eine aktuelle Studie beziffert deren Wirtschaftsleistung auf 70,2 Milliarden Euro und die Zahl der damit verbundenen Arbeitsplätze auf rund 517.000.

Pressemitteilung

Nach erfolgreicher Pilotphase ist Click & Collect im Deutsche Bank Park an neun Kiosken verfügbar. Supreme Sports Hospitality betreibt den Service gemeinsam mit Eintracht Frankfurt und entwickelt ihn kontinuierlich weiter. Ziel: kürzere Wartezeiten und ein noch angenehmeres Stadionerlebnis. Entwickelt und umgesetzt wurde das Projekt gemeinsam mit Innovationspartner New Spice.

Russland hat das Geschäft der Metro AG unter vorübergehende Zwangsverwaltung gestellt. Der Konzern bleibt formal Eigentümer seiner russischen Tochtergesellschaft, hat nach eigenen Angaben aber keine operative Kontrolle mehr.

Der schwächelnde Bierabsatz führt bei der Warsteiner-Brauerei zu einem herben Personalabbau. Wie die Haus Cramer Gruppe als Eigentümer der Brauerei mitteilte, sollen bis Jahresende 125 Arbeitsplätze wegfallen. Die Anzahl der Jobs wird dadurch auf rund 600 sinken. 

Sazerac plant ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche Aktien der Berentzen-Gruppe. Geboten werden 5,55 Euro je Aktie; nach einem erfolgreichen Vollzug beabsichtigt der Bieter ein Delisting.