Württemberger Winzer meldet doch noch einen Eiswein

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Entgegen einer ersten Übersicht des Deutschen Weininstituts ist es einem Württemberger Winzer nach eigenen Angaben doch noch gelungen, einen Eiswein des Jahrgangs 2019 zu lesen. «Darüber hinaus ist uns kein weiterer Winzer aus einem der 13 deutschen Weinbaugebiete bekannt, dem es gelungen ist, in diesem milden Winter Eiswein zu produzieren», erklärte am Dienstag Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut (DWI) in Bodenheim bei Mainz.

«Am 22. Januar erreichte unser Weingut eine Temperatur von minus achteinhalb Grad», sagte Winzer Jens Zimmerle aus Korb im Remstal. Damit sei die Voraussetzung von mindestens minus sieben Grad Celsius für eine Eisweinlese gegeben. Daraufhin habe Zimmerle bei der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau (LVWO) in Weinsberg seine Erntemeldung zu knapp 100 Litern Eiswein abgegeben.

Nach einer Eisweinlese werden die natürlich gefrorenen Trauben sofort gekeltert, was einen stark konzentrierten, süßen Most ergibt. Je kälter es bei der Beerenlese ist, desto höher die Konzentration von Zucker, Säure und Fruchtstoffen in den Traubenbeeren. Das in den Beeren enthaltene Wasser bleibt als Eis in der Kelter zurück, während der Most, dessen Gefrierpunkt tiefer liegt als der von Wasser, zur Vergärung ins Fass kommt. Die Hefe hat ihre Mühe, einen Most mit so hohem Zuckergehalt zu vergären. Daher haben deutsche Eisweine meist sehr hohe natürliche Restzuckergehalte von über 100 Gramm pro Liter, aber nur relativ geringe Alkoholgehalte von etwa sieben Volumenprozent. (dpa)


 

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