2G-Plus-Regel in Bars, Clubs und Hotels in Schleswig-Holstein

| Politik Politik

Für Menschen ohne Schutzimpfung gegen Covid-19 gelten in Schleswig-Holstein seit Mittwoch strengere Kontaktregeln. Bei privaten Zusammenkünften von ungeimpften Personen gilt die Regel Hausstand plus zwei. Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Am Dienstag hatte die Jamaika-Koalition die neue Corona-Landesverordnung beschlossen.

In Clubs, Bars und Diskotheken greift nun im Norden 2G plus. Dabei erhalten nur Geimpfte oder von einer Covid-19-Erkrankung Genesene mit zusätzlichem Test Zutritt. Auch beim Einchecken ins Hotel ist dieser nötig. Menschen mit Auffrischungsimpfung sind in Schleswig-Holstein von solchen zusätzlichen Testpflichten aber befreit - sofern ihre Auffrischungsimpfung mindestens 14 Tage zurückliegt.

Bei größeren Sportveranstaltungen wie Handball- und Fußballspielen darf seit Mittwoch nur die Hälfte aller Plätze besetzt werden. Drinnen sind höchstens 5000 Zuschauer, draußen bis zu 15 000 Zuschauer erlaubt.

Verschärfungen gibt es auch bei der Maskenpflicht. Sie gilt nun auch für Zuschauerinnen und Zuschauer bei Großveranstaltungen (außer Märkten) mit mehr als 1000 Anwesenden, in Innenbereichen der Gastronomie für Gäste, die nicht an ihrem Tisch sitzen sowie für die Wirtinnen und Wirte und Mitarbeitende. Wenn die Einhaltung der 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) nicht gewährleistet ist, gilt auch in Gottesdiensten am Sitzplatz Maskenpflicht.

Für minderjährige Schüler gilt in den Weihnachtsferien wieder die Auskunft einer oder eines Sorgeberechtigten über das Ergebnis eines höchstens 72 Stunden zurückliegenden Selbsttests. Schülerinnen und Schüler sollen dafür von den Schulen entsprechende Tests erhalten. In Bussen und Bahnen gibt es in den Ferien aber keine Ausnahmen für Schülerinnen und Schüler von der dort geltenden 3G-Regel.

Die neue Corona-Verordnung gilt bis zum 11. Januar. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Zwischendurch hatte das Kanzleramt sie gestoppt, das Finanzministerium musste nacharbeiten - jetzt ist die Zuckersteuer in der Bundesregierung beschlossen. Der Bundestag ist am Zug.

Union und SPD wollen eine Steuer auf stark gezuckerte Getränke einführen. Um die Details wurde lange gerungen. Jetzt gibt es eine Einigung. CDU-Ministerpräsident Boris Rhein aus Hessen spricht von einem falschen Signal.

Sieben Prozent mehr Lohn fordert die NGG im bayerischen Gastgewerbe. Der Dehoga Bayern bietet zwei Erhöhungen bei 30 Monaten Laufzeit an – die Gewerkschaft hat das Angebot nach Angaben des Verbandes abgelehnt.

Kommt die Zuckersteuer noch? Die neun Länder-Agrarminister von CDU und CSU sind dagegen - und schreiben dem Kanzler einen Brief.

Bestimmte Geschäftsreisen sollen nach einer EU-Reform von der vorherigen A1-Meldung ausgenommen werden, berichtet der VDR. Bis die neuen Vorschriften anwendbar sind, müssen Unternehmen die bisherigen Vorgaben beachten.

Erst am Mittwoch hatte Vizekanzler Klingbeil seinen Entwurf an die Ministerien gegeben, nun tritt das Kanzleramt auf die Bremse. Die Zuckersteuer liegt erst einmal auf Eis. Klingbeil rechnet dennoch mit schneller Einigung.

Die geplante Steuer auf zuckerhaltige Getränke soll dem Staat im Jahr rund eine Milliarde Euro einbringen. Das geht aus einem Entwurf des Finanzministeriums hervor, über den zuerst das «Handelsblatt» berichtete. Im Bundestag sind die Pläne der Regierung umstritten.

Ab 1. Oktober dürfte der Kaffee im Wegwerfbecher in Potsdam teurer werden. Die Landeshauptstadt führt im Alleingang eine Verpackungssteuer ein. Massive Kritik kommt aus der Wirtschaft.

Der Deutsche Hotellerie- und Gastronomieverband hat die Plattform minijobs-erhalten.de gestartet, um auf drohende Kostensteigerungen und Belastungen für Minijobs aufmerksam zu machen.

Die deutsche Wirtschaft fordert eine umfassende Reform des Datenschutzes. 90 Prozent der Unternehmen halten laut Bitkom-Umfrage eine gezielte Reform der Datenschutz-Grundverordnung für notwendig.