Amtsärzte fordern Ausweitung der Corona-Tests für Geimpfte

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Die Amtsärzte in Deutschland dringen auf eine deutliche Ausweitung der Covid-Schnelltests bei Geimpften. «Je höher die Inzidenzen jetzt werden, desto notwendiger ist es, dass grundsätzlich neben den Ungeimpften auch Geimpfte getestet werden», sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Sie verwies darauf, dass Impfen und Testen völlig unterschiedliche Dinge seien: «Wer geimpft ist, kann das Virus trotzdem in sich tragen und es weitergeben, auch wenn er selbst nicht erkrankt.» Das müsse in der Öffentlichkeit viel stärker herausgestellt werden. Sie plädierte dafür, «die bisherige faktische Gleichstellung von Geimpften, Genesenen und Getesteten in Form der 3G-Regel» grundsätzlich zu überdenken.

Der Einzelhandel und die Gastronomie forderten Bund und Länder zur raschen Wiedereinführung kostenloser Schnelltests auf. «Corona-Tests müssen wieder kostenlos möglich sein, ansonsten ist das Risiko einfach zu hoch, dass viele die Kosten scheuen und mit unerkannten Infektionen andere Menschen anstecken», sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes HDE, Stefan Genth, der «Augsburger Allgemeinen» (Samstag).

Auch die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA, Ingrid Hartges, forderte die erneute Kostenübernahme von Schnelltests durch den Bund. «Im Lichte der aktuellen Lage ist es sinnvoll, wieder kostenfreie Tests für Geimpfte und Ungeimpfte zur Verfügung zu stellen, denn die Zahlen rasen nach oben», sagte sie der Zeitung. «Einen Lockdown darf es nicht mehr geben.» (dpa)


 

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