Thomas Bareiß: "Es wird keine "Zero-Covid-Strategie" geben können"

| Politik Politik

Nachdem die Bundesregierung die Reisewarnung für mehr als 80 Corona-Risikogebiete aufgehoben hat, ist der Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), trotz der Ausbreitung der Delta-Variante in Europa optimistisch, dass die Inzidenzen in Deutschland nicht wieder ansteigen. Gerade die letzten paar Monate hätten gezeigt, dass "die Einreiseverordnung funktioniert und dass wir sicheres Reisen gewährleisten können", so Bareiß am Donnerstag im ARD-Mittagsmagazin.

"Die Regionen, die auch wirklich wenig Gefahren aufweisen, haben wir relativ stark geöffnet, haben Reisen möglich gemacht. (...) Und dort, wo Gefahren bestehen, haben wir klare Vorgaben, auch was Tests angeht, was Quarantänevorschriften angeht, und dadurch schaffen wir eine flexible Lösung, die Reisen möglich macht, Freiheiten gewährt, aber dennoch eine hohe Schutzfunktion für die Bürger hat."

Die aktuell niedrigen Inzidenzen seien "ein gutes Signal", aber "wir müssen auch mit dem Virus leben können. Wir können auch darauf reagieren, wenn es wieder schwieriger wird, wir haben gelernt, damit umzugehen." Perspektivisch müsste man sich im Tourismus mit der Pandemie arrangieren, denn "es wird keine 'Zero-Covid-Strategie' geben können. Wir werden nicht ohne Krankheit leben in den nächsten Jahren", so der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Zwischendurch hatte das Kanzleramt sie gestoppt, das Finanzministerium musste nacharbeiten - jetzt ist die Zuckersteuer in der Bundesregierung beschlossen. Der Bundestag ist am Zug.

Union und SPD wollen eine Steuer auf stark gezuckerte Getränke einführen. Um die Details wurde lange gerungen. Jetzt gibt es eine Einigung. CDU-Ministerpräsident Boris Rhein aus Hessen spricht von einem falschen Signal.

Sieben Prozent mehr Lohn fordert die NGG im bayerischen Gastgewerbe. Der Dehoga Bayern bietet zwei Erhöhungen bei 30 Monaten Laufzeit an – die Gewerkschaft hat das Angebot nach Angaben des Verbandes abgelehnt.

Kommt die Zuckersteuer noch? Die neun Länder-Agrarminister von CDU und CSU sind dagegen - und schreiben dem Kanzler einen Brief.

Bestimmte Geschäftsreisen sollen nach einer EU-Reform von der vorherigen A1-Meldung ausgenommen werden, berichtet der VDR. Bis die neuen Vorschriften anwendbar sind, müssen Unternehmen die bisherigen Vorgaben beachten.

Erst am Mittwoch hatte Vizekanzler Klingbeil seinen Entwurf an die Ministerien gegeben, nun tritt das Kanzleramt auf die Bremse. Die Zuckersteuer liegt erst einmal auf Eis. Klingbeil rechnet dennoch mit schneller Einigung.

Die geplante Steuer auf zuckerhaltige Getränke soll dem Staat im Jahr rund eine Milliarde Euro einbringen. Das geht aus einem Entwurf des Finanzministeriums hervor, über den zuerst das «Handelsblatt» berichtete. Im Bundestag sind die Pläne der Regierung umstritten.

Ab 1. Oktober dürfte der Kaffee im Wegwerfbecher in Potsdam teurer werden. Die Landeshauptstadt führt im Alleingang eine Verpackungssteuer ein. Massive Kritik kommt aus der Wirtschaft.

Der Deutsche Hotellerie- und Gastronomieverband hat die Plattform minijobs-erhalten.de gestartet, um auf drohende Kostensteigerungen und Belastungen für Minijobs aufmerksam zu machen.

Die deutsche Wirtschaft fordert eine umfassende Reform des Datenschutzes. 90 Prozent der Unternehmen halten laut Bitkom-Umfrage eine gezielte Reform der Datenschutz-Grundverordnung für notwendig.