Zugang erleichtern: Habeck will aktiv um ausländische Fachkräfte werben

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Mit Blick auf den akuten Fachkräftemangel hat Wirtschaftsminister Robert Habeck die deutschen Hürden für Facharbeiterinnen und Facharbeiter aus dem Ausland kritisiert. «Abschlüsse werden nicht anerkannt, Anträge müssen von Botschaften bearbeitet werden», sagte der Grünen-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe und der französischen Zeitung «Ouest-France» (Samstag). Es reiche nicht, Fachkräfte einfach nach Deutschland einzuladen. «Sonst stehen sie im Regen vor dem Frankfurter Flughafen und kommen nicht weiter. Wir müssen viel Infrastruktur aufbauen, um das zu organisieren.»

«Ohne politische Maßnahmen werden bis zum Ende der Wahlperiode etwa eine halbe Million Arbeitskräfte fehlen», sagte der Vizekanzler voraus. Schon im Herbst hätten 390 000 Fachkräfte gefehlt. Hochqualifizierte IT-Fachkräfte hätten keine Schwierigkeiten, nach Deutschland zu kommen. «Es geht darum, die Zuwanderungsvoraussetzungen auch für andere - insbesondere diejenigen mit Berufsabschlüssen - zu erleichtern», sagte Habeck.

Dies sei ein Kraftakt. Schon im Ausland müssten Kapazitäten zur Vorqualifikation aufgebaut werden. «In Deutschland müssen wir uns dann auch kümmern und hierfür die nötigen Ressourcen zur Verfügung schaffen. Und wir müssen die rechtlichen Voraussetzungen ändern, damit Zuwanderer leichter Zugang in den deutschen Arbeitsmarkt bekommen.»

Wie die Bundesagentur Mitte Januar mitteilte, hat die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur im vergangenen Jahr 3200 Fachkräfte aus dem Ausland dabei unterstützt, auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen - 700 mehr als 2020. Die Zahl ist jedoch deutlich zu gering, um das Fachkräftepotenzial in Deutschland stabil zu halten.

Mit einer neuen Initiative will Habeck aktiv um Fachkräfte werben. Er habe ein Video aufgenommen, «das sich an Fachkräfte auf der ganzen Welt richtet: "Make it in Germany!" Wir starten einen Aufruf, nach Deutschland zu kommen.» (dpa)


 

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