Lola stellt KI-Buchungsassistenten vor – Eigentümer ist Booking Holdings

| Technologie Technologie

Lola hat am 29. September 2026 ein Mitgliedschaftsmodell für seinen KI-Assistenten vorgestellt, der Hotels, Restaurants, Veranstaltungen und Aktivitäten suchen und buchen kann. Eigentümer von Lola ist nach Angaben auf der Unternehmensseite Booking Holdings. Das Angebot umfasst eine kostenlose Mitgliedschaft sowie zwei kostenpflichtige Varianten.

Die Mitgliedschaft Plus kostet fünf US-Dollar monatlich, die Variante VIP 25 US-Dollar monatlich. Beide kostenpflichtigen Angebote haben eine Bindungsdauer von zwölf Monaten. Sie umfassen unter anderem besondere Hotelpreise, bevorzugten Zugang zu Restaurantreservierungen und persönliche Concierge-Leistungen.

Geleitet wird Lola von den Kayak-Mitgründern Steve Hafner und Paul English. Gegenüber dem Fachmedium PhocusWire erläuterte Hafner weitere Einzelheiten zum Geschäftsmodell und zur geplanten Entwicklung.

Lola verbindet Empfehlungen mit aktuellen Preisen und direkten Buchungen

Bereits die kostenlose Mitgliedschaft ermögliche personalisierte Empfehlungen, die Abfrage aktueller Preise und Verfügbarkeiten sowie direkte Buchungen, erklärt das Unternehmen. Der Assistent verarbeite Anfragen in natürlicher Sprache, berücksichtige den Zusammenhang bei Folgefragen und lerne die Vorlieben der Mitglieder kennen. Suche und Buchung seien innerhalb derselben Unterhaltung möglich.

Alle drei Mitgliedschaftsvarianten beziehen nach Unternehmensangaben Suchergebnisse von Kayak aus Hunderten Reiseportalen ein. Zu den Partnern gehören außerdem Booking.com, Priceline, Agoda, OpenTable und FareHarbor sowie ResX, Blade, Aero, SeatGeek, GetYourGuide, Nuitee und Ten Group.

Bei einer Buchung könnten Nutzer auf Lola bleiben oder die Plattform verlassen, erklärte Hafner gegenüber PhocusWire. Bei einem Abschluss innerhalb der Unterhaltung werde die Zahlung über die Programmierschnittstellen von Lola abgewickelt. Eine anonyme Nutzung sei nicht vorgesehen, weil die Personalisierung eine Zuordnung zum jeweiligen Mitglied erfordere.

Kostenpflichtige Mitgliedschaften ergänzen Hotelpreise um Restaurantreservierungen und weitere Leistungen

Über Booking.com, Priceline, Agoda und Nuitee erhalten Plus-Mitglieder laut Lola besondere Hotelpreise. Bei dafür qualifizierten Hotels liege die Ersparnis üblicherweise bei zehn Prozent. Für VIP-Mitglieder nennt das Unternehmen Einsparungen von bis zu 15 Prozent bei Vier- und Fünf-Sterne-Hotels weltweit.

Bei Restaurantreservierungen gewähre ResX Plus-Mitgliedern einen um zwei Tage früheren Zugang. VIP-Mitglieder erhielten den Status Premium und könnten fünf Tage früher auf entsprechende Reservierungen zugreifen. OpenTable stelle ihnen zudem kostenfrei den Gold-Status und Leistungen für bevorzugten Restaurantzugang bereit.

SeatGeek, GetYourGuide und FareHarbor bieten Lola-Mitgliedern nach Unternehmensangaben Zugang und besondere Preise für mehr als 200.000 Angebote weltweit, darunter Sportveranstaltungen, Konzerte, Museen und Attraktionen.

Weitere Leistungen betreffen den Transport: VIP-Mitglieder erhielten Zugang zu Blade-Hubschraubertransfers von und nach New York City für 150 US-Dollar. Aero gewähre auf den ersten Flug einen Nachlass von 300 US-Dollar für Plus- und 400 US-Dollar für VIP-Mitglieder.

Ten Group biete Plus-Mitgliedern vierteljährlich Zugang zu einem persönlichen Concierge und zusätzlichen Leistungen. VIP-Mitglieder erhielten jeweils umfangreicheren Zugang.

Lola schließt Werbung und bezahlte Platzierungen aus Suchergebnissen aus

Lola erklärt, Empfehlungen und Suchergebnisse würden nicht durch Anbieterzahlungen, Werbung, Sponsoring oder bezahlte Platzierungen beeinflusst. Hafner betonte gegenüber PhocusWire ebenfalls, Partner könnten die Suchergebnisse nicht beeinflussen. Die angebotenen Rabatte würden nach seiner Darstellung anteilig von Lola und den Partnern getragen.

Das Team besteht dem Bericht zufolge aus 20 Mitarbeitern in New York und Cambridge, Massachusetts. Geplant seien unter anderem die Verknüpfung mit einem Google-Konto und die Buchung von Flügen. Die Marke Lola geht laut PhocusWire auf ein 2015 von English gegründetes Unternehmen zurück, dessen damaliger Dienst 2021 eingestellt wurde.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Mews und SiteMinder haben eine integrierte Vertriebslösung für Hotels vorgestellt. Gleichzeitig präsentierte Mews weitere neue Anwendungen für Preisgestaltung, Gästekommunikation, Automatisierung und Finanzprozesse innerhalb einer gemeinsamen Plattform.

Mews und Uber planen die Integration von Fahrtenbuchungen in Hotelsoftware. Hotels sollen Uber-Fahrten künftig direkt über die Plattform von Mews verwalten und abrechnen können.

Starbucks hat die Nutzung eines Programms auf KI-Basis zur automatisierten Erfassung von Warenbeständen in den USA wieder eingestellt. Berichten zufolge wies die Anwendung erhebliche Mängel auf.

Google erweitert seine KI-Suche um neue Buchungs-, Zahlungs- und Informationsfunktionen. Branchenberichte sehen mögliche Folgen für Sichtbarkeit, Vertrieb und Reichweite von Hotels und Reiseanbietern.

Eine neue Smart-Host-Studie unter 87 Hotels aus der DACH-Region zeigt deutliche Unterschiede zwischen strategischen Zielen und operativer Umsetzung bei Gästebindung, Zusatzumsätzen und Direktbuchungen.

Eine repräsentative Umfrage im Auftrag von a&o zeigt, dass viele europäische Reisende Künstliche Intelligenz als Unterstützung bei der Buchung befürworten. Vollständig automatisierte Buchungsprozesse werden hingegen mehrheitlich abgelehnt.

Google erweitert sein Universal Commerce Protocol um Hotelbuchungen via KI. Während OTAs tief eingebunden bleiben und große Ketten direkte Schnittstellen nutzen wollen, wächst der Druck auf eigenständige Hotels: Ihre Sichtbarkeit hängt künftig wohl davon ab, wie präzise KI-Agenten die eigenen Datenstrukturen auslesen können.

Haften Chatbot-Betreiber für unwahre KI-Aussagen? Ja, sagt das OLG Hamm in einem aktuellen Urteil zu einer Klinik. Auch das LG Hamburg hatte im Zusammenhang mit Chatbot Grok schon so entschieden.

Das Südtiroler Unternehmen Profitize hat eine Seed-Finanzierung über 1,4 Millionen Euro abgeschlossen. Das Kapital soll laut Mitteilung in den Ausbau der Plattform und die Expansion in weitere europäische Märkte fließen.

25 Prozent aller Unternehmen in Deutschland haben im vergangenen Jahr auf Künstliche Intelligenz zurückgegriffen. In zwei Jahren hat sich dieser Anteil verfünffacht. Die große Mehrheit der Betriebe nutzte dabei frei zugängliche Software.