Tourismus

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Die globale Reisebranche befindet sich auf Wachstumskurs, der sich voraussichtlich auch fortsetzen wird. Besonders die Online-Buchungen spielen dabei laut Phocuswright eine Schlüsselrolle. Bis 2026 könnten fast zwei Drittel aller Reisebuchungen digital erfolgen.

Eine aktuelle Studie der Deutschen Zentrale für Tourismus bestätigt die Bedeutung der Vereinigten Staaten als wichtigsten Überseemarkt für den deutschen Tourismus. Trotz gestiegener Kostensensibilität bleiben die Ankünfte stabil auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Ferienparkkette Center Parcs prüft die Errichtung eines großen Ferienparks im Lausitzer Seenland. Das Projekt auf Brandenburger Seite solle zwischen Sedlitzer See und Partwitzer See auf rund 90 Hektar Fläche 500 bis 700 Ferienhäuser umfassen.

Tui spürt weiterhin die Folgen des Iran-Kriegs, viele Menschen buchen ihren Urlaub zudem später. Doch es gibt auch Lichtblicke. Was erwartet Europas größter Reisekonzern für die Wintersaison?

Da mussten erst die Piraten kommen – Nach einer kleinen Anfrage der Piratenpartei im Berliner Abgeordnetenhaus kam nun heraus, dass es auf der Baustelle des neuen Hauptstadtflughafens BER zu vier Todesfällen seit Baubeginn kam. IG-Bau-Regionalleiter Rainer Knerler kritisierte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa umgehend die verspätete Veröffentlichung der Unglücke. Auch die Aussage eines Flughafensprechers, wonach die Baustelle eine vergleichsweise sichere sei, rief Empörung hervor. So etwas zu behaupten, sei zynisch, kommentierte Knerler. Auch auf Großbaustellen seien „null tödliche Unfälle“ möglich.

Den romantischen Mexiko-Urlaub hatte sich ein britisches Pärchen wohl anders vorgestellt: Nachdem sie sich für ein Premiumzimmer entschieden und 3.000 Pfund bezahlt hatten, wollten sie sich nicht mit der kleinen und unkomfortablen Kammer zufrieden geben, die ihnen zugewiesen worden war. Eine erste Mail an den Reisekonzern Thompson, der zur deutschen Tui gehört, schaffte schnelle Abhilfe. Doch einen Monat nach dem Urlaub bekamen sie E-Mails des Unternehmens, die es in sich hatten: Ob sie wirklich denken würde, dass es die Firma einen Scheiß interessieren würde, und dass sie endlich ihren Mund halten solle, so das mitfühlende Schreiben. Sie solle doch künftig mit Thomas Cook verreisen. Ohnehin hätte das Hotel gemeldet, dass sie eine jammernde Schlampe sei. Thompson entschuldigte sich mittlerweile bei der geschockten Urlauberin – ein verstimmter Angestellter sei schuld gewesen.

Die meisten Geschäftsreisenden setzen auf das Flugzeug. Doch wie der Verkehrsclub Deutschland (VCD) nun herausgefunden hat, sollte die Wahl viel häufiger auf die Bahn fallen. Denn nicht mal der Preis spreche noch dafür, so VCD-Chef Michael Ziesak. Mit dem Zug sei es in Deutschland fast immer billiger als mit dem Flieger. Das ist das Ergebnis des aktuellen Bahntests 2012. 270 Verbindungen hatte der Verein dafür untersuchen lassen – und bei 91,5 Prozent der Verbindungen schnitt die Bahn günstiger ab.

Als wäre die Pannenserie nicht schon lang genug, sorgt nun ein aktuelles Gutachten für neuen Zündstoff in der Berliner Flughafenmisere. Das Gutachten, dass der Flughafenexperte Dieter Faulenbach da Costa im Auftrag der Brandenburger CDU-Fraktion erstellt hat, prophezeit Düsteres: Die Planungsmängel am BER seien etwa so dramatisch, dass die „Servicestandards unter denen von Tegel liegen werden“. Auch die ordnungsgemäße Passagierabfertigung sei „nicht möglich“. Das Fazit ist dementsprechend negativ: Der neue Flughafen, der nach eigenen Angaben der modernste in Europa sein soll, ist zu klein, zu eng und wird vermutlich ein dauerhafter Verlustbringer sein. Zum Glück gibt es ja den Länderfinanzausgleich.

Mehr als 80 Prozent der Deutschen sind für ein Alkoholverbot in Zügen. Die Hälfte davon plädiert jedoch für einen Alkoholausschank im Bordrestaurant. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die im Auftrag von "Zeit online" durchgeführt wurde. 41 Prozent der Befragten sprachen sich demnach für ein generelles Verbot aus. Frauen stimmten dabei mit 48 Prozent weitaus häufiger für ein Verbot als Männer mit 34 Prozent. Ein guter Grund für die Abstinenz wurde auch sogleich genannt: Ein Drittel gab an, schon von alkoholisierten Passagieren belästigt worden zu sein.

Die Europäer zieht es ins Ausland. Die Zahl der Auslandsreisen stieg in diesem Jahr um zwei Prozent – und der Trend wird wohl auch in Zukunft anhalten, so das Ergebnis des World Travel Trends Reports der Tourismusmesse ITB Berlin. Besonders Städtereisen scheinen es uns Europäern dabei angetan zu haben, hier gab es ein Plus von 14 Prozent. Leidtragender ist der gute alte Badeurlaub mit einem Minus von einem Prozent.

Die Bundespolizei hatte es angekündigt, jetzt wird es ernst. Als erster deutscher Flughafen setzt Frankfurt die umstrittenen Körperscanner im regulären Betrieb ein. Zunächst sei die freiwillige Benutzung der Geräte jedoch nur auf Passagiere auf dem Weg in die USA beschränkt. Als Alternative sei noch immer eine manuelle Kontrolle möglich, wie ein Sprecher der Bundespolizei klarstellte.

So einfach geht das in der Schweiz: Nicht den Hauch einer Chance haben die Einwohner des Kantons Graubünden einer durch die Verwaltung geplanten Tourismusabgabe gelassen. Die Gebühr wurde im Stimmenverhältnis von zwei zu eins verworfen. Geplant war, Unternehmen abhängig von ihrem Fremdenverkehrsumsatz zu besteuern. Pro Jahr hätte die Abgabe etwas mehr als 60 Millionen Franken einbringen sollen.