Tourismus

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Die globale Reisebranche befindet sich auf Wachstumskurs, der sich voraussichtlich auch fortsetzen wird. Besonders die Online-Buchungen spielen dabei laut Phocuswright eine Schlüsselrolle. Bis 2026 könnten fast zwei Drittel aller Reisebuchungen digital erfolgen.

Eine aktuelle Studie der Deutschen Zentrale für Tourismus bestätigt die Bedeutung der Vereinigten Staaten als wichtigsten Überseemarkt für den deutschen Tourismus. Trotz gestiegener Kostensensibilität bleiben die Ankünfte stabil auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Ferienparkkette Center Parcs prüft die Errichtung eines großen Ferienparks im Lausitzer Seenland. Das Projekt auf Brandenburger Seite solle zwischen Sedlitzer See und Partwitzer See auf rund 90 Hektar Fläche 500 bis 700 Ferienhäuser umfassen.

Tui spürt weiterhin die Folgen des Iran-Kriegs, viele Menschen buchen ihren Urlaub zudem später. Doch es gibt auch Lichtblicke. Was erwartet Europas größter Reisekonzern für die Wintersaison?

Städte locken Touristen mit Musicals, aufregendem Nachtleben, ungewöhnlichen Ausstellungen und tollen Einkaufspassagen. Doch in erster Linie interessieren sich Touristen schlicht für deren Sehenswürdigkeiten. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Reiseportals Holidaycheck. Demnach wollen 69,7 Prozent der Befragten die Geschichte und die Sehenswürdigkeiten einer Stadt kennenlernen. „Mal so richtig ausgiebig shoppen gehen“ ist nur für 14,3 Prozent der Städtereisenden der Hauptgrund dafür, eine Stadt zu besuchen.

Trotz des erfolgreichen Sommergeschäfts weitet die Lufthansa ihre Sparbemühungen weiter aus. Die bislang in Angriff genommenen Projekte würden nicht ausreichen, um zusätzliche Belastungen auszugleichen, machte Airline-Chef Christoph Franz nun deutlich. Das Flugangebot werde daher weiter zusammengekürzt. In Folge dessen werden künftig rund 2.000 Flugbegleiter und 500 Piloten weniger benötigt als angenommen. Sie hätten strukturell zu viele Mitarbeiter an Bord, so Franz.

Der Hamburger Flughafen wird ausgebaut. Wie die Betreibergesellschaft Hamburg Airport mitteilte, seien sechs neue Fluggastbrücken in Planung. Dazu sei bereits am 22. Oktober ein Antrag bei der Verkehrsbehörde gestellt worden. Die geplanten Investitionen sollen sich auf 50-60 Millionen Euro belaufen, die der Flughafen aus eigenen Mitteln finanzieren will. Es könne so eine zeitgemäße und komfortable Abfertigung sichergestellt werden, so der Vorsitzende der Geschäftsführung Michael Eggenschwiler.

Andreas Jungblut, Kapitän des berühmten Kreuzfahrtschiffes „MS Deutschland“, ist fristlos entlassen worden. Grund für den Rauswurf seien laut Spiegel „wiederholte Fälle von illoyalem Verhalten und Vertrauensbruch“. Jungblut hatte sich am Wochenende an die Bild-Zeitung gewendet und Gerüchte über einen bevorstehenden Verkauf des Schiffes angeheizt. Die Reedereisprecherin Cornelia Kneissl bezeichnete den Bericht als unzutreffend. Schon im Juli hatte es Schwierigkeiten zwischen dem Kapitän und der Reederei gegeben, als sich Jungblut an die Presse wandte, um Stimmung gegen die damals geplante Ausflaggung des Schiffes zu machen.

Der Chef des Verbandes Internet Reisevertrieb (VIR), Michael Buller, darf laut Beschluss des Landgerichts Leipzig weiter behaupten, dass Unister beim Vertrieb von Reisen „wieder und wieder mit Dingen auffällig geworden sei, die wir verurteilen“. Der Leipziger Online-Reisevermittler hatte wegen dieser Äußerung Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gestellt. Unister kann gegen den Beschluss des Gerichts noch Beschwerde einlegen.      

Die neu eingerichtete Flugverbindung zwischen Düsseldorf und der Karibikinsel Curaçao ist anscheinend nicht nur für Touristen von Interesse. Nachdem Zollfahnder bereits im September bei Passagieren dieser Linie fast dreieinhalb Kilogramm Kokain sicherstellen konnten, gingen ihnen im Oktober sogar sechseinhalb Kilo ins Netz. So wurde mitte des Monats eine 62-jährige Passagierin überführt, die Kokainpaste als Polsters ihres Push-up-BHs verwendete. Bei diesem und zwei weiteren Fällen konnten so Drogen im Wert von 450.000 Euro beschlagnahmt werden.

Deutschlands größter Freizeitpark eilt von Rekord zu Rekord. So wurde die Marke von vier Millionen Besuchern in diesem Jahr bereits einen Monat früher geknackt als 2011. Mittlerweile seien die fünf Hotels beinahe komplett ausgelastet, und der Tagungs- und Kongressbereich wachse zweistellig, so Parkchef Roland Mack.

Bei einem stark verspäteten Flug muss die Fluglinie auch dann einen Ausgleich zahlen, wenn der Fluggast keine schriftliche Buchungsbestätigung vorlegen kann. Die Fluggastrechteverordnung verlange dies nicht, urteilte das Düsseldorfer Amtsgericht. Auf diese Entscheidung wies die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift „ReiseRecht aktuell“ hin. Geklagt hatte ein Fluggast, dessen Flieger mehr als sieben Stunden Verspätung hatte. Eine zunächst geforderte Ausgleichszahlung in Höhe von 800 Euro lehnte die Fluglinie jedoch ab und bot im Gegenzug die Hälfte. Das Gericht gab dem Kläger Recht, denn das Argument der fehlenden Bestätigung, mit dem die Fluglinie die Zahlung zunächst verweigert hatte, greife nicht. Der Mann habe darlegen können, dass er über eine Buchung verfügte.