Tourismus

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Schwarzwald, Bodensee, Schwäbische Alb: Der Tourismus ist im Südwesten ein großer Wirtschaftsfaktor. Corona war da nicht nur für die Gastbetriebe ein Schock. Das ganze Ausmaß der Krise wird nun in einer neuen Studie sichtbar.

Internationale Auslandsreisen erzielten in 2023 mit zweistelligen Wachstumsraten im Vergleich zu 2022 erneut einen großen Schritt in Richtung Auslandsreisevolumen von 2019. Strand- und Städtereisen sind mit je einem Drittel Marktanteil die beiden Haupturlaubsarten. Auf Rang drei folgen Rundreisen.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) sieht den Incoming-Tourismus auf einem nachhaltigen Wachstumskurs. Deutschland haben gute Chancen, 2024 wieder an die Ergebnisse des Jahres 2019 anzuknüpfen. Dazu tragen auch touristisch attraktive Events, wie die UEFA Euro 2024, und Kultur-Highlights bei.

Manchmal kommt es auf jeden Zentimeter an: Für einen erholsamen Urlaub sollte jeder Gast im Hotelbett schon mehr Platz haben als 70 Zentimeter. Dieser Überzeugung ist zumindest das Amtsgericht Hannover, wie aus einem aktuellen Urteil hervorgeht.

Die Mitglieder des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) haben Michael Frenzel, den Vorstandsvorsitzenden der TUI AG, zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Frenzel steht dem Spitzenverband nun für zwei Jahre vor. An der Kasse der Interessenvertretung sitzt ein Hotelier und Gastronom: Dehoga-Präsident Ernst Fischer wurde als Schatzmeister und stellvertretender Präsident wiedergewählt.

Zunächst waren es nur Gerüchte. Nun hat sich bestätigt, dass der Tourismusverband München-Oberbayern tatsächlich pleite ist. Wie die Bild berichtete, trat der Interims-Geschäftsführer Stephan Götschel am Dienstagmorgen den Gang zum Insolvenzgericht an. Die Mitglieder seien nicht bereit gewesen, eine weitere Finanzierungsbrücke bereitzustellen, teilte der Rechtsanwalt mit. Die Insolvenz war bereits am Montag in einer Mitgliederversammlung und einer anschließenden Vorstandssitzung beschlossen worden. Der Freistaat Bayern hatte im Juli, nach dem Verdacht auf missbräuchlich verwendete Fördergelder, einen umfassenden Förderstopp angeordnet.

Der Verlust von Gepäckstücken und eine fehlende Internetverbindung sind die größten Stressfaktoren auf Dienstreisen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der CWT Solutions Group unter 6.000 Geschäftsreisenden. Die ermittelten Ursachen lassen sich dabei in drei Hauptkategorien unterteilen: Zeitverlust, unvorhergesehene Ereignisse und die durch das Reisen unterbrochene Alltagsroutine. Hinter den Spitzenreitern Gepäckverlust und Internetverbindung zählen laut Untersuchung das Fliegen in der Economy-Class auf Langstreckenflügen sowie Flugverspätungen zu den größten Stressauslösern.

Die Bahn ist fit für den Winter. Wie Konzernchef Rüdiger Grube der Frankfurter Rundschau verriet, sei sein Unternehmen für die kommende kalte Jahreszeit gut gerüstet. Sie seien zunehmend besser vorbereitet, nicht zuletzt hätten sie sehr viel in eine bessere Prävention investiert. Auch nach dreistelligen Millioneninvestitionen im vergangenen Jahr habe die Bahn wieder Ausgaben im zweistelligen Millionenbereich geplant, so Grube. Der Fahrgastverband Pro Bahn sieht das allerdings etwas anders: Der Verbandsvorsitzende Karl-Peter Naumann sagte im Spiegel, dass die Bahn noch immer zu wenig Reserven bei Zügen und Gleisen hätte. So gäbe es bei eventuellen Ausfällen kaum Ersatz.

Nach Stürzen auf schwankenden Kreuzfahrtschiffen steht Passagieren kein Schmerzensgeld von der Reederei zu. Laut der Zeitschrift „ReiseRecht aktuell“ besteht für die Reederei keine besondere Versicherungspflicht. So müssen beispielsweise auch keine speziellen Haltegriffe in den Kabinen installiert werden. Das hat das Amtsgericht Rostock in einem aktuellen Urteil entschieden. Geklagt hatte eine Kreuzfahrtpassagierin, die bei unruhiger See in ihrer Kabine stürzte und sich das Becken brach. Das Gericht wies die Klage ab, die Frau hätte wissen müssen, dass Kreuzfahrtschiffe schwanken.

Zumindest die Passagiere haben gut lachen, die Busunternehmer eher weniger. Laut Spiegel-online erwarten führende Anbieter der Branche einen Preiskampf auf dem frisch liberalisierten Markt. Die im Vergleich zum Schienenverkehr ohnehin schon niedrigen Preise dürften daher weiter sinken. Wie Christian Janisch vom Fernbus-Unternehmen DeinBus.de Spiegel-online erklärte, würden nun viele börsennotierte Großunternehmen auf den Markt drängen. Und die würden versuchen, allein über den Preis Kunden zu gewinnen. Nachdem der Bundestag kürzlich das Gesetz beschlossen hatte, dass Busse ab 2013 ohne besondere Genehmigung auf allen Strecken über 50 Kilometer und einer Stunde Fahrtzeit Passagiere befördern dürfen, muss nun nur noch der Bundesrat zustimmen. Bisher hatte die Deutsche Bahn, bis auf wenige Ausnahmen, ein Monopol auf den Fahrgasttransport, die Regelung stammte noch aus der Nazi-Zeit.

AIDA Cruises ist mit dem Innovationspreis 2012 der Deutschen Tourismuswirtschaft ausgezeichnet worden. Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) würdigte damit bei seinem Tourismusgipfel gestern im Hotel Adlon, dass das Unternehmen den deutschen Kreuzfahrtenmarkt revolutioniert, aus einem Nischen- ein Breitenprodukt gemacht und Zukunftsthemen dauerhaft im Blick habe.

Vergiftete Kabinenluft in Passagierflugzeugen, die im Jahr 2010 in Köln fast zu einer Katastrophe führte, ist offenbar kein Einzelfall. Wie Jörg Handwerg, Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit (VC), gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus aussagte, sind die Probleme womöglich größer als bekannt. Er schätze, dass es bei deutschen Airlines bis zu zehn Vorfälle die Woche gebe. Weil noch keiner abgestürzt sei, würden die Hersteller es bisher einfach nur zur Kenntnis nehmen. Auch der tourismuspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Bundestag Markus Tressel fand deutliche Worte: Die Zeit der Ignoranz und des Vertuschens sei vorbei. Crews und Passagiere würden konsequentes Handeln erwarten. Er forderte zudem effektive Warnanlagen, die die Nase der Crew als Schadstoffdetektor ersetzen würden.