Aufsichtsrat für vorübergehende Schließung des Flughafens Tegel

| Tourismus Tourismus

Der Berliner Flughafen Tegel soll nach dem Willen der Betreibergesellschaft vorübergehend vom Netz gehen. Damit will das Unternehmen auf die eingebrochenen Passagierzahlen in der Corona-Krise reagieren. Der Aufsichtsrat stimmte nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch dafür, für den Flughafen einen Antrag auf temporäre Befreiung von der Betriebspflicht bei der Luftfahrtbehörde zu stellen. Berlins Flugbetrieb würde dann am Flughafen Schönefeld konzentriert.

Dafür ist aber auch die Zustimmung der Flughafen-Eigentümer notwendig, das sind der Bund und die Länder Berlin und Brandenburg.

CDU-Fraktion: Tegel darf nicht vor BER-Öffnung schließen

Bis zur Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER muss der Flughafen Tegel nach Überzeugung der Berliner CDU-Fraktion in Betrieb bleiben. «Die Erreichbarkeit Berlins auf dem Luftweg muss in jedem Fall sichergestellt sein», erklärten der verkehrspolitische Sprecher, Oliver Friederici, und der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion, Christian Gräff, am Mittwoch. «Die Schließung Tegels ist für uns weder verkehrspolitisch noch wirtschaftlich vorstellbar, solange der BER nicht eröffnet und seine betriebliche Zuverlässigkeit nachgewiesen ist.»

Angesichts der enormen Summen, die am BER verbaut worden seien, erscheinen die Berechnungen der Flughafengesellschaft für Tegel den beiden CDU-Abgeordneten wenig überzeugend. Hinzu komme, dass auch in Tegel während der Corona-Krise die Kosten durch Kurzarbeit gesenkt würden. «Wir sehen, dass der Luftverkehr in den letzten Tagen zugenommen hat und spätestens im Mai weiter ansteigen wird», so die beiden Politiker. «Inwieweit diese Last von Schönfeld übernommen werden kann, ist völlig unklar. Angesichts dieser Entwicklung muss Berlin Tegel offenhalten.»

Am Mittwochnachmittag beraten Vertreter des Bundes und der Länder Berlin und Brandenburg in einer Gesellschafterversammlung darüber. Ende März hatte der Bund die Pläne für eine sofortige Schließung gestoppt. Nach Angaben des Verkehrsministeriums vom Dienstag soll die Lage nun erneut bewertet werden. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) ist für eine vorübergehende Schließung. Die Fluggesellschaften haben sich am Wochenende dafür ausgesprochen, Tegel am Netz zu lassen (Tageskarte berichtete).

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ab sofort kostet der reguläre Eintritt in den Kölner Dom zwölf Euro. Mit dem neu eingeführten Eintrittspreis sollen die gestiegenen Kosten etwa für den Schutz des Denkmals gedeckt werden.

Mozarts Geburtsstadt ist ein touristisches Juwel. Entsprechend viele Reisende steuern die 160.000-Einwohner-Stadt speziell für einen Tagesausflug an. Oft gibt es Stau - das soll jetzt anders werden.

Kurz vor Beginn der Sommerferien in Schleswig-Holstein zeichnet sich im Tourismus ein uneinheitliches Bild ab. Während zahlreiche Küstenorte und Inseln bereits hohe Auslastungen melden, liegt die Buchungslage landesweit vielerorts noch unter dem Niveau des Vorjahres.

Eine aktuelle Studie von HolidayCheck analysiert das unterschiedliche Nachhaltigkeitsverhalten von Deutschen im Alltag und während der Urlaubszeit. Dabei zeigt sich eine deutliche Lücke zwischen Anspruch und tatsächlichem Handeln.

Das Fürstentum Monaco ist der 18. europäische Themenbereich im größten Freizeitpark Deutschlands. Zur offiziellen Eröffnung hat sich Prominenz angekündigt. Das hat auch Folgen für Besucher.

Mit der Freigabe neuer Kanäle werden im Lausitzer Seenland fünf ehemalige Tagebauseen zu einem zusammenhängenden Wasserrevier verbunden. Der neue Fünf-Seen-Verbund erweitert die Möglichkeiten für Urlauber, Wassersportler und den Wassertourismus der Region.

Die deutschen Reiseveranstalter müssen bei Pauschalreisen künftig weniger Vorsorge gegen Insolvenzen treffen. Der Deutsche Reisesicherungsfonds (DRSF) hat erneut die Entgelte gesenkt, die für jede Reise gezahlt werden müssen.

Reservieren, absagen - doppelt buchen, nicht erscheinen: Das sommerliche Hüttenchaos am Berg macht nicht nur den Wirten zu schaffen. Warum faire Planung auch für die anderen Wanderer unerlässlich ist.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass deutsches Fernsehen für Urlauber zunehmend an Bedeutung gewinnt. Insbesondere junge Reisende nutzen verstärkt digitale Streaming-Angebote während der Ferien.

Nach einer Flaute wegen des Iran-Kriegs zieht die Nachfrage nach Urlaub in der Türkei und Ägypten bei Tui wieder spürbar an. Besonders Antalya steht bei Sommerreisen hoch im Kurs.