Auswärtiges Amt: Kein baldiges Ende der Corona-Reisewarnungen

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In der Corona-Krise ist bei den aktuellen Reisewarnungen und Beschränkungen im grenzüberschreitenden Verkehr nicht mit einem schnellen Ende zu rechnen. Das Auswärtige Amt strebe bei Gesprächen in Brüssel aber mit den EU-Partnern an, gemeinsame Kriterien dafür zu entwickeln, wann der Reiseverkehr und der Verkehr insgesamt wieder aufgenommen werden könne, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Montag in Berlin.

«Die Reisewarnung gilt aktuell bis zum 3. Mai, und über die Verlängerung muss bis dahin gesprochen und entschieden werden», sagte der Sprecher. Er sprach von einem «klaren Erwartungsmanagement», dass die Urlaubssaison 2020 anders sein werde als gewünscht und gewohnt. «Es gibt noch keine förmliche Entscheidung, aber Sie hören aus meinen Worten, dass mit einem baldigen Ende der Reisewarnungen jetzt nicht unmittelbar zu rechnen ist», sagte er.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte, das gelte auch für die sogenannten Binnengrenzkontrollen, die an fünf Landgrenzen Deutschlands bis einschließlich 4. Mai vorläufig angeordnet seien. Über eine Verlängerung dieses Schritts werde vorher zu entscheiden sein.

Außenminister Heiko Maas (SPD) hat angedeutet, dass seine Mitte März ausgesprochene Reisewarnung verlängert werden könnte. «Die Reisewarnung, die es gibt, geht bis zum Sonntag dieser Woche», sagte der SPD-Politiker am Montagabend in einer Spezialausgabe des ZDF-Magazins «Wiso». Er gehe davon aus, «dass in den Wochen darauf zunächst einmal es keinerlei Hinweise gibt, diese Reisewarnung aufzuheben.»

Die Hoffnungen auf einen normalen Sommerurlaub für die Deutschen dämpfte der Bundesaußenminister erneut: «Es gibt in vielen Ländern Einreiseverbote, es gibt Ausgangssperren, der Flugverkehr liegt am Boden - zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es leider keinerlei Hinweise darauf, dass sich das in den nächsten Wochen verbessern wird.» Niemand werde in diesem Jahr einen Urlaub verbringen können, wie er ihn kenne. Es werde sicher überall Einschränkungen geben, sagte Maas.

Der Politiker hatte vor rund eineinhalb Monaten eine Reisewarnung für alle touristischen Reisen ins Ausland ausgesprochen - ein bisher einmaliger Schritt. Reisewarnungen gab es bisher nur bei einer Gefahr für Leib und Leben, vor allem für Kriegsgebiete wie Syrien oder Afghanistan. (dpa)


 

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