Bahnhofs-Ranking 2026: Wernigerode ist Deutschlands beliebtester Hauptbahnhof

| Tourismus Tourismus

Bahnhöfe übernehmen in der modernen Reisekette eine Doppelrolle als Verkehrsknotenpunkt und Aufenthaltsort. Eine aktuelle Analyse des Reiseportals tripz.de hat nun untersucht, welche Stationen bei den Fahrgästen besonders punkten können. Basis der Auswertung sind über 190.000 Google-Rezensionen zu insgesamt 388 deutschen Hauptbahnhöfen. Das Ergebnis zeigt eine deutliche Spreizung der Aufenthaltsqualität zwischen den Spitzenreitern und den Schlusslichtern.

Die Ergebnisse im Überblick

Der bundesweite Durchschnitt der untersuchten Bahnhöfe liegt bei 3,7 Sternen. Dabei erreichen lediglich rund 18 Prozent der Stationen eine Bewertung von mehr als 4,0 Sternen. Die breite Mehrheit von etwa 79 Prozent bewegt sich im Mittelfeld zwischen 3,0 und 4,0 Sternen. Bewertungen unterhalb der 3-Sterne-Marke sind im Vergleich dazu seltener. Im Ranking der Bundesländer sichern sich die Stadtstaaten die vorderen Plätze. Berlin belegt mit einem Schnitt von 4,3 Sternen die Spitzenposition, gefolgt von Bremen und Brandenburg. Bayern zeigt ein gemischtes Bild: Während Garmisch-Partenkirchen bundesweit Platz 3 belegt, liegt der Münchner Hauptbahnhof mit 3,5 Sternen lediglich im unteren Drittel und die Station in Hof bildet das bundesweite Schlusslicht.

Die Top 10 der deutschen Hauptbahnhöfe

An der Spitze des Rankings stehen vor allem Bahnhöfe, die durch Sauberkeit, Architektur oder touristischen Nutzwert überzeugen. Platz 1 im Ranking belegt der Hauptbahnhof Wernigerode in Sachsen-Anhalt mit starken 4,5 Sternen. Besonders die Funktion als Ausgangspunkt der Harzer Schmalspurbahnen sowie die gute Organisation werden hier gelobt. Der Hauptbahnhof Bietigheim-Bissingen in Baden-Württemberg erreicht mit 4,4 Sternen Platz 2 und punktet durch hohe Sauberkeitsstandards sowie eine logische Wegeführung. Auf Platz 3 folgt Garmisch-Partenkirchen in Bayern mit ebenfalls 4,4 Sternen, wobei Fahrgäste das Alpenpanorama und die gute Anbindung an den Busverkehr hervorheben.

Mit 4,4 Sternen landet der Bahnhof Weimar in Thüringen auf dem 4. Platz. Das historische Gebäude überzeugt durch eine gepflegte Atmosphäre und regelmäßige kulturelle Ausstellungen. Der Bahnhof Kempen in Nordrhein-Westfalen rangiert mit 4,4 Sternen auf Platz 5 und wird als übersichtlich und gut instandgehalten beschrieben. Platz 6 erreicht der Bahnhof Heppenheim in Hessen mit 4,4 Sternen, wo neben der Funktionalität die Verfügbarkeit von kostenlosem WLAN positiv bewertet wird.

Der Berliner Hauptbahnhof belegt mit 4,3 Sternen Platz 7 und ist zugleich der bestplatzierte Großstadtbahnhof. Er überzeugt durch Architektur und ein breites gastronomisches Angebot. Mit 4,3 Sternen erreicht der Dresdener Hauptbahnhof Platz 8, wobei die Kombination aus historischer Substanz und moderner Glaskuppel sowie die Einkaufsmöglichkeiten entscheidend sind. Der Hauptbahnhof Potsdam steht mit 4,3 Sternen auf Platz 9 und punktet durch die Integration in ein Einkaufszentrum. Den zehnten Platz belegt Görlitz in Sachsen mit 4,3 Sternen, geschätzt für sein nostalgisches Ambiente und die Barrierefreiheit.

Defizite bei den Schlusslichtern

Am unteren Ende der Skala rangiert der Hauptbahnhof in Hof in Bayern mit 2,3 Sternen auf Platz 388. Ebenfalls schwach bewertet wurden Offenbach am Main mit 2,3 Sternen und Friedrichsdorf mit 2,4 Sternen in Hessen. Die Kritikpunkte der Reisenden ähneln sich bei diesen Stationen stark. Mangelnde Sauberkeit, technische Defekte an Aufzügen, fehlende Barrierefreiheit sowie ein insgesamt ungepflegter Zustand der Anlagen führen zu den negativen Bewertungen. In Friedrichsdorf sorgte zudem eine langwierige Umbauphase für Unzufriedenheit unter den Fahrgästen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ab sofort kostet der reguläre Eintritt in den Kölner Dom zwölf Euro. Mit dem neu eingeführten Eintrittspreis sollen die gestiegenen Kosten etwa für den Schutz des Denkmals gedeckt werden.

Mozarts Geburtsstadt ist ein touristisches Juwel. Entsprechend viele Reisende steuern die 160.000-Einwohner-Stadt speziell für einen Tagesausflug an. Oft gibt es Stau - das soll jetzt anders werden.

Kurz vor Beginn der Sommerferien in Schleswig-Holstein zeichnet sich im Tourismus ein uneinheitliches Bild ab. Während zahlreiche Küstenorte und Inseln bereits hohe Auslastungen melden, liegt die Buchungslage landesweit vielerorts noch unter dem Niveau des Vorjahres.

Eine aktuelle Studie von HolidayCheck analysiert das unterschiedliche Nachhaltigkeitsverhalten von Deutschen im Alltag und während der Urlaubszeit. Dabei zeigt sich eine deutliche Lücke zwischen Anspruch und tatsächlichem Handeln.

Das Fürstentum Monaco ist der 18. europäische Themenbereich im größten Freizeitpark Deutschlands. Zur offiziellen Eröffnung hat sich Prominenz angekündigt. Das hat auch Folgen für Besucher.

Mit der Freigabe neuer Kanäle werden im Lausitzer Seenland fünf ehemalige Tagebauseen zu einem zusammenhängenden Wasserrevier verbunden. Der neue Fünf-Seen-Verbund erweitert die Möglichkeiten für Urlauber, Wassersportler und den Wassertourismus der Region.

Die deutschen Reiseveranstalter müssen bei Pauschalreisen künftig weniger Vorsorge gegen Insolvenzen treffen. Der Deutsche Reisesicherungsfonds (DRSF) hat erneut die Entgelte gesenkt, die für jede Reise gezahlt werden müssen.

Reservieren, absagen - doppelt buchen, nicht erscheinen: Das sommerliche Hüttenchaos am Berg macht nicht nur den Wirten zu schaffen. Warum faire Planung auch für die anderen Wanderer unerlässlich ist.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass deutsches Fernsehen für Urlauber zunehmend an Bedeutung gewinnt. Insbesondere junge Reisende nutzen verstärkt digitale Streaming-Angebote während der Ferien.

Nach einer Flaute wegen des Iran-Kriegs zieht die Nachfrage nach Urlaub in der Türkei und Ägypten bei Tui wieder spürbar an. Besonders Antalya steht bei Sommerreisen hoch im Kurs.