Deutsche Campingplätze gehören zu den günstigsten in Europa

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Camping in Deutschland bleibt auch im Jahr 2021 eine günstige Urlaubsform - trotz der gesteigerten Nachfrage im Coronajahr 2020. Dies ergibt der europäische Vergleich der Hauptsaisonpreise der gerade erschienen ADAC Campingführer 2021 und des Campingportals PiNCAMP.

Zusammen mit Schweden und Norwegen bieten deutsche Campingplätze im europäischen Vergleich die günstigsten Übernachtungspreise. Eine dreiköpfige Camper-Familie, zwei Erwachsene und ein zehnjähriges Kind, muss im neuem Jahr in Deutschland durchschnittlich 33,37 EUR für eine Übernachtung inklusive Nebenkosten auf einem Campingplatz bezahlen. Gegenüber dem Vorjahr (32,05 EUR) ist dies ein Zuwachs von vier Prozent. In Norwegen sind für die Camperfamilie 2021 im Durchschnitt 32,20 EUR je Übernachtung fällig. Im Jahr 2020 mussten durchschnittlich 31,19 EUR entrichtet werden. Schwedische Campingplätze haben ihre Preise für die Saison 2021 kaum merklich erhöht. Der ADAC Vergleichspreis liegt hier bei 31,28 EUR - in 2020 waren es 31,17 EUR.

Die teuersten Campingländer sind auch in 2021 Italien, die Schweiz und Kroatien

In 2021 steigt der ADAC Vergleichspreis für italienische Campingplätze um zwei Prozent von 49,82 EUR auf 50,90 EUR. Damit bleibt Italien das teuerste Campingland in Europa. Es folgen die Schweiz mit einem ADAC Vergleichspreis von 46,66 EUR (Preis 2020: 44,83 EUR), Kroatien mit 46,61 EUR (45,60 EUR), Dänemark mit 44,32 EUR (44,01 EUR), Spanien mit 43,05 EUR (42,58 EUR) und Österreich mit 40,84 EUR (40,03EUR). In Frankreich sinkt der ADAC Vergleichspreis für 2021 ganz leicht auf 37,83 EUR (38,01 EUR).

In den Niederlanden steigen die Campingpreise um fünf Prozent auf 37,42 EUR (35,74 EUR). Auf den Plätzen neun bis zwölf folgen Großbritannien mit einem ADAC Vergleichspreis von 34,15 EUR (33,67 EUR), Deutschland mit 33,37 EUR (32,05 EUR), Norwegen mit 32,20 EUR (31,19 EUR) und Schweden mit 31,28 EUR (31,17 EUR). Weitere Campingländer in Europa wurden für diesen Vergleich wegen geringerer Campingplatzanzahl und fehlender Preisinformation nicht berücksichtigt.

Höhere Campingpreise in Mecklenburg-Vorpommern, Bayern und an der Nordseeküste

In Deutschland rangieren die Campingplätze in Mecklenburg-Vorpommern mit einem ADAC Vergleichspreis von 39,24 EUR (Preis 2020: 36,81 EUR) am oberen Ende der Preisskala für die Campingsaison 2021. Mit einem Preissprung von sechs Prozent auf 34,88 EUR belegt das Bundesland Bayern Platz zwei in der Preisvergleichstabelle. Im Coronajahr 2020 hatten die Bayern mit einem Vergleichspreis von 33,05 EUR noch Platz vier belegt. Wesentlich günstiger ist Camping in Hessen mit 30,24 EUR (29,36 EUR) und Nordrhein-Westfalen mit 29,79 EUR (29,45 EUR).

Mit moderaten Preisanhebungen von drei bis vier Prozent belegen Baden-Württemberg 2021 mit 34,97 EUR, Schleswig-Holstein mit 34,64 EUR, Brandenburg mit 33,59 EUR und Rheinland-Pfalz mit 31,86 EUR die Plätze drei bis sechs. Auf Platz sieben der Vergleichspreisskala liegt das Bundesland Niedersachsen mit einem Durchschnittspreis von 31,79 EUR. Im Vergleich zu 2020 (30,38 EUR) stiegen die Preise um beachtliche fünf Prozent. Dies liegt vor allem an der Preisentwicklung an der deutschen Nordseeküste. Hier wird der Campingurlaub im Jahr 2021 um sieben Prozent teurer.

Mit einem Durchschnittspreis von 41,43 EUR belegen die Campingplätze an der deutschen Nordseeküste den ersten Platz im Vergleich der hochpreisigen Campingregionen in Deutschland. In 2020 lag die Nordseeregion mit einem Preis von 38,85 EUR noch auf Rang drei. Die deutsche Bodenseeregion und das Allgäu belegen in 2021 die Plätze zwei und drei. Für die Campingplätze am deutschen Bodensee müssen 2021 pro Übernachtung durchschnittlich 41,32 EUR bezahlt werden, in 2020 waren dies noch 40,17 EUR. Im Allgäu werden 39,76 EUR (2020: 37,73 EUR) fällig. Es folgen die Camping-Regionen Schwarzwald mit 37,82 EUR, Deutsche Ostsee mit 37,30 EUR und Deutsche Eifel mit 31,11 EUR.

Die Campingpreise in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen sowie für das Saarland, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt wurden wegen der geringeren Anzahl von Campingplätzen für diese Vergleichsbetrachtung nicht berücksichtigt.


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