Deutschland als Natur- und Aktivreiseziel

| Tourismus Tourismus

Natur und Erholung sind im Markenkern des Reiselandes Deutschland fest verankert. Das spiegele sich laut der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) in einem außergewöhnlich breiten Angebot für Aktivurlaub in intakten Naturlandschaften wider. Immer mehr ausländische Urlauber wählen unter den zahlreichen Optionen, aktiv Küsten, Gebirge und Ferienregionen zu erkunden. Damit konnte sich Deutschland 2019 als Naturreiseziel auf Platz 2 bei den weltweiten Reisen der Europäer platzieren.

Sehr gute Position im europäischen Wettbewerb

Nach Angaben von IPK International waren 2019 rund 16 Prozent aller Urlaubsreisen der Europäer naturnahe Urlaubsreisen. In besonders volumenstarken Quellmärkten für das Deutschland-Incoming ist das Interesse an Natur- und Aktivurlaub überdurchschnittlich ausgeprägt: So lag der Marktanteil der Natur- und Aktivreisen bei Deutschlandurlaubern aus den Niederlanden bei 32 Prozent, aus Polen bei 21 Prozent und aus der Schweiz bei 19 Prozent.

Laut Statistischem Bundesamt findet jede fünfte Übernachtung ausländischer Gäste in Deutschland im ländlichen Raum statt (Gemeinden unter 10.000 Einwohner). In den letzten zehn Jahren (2010 – 2019) wuchs dieses Marktsegment um 23,2 Prozent.

Von den fast 90 Millionen Übernachtungen ausländischer Gäste in Deutschland insgesamt wurden 2019 etwas über fünf Prozent (4,7 Millionen) auf Campingplätzen registriert. In den vergangenen zehn Jahren ist die Anzahl der Übernachtungen ausländischer Gäste auf Campingplätzen um 22 Prozent gewachsen.

Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT, erklärt dazu: „Durch die Corona-Krise hat sich die Werteorientierung unserer Kunden verändert: Natururlaub gilt als risikoarm und wird noch stärker nachgefragt. Entsprechend intensivieren wir jetzt unser Engagement für nachhaltigen Qualitätstourismus, für naturnahes Reisen und Aktivurlaub, um die Position Deutschlands als Erholungsziel mit Zukunftspotenzial weiter auszubauen.“

Ausgeprägtes Interesse unter internationalen Deutschlandtouristen

Laut Qualitätsmonitor Deutschlandtourismus (Mai 2015 – April 2020) entscheiden sich 28 Prozent der ausländischen Gäste wegen „Landschaft und Natur“ für Deutschland als Urlaubsziel. Damit liegt dieser Aspekt auf Platz 4 unter den Entscheidungskriterien.

47 Prozent der ausländischen Natururlauber in Deutschland reisen mit dem Auto an. Ihr Durchschnittsalter liegt bei 42,7 Jahren. Über drei Viertel reisen mit Partner, 14 Prozent mit Kindern unter 14 Jahren.

Im Sustainable Development Goals-Index (SDG), der die Nachhaltigkeitserfolge von mehr als 190 Ländern im internationalen Vergleich abbildet, steht Deutschland aktuell auf Platz 6.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ab sofort kostet der reguläre Eintritt in den Kölner Dom zwölf Euro. Mit dem neu eingeführten Eintrittspreis sollen die gestiegenen Kosten etwa für den Schutz des Denkmals gedeckt werden.

Mozarts Geburtsstadt ist ein touristisches Juwel. Entsprechend viele Reisende steuern die 160.000-Einwohner-Stadt speziell für einen Tagesausflug an. Oft gibt es Stau - das soll jetzt anders werden.

Kurz vor Beginn der Sommerferien in Schleswig-Holstein zeichnet sich im Tourismus ein uneinheitliches Bild ab. Während zahlreiche Küstenorte und Inseln bereits hohe Auslastungen melden, liegt die Buchungslage landesweit vielerorts noch unter dem Niveau des Vorjahres.

Eine aktuelle Studie von HolidayCheck analysiert das unterschiedliche Nachhaltigkeitsverhalten von Deutschen im Alltag und während der Urlaubszeit. Dabei zeigt sich eine deutliche Lücke zwischen Anspruch und tatsächlichem Handeln.

Das Fürstentum Monaco ist der 18. europäische Themenbereich im größten Freizeitpark Deutschlands. Zur offiziellen Eröffnung hat sich Prominenz angekündigt. Das hat auch Folgen für Besucher.

Mit der Freigabe neuer Kanäle werden im Lausitzer Seenland fünf ehemalige Tagebauseen zu einem zusammenhängenden Wasserrevier verbunden. Der neue Fünf-Seen-Verbund erweitert die Möglichkeiten für Urlauber, Wassersportler und den Wassertourismus der Region.

Die deutschen Reiseveranstalter müssen bei Pauschalreisen künftig weniger Vorsorge gegen Insolvenzen treffen. Der Deutsche Reisesicherungsfonds (DRSF) hat erneut die Entgelte gesenkt, die für jede Reise gezahlt werden müssen.

Reservieren, absagen - doppelt buchen, nicht erscheinen: Das sommerliche Hüttenchaos am Berg macht nicht nur den Wirten zu schaffen. Warum faire Planung auch für die anderen Wanderer unerlässlich ist.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass deutsches Fernsehen für Urlauber zunehmend an Bedeutung gewinnt. Insbesondere junge Reisende nutzen verstärkt digitale Streaming-Angebote während der Ferien.

Nach einer Flaute wegen des Iran-Kriegs zieht die Nachfrage nach Urlaub in der Türkei und Ägypten bei Tui wieder spürbar an. Besonders Antalya steht bei Sommerreisen hoch im Kurs.