Deutschland bleibt wichtigstes Ziel für internationale Geschäftsreisen

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Deutschland hat laut aktuellen Daten des IPK World Travel Monitor im Jahr 2025 seine Position als weltweit führendes Ziel für internationale Geschäftsreisen behauptet. Wie die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT), das GCB German Convention Bureau und der Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren (EVVC) mitteilen, lag der Marktanteil Deutschlands im internationalen Geschäftsreiseverkehr bei 10 Prozent. Grundlage sind Ergebnisse des Meeting- & EventBarometers 2025/26 sowie Analysen von IPK International.

Im Bereich der klassischen Geschäftsreisen entfielen laut Mitteilung 11 Prozent aller weltweiten Reisen auf Deutschland. Gleichzeitig ging das gesamte internationale Geschäftsreisevolumen nach Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent auf 13,8 Millionen Reisen zurück.

Rückgänge betreffen vor allem klassische Geschäftsreisen

Nach Angaben von IPK International wurden 2025 im Segment Business Travel insgesamt 11,2 Millionen Reisen registriert. Die Rückgänge seien insbesondere auf traditionelle Geschäftsreisen zurückzuführen, die um 16 Prozent sanken. Das Segment der sogenannten promotablen Geschäftsreisen blieb dagegen mit einem Plus von 0,1 Prozent nahezu stabil.

Auch bei Reisen aus Übersee entwickelte sich der Markt rückläufig. Laut den vorgelegten Daten sank das Geschäftsreisevolumen nach Deutschland um 3 Prozent auf 2,6 Millionen Reisen. Während traditionelle Geschäftsreisen um 10 Prozent zurückgingen, verzeichneten promotable Geschäftsreisen ein Plus von 1 Prozent.

Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT, erklärte laut Mitteilung: „Der globale Geschäftsreisemarkt verändert sich außerordentlich dynamisch. Die Rückgänge der traditionellen Geschäftsreisen spiegeln zum einen die veränderte weltweite Wirtschaftslage, zum anderen den Wandel im Zuge der digitalen Transformation.“
 

Anteil privat verlängerter Geschäftsreisen steigt weiter an

Nach Angaben der DZT gewann auch das Segment der sogenannten Bleisure-Reisen weiter an Bedeutung. Demnach verlängerten 16 Prozent der ausländischen Geschäftsreisenden ihren Aufenthalt zwischen November 2024 und Oktober 2025 privat. Das entspreche einem Anstieg um 2 Prozentpunkte gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die durchschnittliche Verlängerung lag laut Mitteilung bei 1,6 zusätzlichen Nächten. Als wichtigste Gründe für die private Verlängerung wurden kulturelle Angebote und Städtereisen in Deutschland genannt.

Internationale Teilnehmer prägen deutschen Veranstaltungsmarkt

Laut den Ergebnissen des Meeting- & EventBarometers 2025/26 blieb der deutsche Veranstaltungsmarkt im vergangenen Jahr stabil. Insgesamt nahmen 395,1 Millionen Menschen physisch an Veranstaltungen in Deutschland teil. Das entspricht einem Plus von 4,6 Prozent gegenüber 2024.

Die Zahl der Präsenzveranstaltungen blieb mit 2,02 Millionen Veranstaltungen nahezu unverändert. Auch die durchschnittliche Veranstaltungsdauer lag weiterhin bei 1,7 Tagen.

Im Bereich der geschäftlich motivierten Veranstaltungen zeigte sich laut Mitteilung ein Trend zu größeren Formaten. Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern verzeichneten Wachstumsraten zwischen 0,2 und 4,6 Prozent.

Nach Angaben des GCB lag der Anteil internationaler Teilnehmer an Veranstaltungen in Deutschland bei 10,7 Prozent.

Matthias Schultze, Geschäftsführer des GCB, erklärte dazu: „Die internationale Nachfrage nach Veranstaltungen in Deutschland bleibt robust. Rund 80 Prozent der internationalen Gäste kommen aus Europa.“

Anteil ausländischer Veranstalter steigt auf 11,7 Prozent

Auch auf Veranstalterseite verzeichnete die Studie laut Mitteilung eine zunehmende Internationalisierung. Der Anteil ausländischer Veranstalter stieg 2025 auf 11,7 Prozent, nach 9,9 Prozent im Vorjahr.

Die wichtigsten Herkunftsmärkte seien Österreich, Großbritannien, die USA, die Schweiz und die Niederlande gewesen. Unternehmen stellten mit 52,5 Prozent weiterhin die größte Veranstaltergruppe.

Der EVVC verwies zudem auf eine hohe Zahl wiederkehrender Kunden bei deutschen Veranstaltungsstätten. Laut Mitteilung entfielen 40 Prozent auf Stammkunden mit mindestens vier Buchungen, weitere 31 Prozent auf Kunden mit ein bis drei Buchungen.

Branche erwartet geopolitische Auswirkungen auf Veranstaltungsgeschäft

Die Studie zeigt laut Veranstaltern und Anbietern zugleich eine zunehmende Unsicherheit mit Blick auf geopolitische Entwicklungen. Dennoch bewerteten 87 Prozent der Veranstalter die aktuelle Veranstaltungslage als „gut“ oder „sehr gut“. Bei den Anbietern lag dieser Anteil bei 61 Prozent.

Die vollständige Management Summary des Meeting- & EventBarometers 2025/26 steht laut Mitteilung kostenfrei zum Download zur Verfügung.


 

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