Expedia sieht Erholung des Städtetourismus

| Tourismus Tourismus

Das Interesse an deutschen Top-Metropolen wächst wieder. Im Jahresvergleich haben drei der fünf beliebtesten Städte in Deutschland im digitalen Suchinteresse deutlich zugelegt und ihre Zuwächse um bis zu 35 Prozent gesteigert.

Zwischen Anfang Juni und Ende August 2022 konnten Berlin, München und Frankfurt, die zu den fünf beliebtesten Reisezielen in Deutschland gehören, bei Interesse und Suchanfragen potenzieller Besucher nennenswerte Zuwächse verzeichnen. Während Berlin +5% meldet, liegen vor allem München (+30%) und Frankfurt (+35%) im Vergleich zum Vorjahr wieder voll im Trend. Auch Köln, das in den Top 10 der Städtedestinationen in Deutschland ist, zieht mit einem Plus von 5% bei den touristischen Suchaufträgen privat Reisender eine positive Bilanz.

"Europa hat eine bemerkenswerte Reisesaison hinter sich, und wir freuen uns, dass das Interesse an deutschen Städten im Vergleich zum letzten Jahr gestiegen ist", sagt Pim de Schepper, Director Market Management in Deutschland bei der Expedia Group. "Nicht nur die Freizeitreisen haben zugenommen, auch die internationalen Geschäftsreisen und Konferenzen in unseren Städten finden wieder statt. Beides wirkt sich positiv auf die Beliebtheit unserer Metropolen aus."

Internationale Gäste befeuern den Wachstumstrend 

Deutlich wird, dass das Suchinteresse an diesen Metropolen in erster Linie von Reisenden aus dem Ausland ausgeht. Das Interesse an deutschen Städtereisen im Inland erweist sich im Referenzzeitraum hingegen als leicht rückläufig. Obwohl die Desktop-Suchen bei der privaten Reiserecherche immer noch den Hauptanteil ausmachen, nehmen die Suchanfragen auf mobilen Endgeräten Steigerungen von jeweils +5 Prozentpunkten in diesen vier Orten zu.

Während die durchschnittliche Aufenthaltsdauer für Berlin, München und Köln nach wie vor bei vier Nächten liegt, werden die Reisen grundsätzlich mit einem deutlich längeren Vorlauf recherchiert und gebucht. Die längeren Suchzeiträume (2-3 Monate und 3-6 Monate) lassen darauf schließen, dass Reisen aufgrund der aktuellen Situation wieder weiter in die Zukunft geplant werden. Generell erholt sich die Reisefreude der Menschen zusehends und das generelle Suchinteresse für den Sommeranfang im Jahr 2022 übertrifft das des Vorjahres um deutliche 35%. 

Deutliches Wachstum bei den Buchungen deutscher Reiseziele

Die positive Nachfrage während des Sommers in Deutschland folgt auf die erfolgreiche Frühjahrssaison der Expedia Group. Bei den Buchungen innerdeutscher Reiseziele im 2. Quartal 20221 ist mit +170% ein deutlicher Anstieg der Hotelnachfrage im Vergleich zum Vorjahresquartal zu verzeichnen. 

Gemessen an der Hotelnachfrage war Berlin in diesem Zeitraum das beliebteste Reiseziel in Deutschland, gefolgt von München, Hamburg, Frankfurt und der Region Hessen, die ebenfalls einen Anstieg der Aufenthaltsdauer um 5% verzeichnen konnte.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Hilton hat seinen Trends Report 2027 veröffentlicht. Die Untersuchung beschreibt, wie sich das Reiseverhalten deutscher Urlauber im kommenden Jahr verändern könnte. Im Mittelpunkt stehen Flexibilität, Erholung, persönliche Entwicklung und Vertrauen.

Dass München für Deutschland ins Rennen um Olympische und Paralympische Spiele geht, hat im Freistaat eine Welle der Euphorie ausgelöst. Auch das Gastgewerbe begrüßte die Entscheidung als starkes Signal für die Landeshauptstadt und den Freistaat.

Die Deutschen planen für diesen Herbst weniger Urlaubsreisen als vor einem Jahr. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse des Urlaubsplanungsindex des Deutschen Instituts für Tourismusforschung in Kooperation mit dem Deutschen Tourismusverband.

Royal Caribbean Group hat eine Vereinbarung über eine 50-prozentige Beteiligung an Sandals und Beaches Resorts unterzeichnet. Der Abschluss der rund drei Milliarden US-Dollar teuren Transaktion wird für Anfang 2027 erwartet.

Das im Mai eröffnete temporäre Erlebnis-Dorf des Erdbeer-Unternehmens Karls in Wernigerode im Harz soll 2027 in die Verlängerung gehen. Zunächst wird es aber nach den Herbstferien Anfang November schließen.

Lonely Planet zählt Dessau zu seinen Reisezielen für 2027. Autor Anthony Ham stellt das Bauhaus und dessen Einfluss auf die Alltagsarchitektur in den Mittelpunkt.

Die Aktien mehrerer Reiseplattformen haben nach dem Start von Metas KI-Assistent Muse nachgegeben. Analysten befassen sich mit möglichen Folgen für das Geschäft mit Reisebuchungen.

Eine aktuelle Studie der Deutschen Zentrale für Tourismus bestätigt die Bedeutung der Vereinigten Staaten als wichtigsten Überseemarkt für den deutschen Tourismus. Trotz gestiegener Kostensensibilität bleiben die Ankünfte stabil auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Ferienparkkette Center Parcs prüft die Errichtung eines großen Ferienparks im Lausitzer Seenland. Das Projekt auf Brandenburger Seite solle zwischen Sedlitzer See und Partwitzer See auf rund 90 Hektar Fläche 500 bis 700 Ferienhäuser umfassen.

Tui spürt weiterhin die Folgen des Iran-Kriegs, viele Menschen buchen ihren Urlaub zudem später. Doch es gibt auch Lichtblicke. Was erwartet Europas größter Reisekonzern für die Wintersaison?