Fonds aufgelegt: Tui will eine halbe Milliarde Euro für Hotel-Sparte sammeln

| Tourismus Tourismus

Die TUI Group will ihre Hotel-Division weiter ausbauen. Das Unternehmen legt hierfür in Zusammenarbeit mit der luxemburgischen Einheit der renommierten Hansainvest einen globalen Hotelfonds mit einem Brutto-Zielvolumen von 500 Millionen Euro auf.

Der Fonds richtet sich vor allem an institutionelle Investoren mit einem langfristigen Anlagehorizont. Eine der größten deutschen Pensionskassen hat bereits eine Kapitalzusage für einen signifikanten Anteil des Eigenkapitalvolumens gegeben. Die TUI selbst wird darüber hinaus mit 10 Prozent am Eigenkapital des Fonds beteiligt sein. Der Fokus dieses ersten Fonds liegt auf dem Wachstum im Hotelsegment außerhalb von Europa. Perspektivisch könnten weitere Fonds, die auf Investitionen in Europa ausgerichtet sind, folgen.

Der Fonds ist auf Wachstum ausgelegt und plant vorwiegend Investitionen in neue Hotelanlagen, die zugekauft oder neu entwickelt werden und die aktuell nicht Teil der TUI Gruppe sind. Darüber hinaus können vereinzelt auch Hotelanlagen aus dem aktuellen Bestand der TUI Gruppe erworben werden. Die Objekte sollen dabei im Kern unter den internationalen Hotelmarken der TUI Group (wie beispielsweise Robinson oder TUI Blue) betrieben und von der TUI operativ gemanagt werden.

Die Rendite aus der Investition in Hotelanlagen wird den Fonds-Investoren zufließen.

Die TUI erhält eine laufende Vergütung einerseits für den Betrieb der Hotelanlagen und anderseits für die Investitionsberatung des Fonds. Die Asset-Right-Strategie der TUI Group wird damit weiter fortgesetzt und Ergebniswachstum im Hotelgeschäft unabhängig von Investitionen in Grund und Boden geschaffen.

„Nach dem erfolgreichen Neustart unseres operativen Geschäfts gehen wir nun auch mit dem Wachstum unserer Kernbereiche wieder in die Offensive. Wir wollen unsere Position als international führende Hotel-Gesellschaft in der Ferienhotellerie weiter ausbauen. Als TUI konzentrieren wir uns auf das, was für unsere Gäste entscheidend ist: inhaltlich starke Marken, eine hervorragende Hotelqualität und den Service im Hotel.

Unsere Kernkompetenz ist die Entwicklung und der Betrieb internationaler Hotelmarken und Hotels, nicht unbedingt eine Rendite aus Immobilieninvestitionen. Mit der Auflage des Hotelfonds werden die Immobilieninvestitionen von den Hotelmarken und deren Betrieb getrennt. Dies erlaubt es uns, weniger kapitalintensiv zu wachsen. Gleichzeitig bieten wir institutionellen Investoren, wie Versicherungen oder Pensionskassen eine attraktive Anlagemöglichkeit in der Asset-Klasse Ferienhotel- Immobilien. Wir haben über Jahrzehnte bewiesen, dass wir ein Hotelgeschäft erfolgreich aufbauen und neue Destinationen entwickeln können. Und dies nicht nur in touristisch bereits erschlossenen Gebieten wie der Mittelmeer-Region, sondern auch in neuen Zielen wie den Kapverden. Wir sehen uns als Gestalter und Betreiber von Hotelmarken sowie Entwickler von Urlaubsgebieten. Hier liegt unsere Stärke und Kompetenz, auf die wir uns zukünftig noch stärker konzentrieren werden“, sagt Peter Krueger, im Vorstand der TUI AG verantwortlich für Group Strategy und M&A, sowie TUI‘s Fluggesellschaft-, Kreuzfahrt- und Hotelvermögen und JVs.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die GBTA erwartet für 2026 Geschäftsreiseausgaben von 404 Milliarden Euro in Europa. Während die Ausgaben um sieben Prozent steigen sollen, wächst die Zahl der Reisen laut Prognose lediglich um 0,7 Prozent. Deutschland bleibt der größte europäische Geschäftsreisemarkt.

Das Ferienhaus-Portal Holidu hat das Suchinteresse bei Google für deutsche Kleinstädte mit weniger als 20.000 Einwohnern ausgewertet. Dabei führen Füssen und Winterberg das aktuelle Ranking an.

Hunderttausende Touristen zieht es Jahr für Jahr an die gleichen Orte. Die Europäische Kommission will die Länder dabei unterstützen, Folgen auszugleichen - und Europas Tourismus stärken.

Booking.com hat seine Reiseprognosen für 2027 veröffentlicht. Eine Befragung in Deutschland zeigt veränderte Urlaubswünsche – von stimmungsbasierter Reiseplanung über unterschiedliche Budgetvorstellungen bis zum Einsatz künstlicher Intelligenz.

Der Fahrradtourismus hat 2025 in Deutschland einen Bruttoumsatz von 18,1 Milliarden Euro ausgelöst. Eine neue Untersuchung des Deutschen Tourismusverbandes zeigt zudem, wo weiteres Nachfragepotenzial besteht.

Regen statt Schnee und hohe Betriebskosten: Am Kolben in Oberammergau wird nach 15 Jahren der klassische Wintersportbetrieb eingestellt. Was die Betreiber zu dem Schritt sagen.

Nach dem Spatenstich für die Munich Arena in Freising prognostiziert eine Deloitte-Studie eine jährliche Bruttowertschöpfung von rund 355 Millionen Euro für die Region. Von zusätzlicher Nachfrage sollen auch Hotellerie und Gastronomie profitieren. Zum Projekt gehört ein Tempo by Hilton mit 199 Zimmern.

Center Parcs Deutschland steigerte im Geschäftsjahr 2025/26 die Auslastung seiner sechs Ferienparks auf 80,8 Prozent. Besonders die Nachfrage nach Aufenthalten außerhalb der Schulferien nahm zu.

Vor Flügen in die Vereinigten Staaten muss ab Mitte nächster Woche eine zusätzliche Erklärung abgegeben werden. Der Hintergrund ist der Ebola-Ausbruch im Kongo. Was US-Reisende wissen müssen.

Baden-Baden führt das Ranking der meistgesuchten deutschen Kurorte mit rund 451.000 monatlichen Suchanfragen an. Eine Auswertung von Fit Reisen zeigt außerdem regionale Unterschiede und abweichende Präferenzen in ausländischen Märkten.