Hoffnung auf Strandurlaub - Tagesgäste mancherorts erlaubt

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An vielen Stränden Niedersachsens laufen die Vorbereitungen für einen möglichen baldigen Start in die Saison. Einige Strandkörbe sind schon aufgestellt. Mit einem am Mittwoch bekannt gewordenen Konzept für einen Drei-Stufen-Plan will Niedersachsen schrittweise die coronabedingten Einschränkungen für den Tourismus zurücknehmen. Demnach könnten ab Mitte Mai Ferienwohnungen und Hotels mit Einschränkungen genutzt und gegen Ende Mai dann Übernachtungstourismus ohne Restriktionen möglich sein. Was wo derzeit passiert und für Tagesgäste bisher erlaubt ist - ein Überblick.

CUXHAVEN: Das Betreten des Strandes ist auswärtigen Gästen weiterhin strikt untersagt. Nur Menschen mit erstem Wohnsitz in Cuxhaven oder dem Landkreis ist es erlaubt, den Strand unter Auflagen zu nutzen. Schiffsfahrten nach Helgoland oder Neuwerk werden zurzeit ebenso wenig angeboten wie Wattwagenfahrten. Wann die ersten Lockerungen umgesetzt werden, ist noch unklar.

NORDDEICH: Beim Strandbad stehen schon 200 der insgesamt 600 Strandkörbe. «Das soll auch ein Zeichen der Hoffnung sein - die Braut macht sich hübsch, nur der Bräutigam fehlt noch», sagte der Geschäftsführer Tourismus und Bäder in Norden, Armin Korok. Er spekuliere darauf, die Körbe schon bald an Einwohner oder auch Zweitwohnungsbesitzer für die gesamte Saison vermieten zu können. Körbe zur tageweisen Vermietung sollen erst später folgen.

Auswärtige Besucher dürfen den Strand im Landkreis Aurich betreten - anders als die ostfriesischen Inseln. Der Aufenthalt von Wohnmobilen und -wagen ist untersagt und der Großparkplatz beim Bad komplett gesperrt. Polizei und Ordnungsamt behalten laut Korok genau im Auge, ob nicht zu viele Menschen an den Strand strömen.

BUTJADINGEN: Ein Betretungsverbot für Auswärtige galt nur über Ostern, nun dürfen auch wieder Tagesausflügler beispielsweise aus Bremen und Bremerhaven kommen. Auch wenn die Strandkorbvermietung noch nicht erlaubt ist, bereitet sich der Tourismus-Service Butjadingen laut Geschäftsführer Robert Kowitz in Absprache mit dem Gesundheitsamt darauf vor. «Wir werden die Strände in diesem Jahr parzellieren.» Auf 25 Quadratmetern könnten sich dann nur eine Familie oder maximal zwei Personen aufhalten. Kowitz sagte, dass Strandurlaub in diesem Jahr denkbar ist: «Wir machen dafür vieles möglich, auch wenn es aufwendig ist.»

SCHILLIG/HOOKSIEL: Die Strände können grundsätzlich betreten werden. Um den Zugang für Tagesbesucher zu begrenzen, wird die Gemeinde Wangerland öffentliche Parkplätze und Zufahrtsstraßen am verlängerten Wochenende sperren. Parkverstöße würden geahndet, sagte eine Sprecherin des Kreises Friesland. Über das weitere Vorgehen werde lageabhängig, unter Berücksichtigung der jeweils geltenden Rechtslage, entschieden.

VAREL-DANGAST: Auch am Nordseebad Dangast im Landkreis Friesland werden die öffentlichen Parkplätze ab Donnerstagnachmittag bis Montagvormittag gesperrt. Mit der Reduzierung der Parkmöglichkeiten möchte die Verwaltung der Stadt Varel Menschen aus der Region am Wochenende vom Besuch abhalten und die Einhaltung der seit dem 22. März geltenden Kontaktsperre forcieren.

BREMERHAVEN: Bremerhaven setzt zwar darauf, dass die Menschen zu Hause bleiben, aber Schiffe gucken ist erlaubt. Die Parkplätze und der Weserdeich sind nicht gesperrt. Die Polizei fährt verstärkt Kontrollrunden, um die Abstandsregeln zu überwachen. Einen konkreten Termin, wann der Zoo am Meer wieder aufmacht, gibt es noch nicht. (dpa)

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