Insolvenzen in der Tourismusbranche

| Tourismus Tourismus

Der Tourismus boomt, die Reiselaune rund um den Globus ist ungebrochen. Doch bei den Reiseanbietern gab es auch schon so manche Insolvenz.

JT Touristik: Der Berliner Reiseveranstalter mit damals rund 60 Mitarbeitern ist Ende September 2016 zahlungsunfähig. Der Discounter Lidl übernimmt JT Touristik Anfang 2018, die Marke bleibt erhalten. Das Unternehmen war 2009 von der gebürtigen Iranerin Jasmin Taylor gegründet worden.

Unister: Wenige Tage nach dem Unfalltod ihres Chefs Thomas Wagner beantragt die Leipziger Internetfirma im Juli 2016 Insolvenz. Bald darauf ist auch die Unister Travel Betriebsgesellschaft pleite. Unter dem Dach der Tochtergesellschaft mit knapp 500 Mitarbeitern sind die Reisegeschäfte des Internetkonzerns gebündelt, darunter auch die Portale ab-in-den-urlaub.de und fluege.de. Das tschechische Reiseunternehmen Invia kauft die Portale im Frühjahr 2017.

Vural Öger: Binnen weniger Tage muss der türkische Reiseveranstalter zum Jahreswechsel 2015/2016 für zwei seiner Unternehmen Insolvenz anmelden: für die auf Türkeireisen spezialisierte Firma V.Ö. Travel und Öger Turk Tur, einen der größten Anbieter von Türkei-Flügen in Deutschland. Grund sei vor allem der rückläufige Türkei-Tourismus, sagt Öger. 2010 hatte er sein Unternehmen Öger Tours für rund 30 Millionen Euro an den Reiseveranstalter Thomas Cook verkauft.

GTI-Travel: Tausende Urlauber werden im Juni 2013 von der Pleite der Düsseldorfer Reiseveranstalter GTI-Travel und Buchmal Reisen überrascht. Ursache sollen finanzielle Probleme der türkischen Kayi Group gewesen sein, zu der beide gehörten. Auch die dazugehörige Fluggesellschaft Sky Airlines stellt den Betrieb ein.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wer an Nord- oder Ostsee einen Strandkorb mieten will, muss je nach Ort und Saison unterschiedlich tief in die Tasche greifen. Wo sich Preise kaum ändern – und wo es teurer wird.

Der Deutsche Tourismusverband sucht ab sofort Projekte für den Deutschen Tourismuspreis 2026. Bewerbungen können bis Anfang Juni eingereicht werden, bevor die Preisverleihung im November in Leipzig erfolgt.

Weniger Übernachtungen, weniger Gäste: Der Berliner Tourismus blieb auch 2025 hinter früheren Werten zurück. Auch Stadtführer merken das. Welche Touren dennoch besonders gefragt sind.

Der US-Fahrdienstvermittler Uber hat die Übernahme des Berliner Unternehmens Blacklane angekündigt. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und soll voraussichtlich bis Ende 2026 abgeschlossen werden.

Eine Studie von BCD Travel zeigt, dass Transportunfälle und Krankheiten die größten Sorgen auf Geschäftsreisen sind. Trotz des Vertrauens in gebuchte Hotels wissen viele Mitarbeiter nicht, wie sie im Notfall Hilfe erhalten.

Eine aktuelle Analyse vergleicht europäische Städte für die Osterfeiertage 2026 hinsichtlich der Kosten für Ferienhäuser und des zu erwartenden Wetters. Ziele in Spanien und Italien überzeugen durch ein vorteilhaftes Preis-Wetter-Verhältnis.

Obwohl sie pünktlich zwei Stunden vor Abflugzeit am Flughafen waren, verpassten zwei Reisende ihren Flug - weil die Schlangen am Check-in zu lang waren. Nicht ihre Schuld, sagt ein Gericht.

Die Zahl der Camping-Übernachtungen in Deutschland ist 2025 laut Destatis auf 44,7 Millionen gestiegen. Besonders gefragt bleiben Ostsee und Schwarzwald, während auch die Preise deutlich zugelegt haben.

Lonely Planet hat eine neue App und buchbare Reiseangebote vorgestellt. Das Unternehmen baut damit laut eigenen Angaben seine Ausrichtung auf eine digitale Reiseplattform weiter aus.

Seit Beginn des Iran-Kriegs zieht es mehr Urlauber nach Westeuropa. Eurowings stockt das Angebot kräftig auf – ein Klassiker ist besonders gefragt. Aus Spanien kommen aber schlechte News.