ITB Berlin analysiert globale Reisesicherheit für LGBTQ-Urlauber

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Die ITB Berlin hat gemeinsam mit A3M Global Monitoring und Diversity Tourism die Untersuchung LGBTQ+-Reisesicherheit 2026 vorgelegt. Die von Dezember 2025 bis Mai 2026 durchgeführte Erhebung liefert auf Basis der Angaben von 69 Reiseexperten und Reisenden Vergleiche zu 28 Ländern aus verschiedenen Weltregionen. Damit liegen Daten für insgesamt 46 Länder und Territorien aus zwei Erhebungsjahren vor. Die Erhebung wird durch die aktualisierte LGBTQ+ Risk Map 2026 von A3M Global Monitoring ergänzt.

Gesellschaftliche Akzeptanz bewertet

Bei der Bewertung der gesellschaftlichen Akzeptanz verzeichnen Kanada, die Niederlande, Spanien und Österreich hohe Werte. Kanada und die Niederlande erreichen dabei die besten Ergebnisse im Hinblick auf den respektvollen Umgang mit LGBTQ-Personen und Paaren, öffentliche Zuneigungsbekundungen sowie den Umgang mit Behörden.

In den USA verändert sich die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Akzeptanz hingegen deutlich: Der Anteil der Befragten, die eine respektvolle Behandlung in der Gesellschaft bestätigen, geht von 35 Prozent im Jahr 2025 auf 17 Prozent im Jahr 2026 zurück. Auch die positive Bewertung des Verhaltens der Polizei sinkt von 39 Prozent auf 17 Prozent. Dagegen steigt die Wahrnehmung verhandener LGBTQ-Safe-Spaces in den USA von 61 Prozent auf 83 Prozent.
 

Steigende Risikowahrnehmung und digitale Gefahren in Deutschland

Für Deutschland zeigt die Befragung ein differenziertes Bild mit Unterschieden zwischen urbanen und ländlichen Räumen. Der Anteil der Befragten, die in Deutschland Regionen mit erhöhtem Risiko für LGBTQ-Personen wahrnehmen, steigt von 65 Prozent im Jahr 2025 auf 71 Prozent im Jahr 2026. Neben gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verweisen die Experten in ergänzenden Interviews auf digitale Risiken wie die gezielte Ausnutzung von Dating-Apps oder sozialen Netzwerken zur Täuschung oder für Übergriffe.

Die von A3M Global Monitoring veröffentlichte Risikoanalyse weist positive Entwicklungen beim Schutz von LGBTQ-Personen unter anderem in Kanada, den Niederlanden, Österreich, China und Kolumbien aus. Verschärfungsmaßnahmen oder neue gesetzliche Einschränkungen betreffen hingegen Staaten wie Niger, Senegal, Burkina Faso, Kasachstan und Belarus.

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