Mallorca statt Nahost - Hohe Nachfrage nach Spanienflügen

| Tourismus Tourismus

Deutschlands größte Direktfluggesellschaft Eurowings hat zu Ostern eine verstärkte Nachfrage nach Westeuropa-Flügen registriert. Man beobachte seit Beginn des Iran-Kriegs eine dynamische Verlagerung der Verkehrsströme, teilt die Lufthansa-Tochter mit. Daher habe man bis Ende Mai rund 170 zusätzliche Flüge aufgesetzt, um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden. Es würden rund 36.000 Plätze zusätzlich angeboten. 

Allein am bevorstehenden ersten Ferienwochenende fliegt Eurowings rund 200.000 Passagiere in die Ferien. Besonders gefragt sei nach verhaltenem Buchungsstart die Balearen-Insel Mallorca, die allein rund 100 Mal zusätzlich von deutschen Flughäfen angesteuert wird. Weitere zusätzliche Verbindungen gehen auf die Kanaren sowie nach Málaga, Neapel, Faro und Nizza.

Streiks könnten Osterreiseverkehr in Spanien stören

Spanien-Besucher müssen sich unterdessen ausgerechnet zur Osterreisezeit wegen eines Streiks des Bodenpersonals auf Schlangen und Verzögerungen am Flughafen einstellen. Die Beschäftigten des Abfertigers Groundforce wollen bereits ab Freitag unbefristet in den Ausstand treten. Sie wollen montags, mittwochs und freitags in mehreren Zeitfenstern die Arbeit ruhen lassen. Bei einem weiteren größeren Unternehmen (Menzies) soll an diesem Wochenende sowie zwischen den 2. bis dem 6. April ganztägig gestreikt werden.

Betroffen sind insbesondere Gepäckabfertigung, Boarding und Flugzeugabfertigung an zahlreichen spanischen Flughäfen, darunter in Palma de Mallorca, auf den Kanaren sowie auch in Madrid, Barcelona und Málaga. Der Hintergrund sind Forderungen der Gewerkschaften nach höheren Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen.

Trotz der Arbeitskämpfe ist in Spanien nicht bzw. nur mit wenigen Ausfällen zu rechnen. Wegen der von der spanischen Gesetzgebung vorgeschriebenen Aufrechterhaltung von sogenannten «Mindestdiensten» darf meistens nur ein kleiner Teil der Arbeiter in den Ausstand treten. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Anstatt auf Reiseverzicht zu setzen, bevorzugen Reisende zunehmend nachhaltigere Alternativen innerhalb ihrer Reiseplanung. Die Zahlungsbereitschaft für nachhaltige Angebote wächst, Nachhaltigkeitssiegel gewinnen an Bedeutung.

Airbnb und die Tripadvisor Group kooperieren bei Touren, Aktivitäten und Attraktionen. Noch 2026 soll eine Auswahl aus dem Bestand von mehr als 425.000 Erlebnissen der Tripadvisor Group über Airbnb buchbar werden.

Wer verreist, lässt mehr zurück als den Arbeitsalltag. Das zeigt eine repräsentative Befragung von HolidayCheck. 86 Prozent der Befragten fassen während einer Reise konkrete Vorsätze für die Zeit danach. Besonders häufig geht es dabei um Erholung und Selbstfürsorge.

Der deutsche Incoming-Tourismus kann in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 trotz schwieriger Marktbedingungen Zugewinne erzielen. In der zweiten Jahreshälfte ist nach Einschätzung der Deutschen Zentrale für Tourismus weiteres Wachstum möglich.

Stark riechendes Essen, Videos ohne Kopfhörer und Selfie-Aktionen am Fenster: Für viele Flugreisende bedeuten nicht erst mögliche Flugverspätungen Stress, sondern auch das Verhalten der Mitreisenden an Bord, so eine neue Umfrage im Auftrag von Booking.com.

Die Beherbergungsbetriebe in Deutschland haben im Juni 2,9 Prozent weniger Übernachtungen verbucht als ein Jahr zuvor. Im gesamten ersten Halbjahr 2026 wurde mit 223,8 Millionen Übernachtungen dennoch ein neuer Höchststand für diesen Zeitraum erreicht.

Die Bahn registrierte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 989 Übergriffe auf Mitarbeiter und reagiert mit der Einführung von Tonaufzeichnungen bei Bodycams sowie verstärkten Schutzmaßnahmen.

Die Heinz Sielmann Stiftung und der Deutsche Wanderverband haben die Wahl zum Naturwunder des Jahres 2026 gestartet. Bis Ende September stehen neun Naturschauplätze aus sieben Bundesländern zur Online-Abstimmung.

In allen Bundesländern sind Sommerferien, und in Mecklenburg-Vorpommern sind Tausende Urlauber unterwegs. Die landeseigene MV Tourismus GmbH zieht eine positive Zwischenbilanz der bisherigen Hauptsaison - mit ein paar Wolken am Ferienhimmel.

Fast zehn Jahre lang war der Besuch der Aussichtsplattform der Elbphilharmonie, der sogenannten Plaza, kostenlos. Von Oktober an kostet er Geld. Welche Auswirkungen das haben wird.