mrp hotels analysiert Fakten und Trends zum Tourismus im Sommer 2021

| Tourismus Tourismus

Die Corona-Zahlen gehen zurück, die Impfquoten steigen. In vielen europäischen Ländern werden Einschränkungen langsam zurückgenommen und weitreichende Öffnungsschritte umgesetzt, was Reisen nach und innerhalb Europas wieder möglich macht.

„Ein guter Indikator dafür, dass der Tourismus wieder an Fahrt aufnimmt, sind die Flugbewegungen. Der Frankfurter Flughafen verzeichnete im Mai 2021 laut Betreiber Fraport einen Anstieg von über 300 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat – der sich allerdings zugegebenermaßen auf sehr niedrigem Niveau bewegte. Davon unabhängig können wir von einem beginnenden Aufwärtstrend sprechen”, so Martin Schaffer, Geschäftsführer und Partner von mrp hotels.

Die Reiselust in Deutschland ist nach Monaten des harten Lockdowns wieder groß – laut einer Umfrage des MDR haben bereits rund die Hälfte der Befragten Pläne für den Sommerurlaub 2021.

Schaffer weiter: „Wir gehen davon aus, dass der August der stärkste Reisemonat sein wird – vor allem in der Zeit, in der die Ferien in den bevölkerungsreichsten Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg sich überschneiden. Unter anderem hängt dies auch damit zusammen, dass viele erst nach der Zweitimpfung dann mit dem digitalen Impfausweis reisen können.”

Die europäischen Urlaubsdestinationen werben mit ausgeklügelten Sicherheitskonzepten und Hygienemaßnahmen. „Dennoch sind viele verunsichert – vorwiegend wegen der Anreise und dem entsprechenden Mehraufwand”, meint Martin Schaffer. Urlauber müssten sich darauf einstellen, dass entlang der gesamten Reisekette die Sicherheitsanforderungen gestiegen sind und durchaus auch von Land zu Land, aber auch beispielsweise bei Fluglinien, unterschiedlich interpretiert werden.

Wohin geht die Reise?

Beim Reiseziel plädiert die Mehrheit der deutschen Urlauber für deutsche Destinationen. „Nicht ganz überraschend liegen Nord- und Ostseeküste in der Urlaubergunst weit vorn“, so Martin Schaffer. Nur rund ein Drittel zieht demgegenüber ein Ziel im europäischen Ausland vor. Näherliegende Reiseziele, die mit dem Auto oder Flugzeug als bevorzugte Verkehrsmittel erreichbar sind, liegen also im Trend, wobei Badeurlaube und Urlaube auf dem Land am beliebtesten sind. Fernreisen kommen auch laut MDR-Umfrage aktuell nur für sehr wenige in Frage.

Für das besonders wichtige Sicherheitsgefühl bieten vor allem Reiseveranstalter Hilfestellungen, wie zum Beispiel die Vorbereitung und Bereitstellung aller wichtigen Dokumente und Informationen zur Reise – eine neue, zusätzliche Dienstleistung großer Anbieter, die sich in einem Plus bei den Buchungen niederschlagen soll.

„Vom subjektiven Sicherheitsgefühl profitieren also vor allem Reiseziele im Inland. Die Buchungsraten nähern sich beispielsweise an der Ostsee für Juli und August der 80 Prozent-Marke. Ab September sieht es hier deutlich entspannter aus. Der deutsche Tourismusverband DTV wirbt daher vor allem mit Urlaubsregionen im Binnenland: an den Seen und Mittelgebirgen, wo die Verfügbarkeit und damit auch die Auswahl deutlich größer ist.“

Martin Schaffer abschließend: „Zusammenfassend spüren wir den Wunsch nach Normalität, die Rückkehr zum Sommer, wie er einmal war. Um als Tourismusbranche diesem Wunsch nachzukommen, sind Verbände, Interessensvertretungen und die Politik gefragt, um die Sicherheit an den Destinationen als positiv zu vermarkten. Gemeinsam an einem Strang ziehen sollte als Grundprämisse gelten.”


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ab sofort kostet der reguläre Eintritt in den Kölner Dom zwölf Euro. Mit dem neu eingeführten Eintrittspreis sollen die gestiegenen Kosten etwa für den Schutz des Denkmals gedeckt werden.

Mozarts Geburtsstadt ist ein touristisches Juwel. Entsprechend viele Reisende steuern die 160.000-Einwohner-Stadt speziell für einen Tagesausflug an. Oft gibt es Stau - das soll jetzt anders werden.

Kurz vor Beginn der Sommerferien in Schleswig-Holstein zeichnet sich im Tourismus ein uneinheitliches Bild ab. Während zahlreiche Küstenorte und Inseln bereits hohe Auslastungen melden, liegt die Buchungslage landesweit vielerorts noch unter dem Niveau des Vorjahres.

Eine aktuelle Studie von HolidayCheck analysiert das unterschiedliche Nachhaltigkeitsverhalten von Deutschen im Alltag und während der Urlaubszeit. Dabei zeigt sich eine deutliche Lücke zwischen Anspruch und tatsächlichem Handeln.

Das Fürstentum Monaco ist der 18. europäische Themenbereich im größten Freizeitpark Deutschlands. Zur offiziellen Eröffnung hat sich Prominenz angekündigt. Das hat auch Folgen für Besucher.

Mit der Freigabe neuer Kanäle werden im Lausitzer Seenland fünf ehemalige Tagebauseen zu einem zusammenhängenden Wasserrevier verbunden. Der neue Fünf-Seen-Verbund erweitert die Möglichkeiten für Urlauber, Wassersportler und den Wassertourismus der Region.

Die deutschen Reiseveranstalter müssen bei Pauschalreisen künftig weniger Vorsorge gegen Insolvenzen treffen. Der Deutsche Reisesicherungsfonds (DRSF) hat erneut die Entgelte gesenkt, die für jede Reise gezahlt werden müssen.

Reservieren, absagen - doppelt buchen, nicht erscheinen: Das sommerliche Hüttenchaos am Berg macht nicht nur den Wirten zu schaffen. Warum faire Planung auch für die anderen Wanderer unerlässlich ist.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass deutsches Fernsehen für Urlauber zunehmend an Bedeutung gewinnt. Insbesondere junge Reisende nutzen verstärkt digitale Streaming-Angebote während der Ferien.

Nach einer Flaute wegen des Iran-Kriegs zieht die Nachfrage nach Urlaub in der Türkei und Ägypten bei Tui wieder spürbar an. Besonders Antalya steht bei Sommerreisen hoch im Kurs.