Nachfrage nach Urlaubsreisen zieht wieder an

| Tourismus Tourismus

Nach Lockerung der Reisebeschränkungen und wachsender Hoffnung auf Sommerurlaub in Europa berichten erste Veranstalter von wieder steigender Nachfrage. «Seitdem die deutschen Ferienregionen wieder verfügbar sind, sehen wir eine große Nachfrage an den Küsten und Bergen», sagte ein Tui-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern seien einige Termine um die Maifeiertage sowie die Hochsommerwochen bereits ausgebucht. Kräftige Zuwächse habe es auch für Süddeutschland gegeben, teilweise von über 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Zugleich verzeichnet der Branchenprimus nach eigenen Angaben ein deutliches Buchungsplus bei Reisen auf die Balearen, Griechenland und Portugal. «Gerade bei Mallorca zeichnet sich somit ein Nachholeffekt ab – dort sind erst 40 Prozent der Kapazitäten durch die Frühbucher ausgelastet», sagte der Sprecher. Viele Buchungen kämen jetzt auch für September und damit für eine verlängerte Hochsommersaison.

Schauinsland-Reisen berichtete von anziehender Nachfrage für die Wintersaison 2020/21 ab Anfang November. Die Anzahl der tagesaktuellen Neubuchungen für die Sommersaison sei derzeit dagegen noch verhalten. Das Unternehmen ist jedoch zuversichtlich, «dass die europäischen Grenzöffnungen kurzfristig – also auch für die Sommerferien - die Nachfrage ankurbeln werden».

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) und Amtskollegen aus zehn der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen wollen auf eine Öffnung der Grenzen für Touristen bis zum Sommerbeginn hinarbeiten. Maas will die noch bis zum 14. Juni weltweit geltende Reisewarnung für deutsche Touristen zunächst nur für die Europäische Union aufheben und durch individuelle Reisehinweise für die einzelnen Länder ersetzen.

Die Tourismuswirtschaft zählt zu den am härtesten von den coronabedingten Beschränkungen getroffenen Branchen. Verbände fordern einen Rettungsfonds mit nicht zurückzahlbaren Zuschüssen. Er soll auf die besonderen Bedürfnisse Branche zugeschnitten sein: 97 Prozent der Unternehmen haben demnach weniger als 20 Beschäftigte.

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Fast jede fünfte Winterreise wird laut Dertour Reisebarometer allein angetreten. Besonders die Generation 50 plus und Langzeiturlauber prägen das Segment. Zu den meistgebuchten Zielen gehörten Spanien, Ägypten und die Türkei.

Griechenland will den Massentourismus auf vielen Inseln und in beliebten Ferienorten stärker begrenzen und gleichzeitig Natur und Landschaft besser schützen. Die Regierung stellte dazu bei einer Pressekonferenz in Athen neue Regeln für den Tourismus und den Hotelbau vor.

Eine aktuelle YouGov-Studie zeigt eine deutliche Zurückhaltung deutscher Reisender beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Zwar können sich viele Befragte den Einsatz von KI-Anwendungen im Reisebereich grundsätzlich vorstellen, die tatsächliche Nutzung bleibt laut den erhobenen Daten jedoch meist im einstelligen Prozentbereich.

Zugfahrten ins Ausland werden bei Reisenden beliebter. Die Bahn will davon profitieren und stärkt gerade im Sommer ihr Programm. Bei manchen Verbindungen in Metropolen gibt es aber noch hohe Hürden.

Die Tripadvisor Group hat im ersten Quartal 2026 einen Umsatzrückgang von 4 Prozent gemeldet. Wachstum verzeichnete das Unternehmen nach eigenen Angaben vor allem im Bereich Experiences sowie bei der Restaurantplattform TheFork.

Deutschland bleibt laut aktuellen Marktdaten das weltweit wichtigste Ziel für internationale Geschäftsreisen. Während klassische Geschäftsreisen zurückgehen, bleiben Veranstaltungen und Bleisure-Reisen auf stabilem Niveau.

Eine aktuelle Erhebung des Portals Holidu prognostiziert für die Saison 2026 eine hohe Auslastung bei Ferienhäusern an den deutschen Küsten bei weitgehend stabilen Mietpreisen. Insbesondere an der Nordsee planen Urlauber ihren Aufenthalt langfristig.

Nach mehreren Hantavirus-Fällen und drei Todesopfern darf das Kreuzfahrtschiff «Hondius» einen Hafen auf den Kanaren anlaufen. Was Spanien und internationale Behörden nun planen.

Es ist nicht immer leicht, sich im Urlaub die Sonnenliegen am Hotelpool zu sichern, oft sind sie mit Handtüchern reserviert. Das will sich ein Reisender nicht gefallen lassen - er fordert Geld zurück.

Eine aktuelle Studie belegt, dass die geopolitische Lage im Nahen Osten die Reiseplanung von 70 Prozent der Deutschen beeinflusst. Trotz aufgehobener Reisewarnungen für Golfstaaten wie Katar und die VAE bleiben Urlauber vorsichtig.