NRW: Nachfrage nach Reisepässen zieht wieder an 

| Tourismus Tourismus

Niedrige Inzidenzen, Lockerungen und Fernweh: In den Wochen vor den Sommerferien haben viele Menschen in Nordrhein-Westfalen neue Reisepässe beantragt. Die Zahl der Anträge liegt nach einem deutlichen Rückgang im vergangenen Jahr nun wieder fast auf demselben Niveau wie vor Corona, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

«Erfahrungsgemäß steigt in der Zeit vor den Sommerferien auch immer die Nachfrage nach Reisedokumenten – so auch in diesem Jahr», teilte die Stadt Essen mit. Aufgrund der fallenden Inzidenzen und den damit verbundenen Lockerungen sei dies nicht verwunderlich. «Lediglich das Jahr 2020 fiel aus dem Rahmen, da in der Anfangszeit von Corona fühlbar weniger Reisedokumente nachgefragt wurden.»

Auch in Münster zeigen die Zahlen dieselbe Tendenz: 2019 wurden hier im ersten Halbjahr 3680 Reisepässe ausgestellt. Im vergangenen Jahr sank die Zahl im selben Zeitraum auf etwas mehr als 1680. Im ersten Halbjahr 2021 hat die Stadt wieder mehr als 3050 Anträge verzeichnet. In Dortmund lagen die Antragszahlen für Reisepässe nach Angaben der Stadt im Mai und Juni, verglichen mit demselben Zeitraum 2019, wieder nahezu auf Vor-Corona-Niveau.

Wer sich in Köln nicht rechtzeitig um einen Termin im Bürgeramt gekümmert hat, für den könnte es sehr knapp werden. Die Nachfrage nach Reisepässen ist in den vergangenen Wochen derart gestiegen, dass die Kundencenter kaum hinterherkommen. Die Vorlaufzeit für einen Termin beträgt nach Angaben der Stadt derzeit bis zu 60 Tage.

Mit etwas Glück gehe es aber auch deutlich schneller: «Neben den bereits im Vorfeld eingestellten Terminen werden täglich in jedem der neun Kundenzentren tagesaktuelle zusätzliche Termine freigegeben», teilte ein Sprecher in Köln mit. Auch Termine, die von Bürgern abgesagt würden, seien sofort wieder telefonisch und online verfügbar.

In Münster müssen die Menschen teilweise bis zu vier Wochen auf ihren Termin warten. In Essen dagegen geht es laut Stadt mit rund einer Woche Wartezeit relativ schnell. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die GBTA erwartet für 2026 Geschäftsreiseausgaben von 404 Milliarden Euro in Europa. Während die Ausgaben um sieben Prozent steigen sollen, wächst die Zahl der Reisen laut Prognose lediglich um 0,7 Prozent. Deutschland bleibt der größte europäische Geschäftsreisemarkt.

Das Ferienhaus-Portal Holidu hat das Suchinteresse bei Google für deutsche Kleinstädte mit weniger als 20.000 Einwohnern ausgewertet. Dabei führen Füssen und Winterberg das aktuelle Ranking an.

Hunderttausende Touristen zieht es Jahr für Jahr an die gleichen Orte. Die Europäische Kommission will die Länder dabei unterstützen, Folgen auszugleichen - und Europas Tourismus stärken.

Booking.com hat seine Reiseprognosen für 2027 veröffentlicht. Eine Befragung in Deutschland zeigt veränderte Urlaubswünsche – von stimmungsbasierter Reiseplanung über unterschiedliche Budgetvorstellungen bis zum Einsatz künstlicher Intelligenz.

Der Fahrradtourismus hat 2025 in Deutschland einen Bruttoumsatz von 18,1 Milliarden Euro ausgelöst. Eine neue Untersuchung des Deutschen Tourismusverbandes zeigt zudem, wo weiteres Nachfragepotenzial besteht.

Regen statt Schnee und hohe Betriebskosten: Am Kolben in Oberammergau wird nach 15 Jahren der klassische Wintersportbetrieb eingestellt. Was die Betreiber zu dem Schritt sagen.

Nach dem Spatenstich für die Munich Arena in Freising prognostiziert eine Deloitte-Studie eine jährliche Bruttowertschöpfung von rund 355 Millionen Euro für die Region. Von zusätzlicher Nachfrage sollen auch Hotellerie und Gastronomie profitieren. Zum Projekt gehört ein Tempo by Hilton mit 199 Zimmern.

Center Parcs Deutschland steigerte im Geschäftsjahr 2025/26 die Auslastung seiner sechs Ferienparks auf 80,8 Prozent. Besonders die Nachfrage nach Aufenthalten außerhalb der Schulferien nahm zu.

Vor Flügen in die Vereinigten Staaten muss ab Mitte nächster Woche eine zusätzliche Erklärung abgegeben werden. Der Hintergrund ist der Ebola-Ausbruch im Kongo. Was US-Reisende wissen müssen.

Baden-Baden führt das Ranking der meistgesuchten deutschen Kurorte mit rund 451.000 monatlichen Suchanfragen an. Eine Auswertung von Fit Reisen zeigt außerdem regionale Unterschiede und abweichende Präferenzen in ausländischen Märkten.