Österreicher sparen beim Urlaub

| Tourismus Tourismus

Das österreichische Tarifvergleichsportal Durchblicker hat knapp 40.000 Reiseversicherungs-Vergleiche analysiert und herausgefunden, dass pro Kopf im Schnitt 1.800 Euro für eine einzelne Reise ausgegeben wird – rund 300 Euro weniger als im Vorjahr. Dazu hat sich die Reisedauer um einen Tag verkürzt. Diese Ergebnisse decken sich auch mit einer aktuellen durchblicker-Umfrage unter 1.200 Österreicherinnen und Österreichern: Knapp die Hälfte der Befragten sehen einen starken bis sehr starken Kostenanstieg bei Urlaubsreisen, 62 Prozent wollen sich daher einschränken.

Frühbuchungen steigen, Vielreisende geben mehr aus

„Nach den pandemiebedingten Reisebeschränkungen gab es bereits vergangenes Jahr ein Comeback der Frühbuchungen“, erklärt Martin Spona, CEO von durchblicker. „Der Trend hält an, im Januar weisen unsere Daten ein Frühbucher-Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf. Wir gehen davon aus, dass der Frühbucherbonus aufgrund der Teuerung für viele Österreicher wieder attraktiver geworden ist. Allerdings sparen sie bei den Reiseversicherungen – hier sank das Interesse heuer um 11 Prozent.“

Aber nicht alle Reisenden schränken sich ein: Wer sich mehrere Reisen pro Jahr leisten kann und deshalb eine Jahresversicherung abschließt, gibt in diesem Jahr durchschnittlich 500 Euro mehr aus und verreist 29 statt 25 Tage. Jahresversicherungen sind bei durchblicker zu 28 Prozent gefragt, somit liegt dieser Anteil etwas unter jenem von 2023. 

Urlaubsbudget bei Familien und Pärchen gleich hoch

Analysiert man die Reisen, bei denen sich die Buchenden für Reiseversicherungen interessieren, so geben Familien für Reisen in diesem Jahr rund 4.000 Euro pro Reise und damit 5 Prozent mehr als im Vorjahr aus. Pärchen haben mit 3.900 Euro ein ähnlich hohes Urlaubsbudget. Alleinreisende geben im Schnitt 1.800 pro Reise aus, das sind um über 400 Euro weniger als im Vorjahr.

USA, Österreich und Griechenland zählen laut durchblicker-Reiseversicherungsvergleich insgesamt zu den Top-Destinationen. Bei Paaren liegt Griechenland gefolgt von Österreich und Italien vorne, bei Einzelreisenden wird das Ranking von den USA, Thailand und Spanien angeführt. Familien reisen heuer vermehrt in die Türkei, die 2023 noch Platz fünf belegte, auf den Plätzen zwei und drei folgen Österreich und Griechenland.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine aktuelle Airbnb-Analyse zeigt, welche naturnahen Ziele in Deutschland im Sommer 2026 bei Reisenden besonders an Beliebtheit gewonnen haben. Dabei dominieren Regionen am Bodensee sowie Standorte an Nord- und Ostsee.

Rund sechs Millionen Menschen besuchen jährlich die wohl berühmteste deutsche Kirche, den Kölner Dom. Bislang war das kostenlos. Für Besucher ändert sich das jetzt - doch es gibt Ausnahmen.

Eine aktuelle Studie von Booking.com verdeutlicht Diskrepanzen zwischen dem Wunsch nach nachhaltigem Reisen und dem tatsächlichen Handeln der verschiedenen Generationen.

Der Tourismus in Rheinland-Pfalz ist mit steigenden Gäste- und Übernachtungszahlen in das Jahr 2026 gestartet. Besonders die Regionen Rheinhessen, Mosel-Saar und Ahr legten im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr zu.

Der Deutsche Reiseverband hat die Bewerbungsphase für den Umweltpreis Ecotrophea 2026 eröffnet. Im Mittelpunkt der diesjährigen Auszeichnung steht die Zusammenarbeit zwischen Tourismusunternehmen und lokalen Gemeinden.

Eine neue Umfrage belegt, dass 34 Prozent der Deutschen ihren Sommerurlaub aufgrund begrenzter Budgets einschränken oder ganz darauf verzichten müssen. Dabei spielt die laufende Kostenkontrolle für die Mehrheit der Reisenden eine entscheidende Rolle.

Fertitta Entertainment hat eine Vereinbarung zur Übernahme von Caesars Entertainment geschlossen. Der Kaufpreis beläuft sich laut Unternehmensangaben auf 17,6 Milliarden US-Dollar einschließlich übernommener Schulden.

Tourismusunternehmen rund um den Bodensee ziehen überwiegend eine positive Zwischenbilanz zum Saisonstart 2026. Vor allem Schifffahrt, Freizeitziele und Bergbahnen melden stabile oder steigende Besucherzahlen.

Die Engpässe bei der Kerosinversorgung durch die Straße von Hormus sollen für Passagiere in Deutschland ohne Folgen bleiben. Der Flug in den Urlaub sei garantiert, versichern verschiedene Anbieter.

Trotz Rekord-Übernachtungszahlen 2025 steckt die Tourismuswirtschaft in Niedersachsen in einem Stimmungstief: Vor allem hohe Kosten für Energie und Lebensmittel sorgen viele Betriebe – doch es gibt Ausnahmen.