Ranking der nobelsten Reiseziele: Kleine Orte landen weit vorn

| Tourismus Tourismus

München belegt in einem Ranking des Reiseveranstalters Fit Reisen den ersten Platz unter 177 untersuchten deutschen Reisezielen. Die bayerische Landeshauptstadt erreicht 946 von maximal 1.062 Punkten und liegt damit zwei Punkte vor Düsseldorf. Auf den Plätzen drei und vier folgen mit Rottach-Egern und Ofterschwang zwei bayerische Gemeinden mit jeweils weniger als 6.000 Einwohnern.

Fit Reisen bezeichnet die Auswertung als Ranking der „nobelsten Reiseziele Deutschlands“. Bewertet wurden die Orte anhand von Sterne-Restaurants, Fünf-Sterne-Hotels, Luxus-Shopping sowie Golfplätzen und -clubs im Umkreis von 30 Kilometern. Das Ranking bildet damit diese von Fit Reisen ausgewählten Kriterien ab.

München und Düsseldorf liegen an der Spitze des Rankings

München kommt nach Angaben von Fit Reisen auf 946 Punkte. In die Bewertung flossen unter anderem acht Fünf-Sterne-Hotels, sieben Luxus-Boutiquen, 159 Juweliere und 26 Golfanlagen im Umland ein. Bei der Sternegastronomie verweist die Auswertung unter anderem auf das Drei-Sterne-Restaurant Jan von Jan Hartwig sowie das ebenfalls mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnete Tohru in der Schreiberei von Tohru Nakamura.

Mit 944 Punkten folgt Düsseldorf auf Rang zwei. Fit Reisen führt für die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt neun Sterne-Restaurants, zwei Fünf-Sterne-Hotels, sechs weitere Boutiquen und 82 Juweliere auf.

Fit Reisen setzt Angebote ins Verhältnis zur Ortsfläche

Auffällig ist das Abschneiden von Rottach-Egern und Ofterschwang. Beide bayerischen Gemeinden haben weniger als 6.000 Einwohner und landen dennoch auf den Plätzen drei und vier. Rottach-Egern erreicht 930 Punkte und liegt damit 16 Punkte hinter dem erstplatzierten München.

Für das Verständnis dieser Platzierungen ist die Methodik relevant. Fit Reisen setzte sämtliche Werte ins Verhältnis zur Fläche des jeweiligen Ortes, damit Metropolen keinen automatischen Flächenvorteil gegenüber kompakten Gemeinden haben. Sterne-Restaurants und Fünf-Sterne-Hotels wurden mit jeweils maximal 354 Punkten doppelt gewichtet. Für die Kombination aus Boutiquen und Juwelieren sowie für Golfplätze konnten jeweils maximal 177 Punkte erreicht werden.

Bei den Golfanlagen zählt zudem nicht allein das jeweilige Gemeindegebiet. Berücksichtigt wurden Golfplätze und -clubs im Umkreis von 30 Kilometern. Bei Rottach-Egern flossen unter anderem drei Fünf-Sterne-Hotels, mehrere Sterne-Restaurants und 13 Golfanlagen im Umkreis in die Auswertung ein.

Für Ofterschwang nennt Fit Reisen unter anderem das Sonnenalp Resort mit rund 220 Zimmern, fünf Restaurants und einer 20.000 Quadratmeter großen Wellnesslandschaft. Hinzu kommen das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant Silberdistel und drei 18-Loch-Plätze des Golf Resorts Sonnenalp-Oberallgäu.

Dass kleinere Orte insgesamt nicht höhere Werte erreichen, zeigen die von Fit Reisen veröffentlichten Durchschnittszahlen: Städte ab 500.000 Einwohnern kommen im Mittel auf 672 Punkte, Orte mit weniger als 20.000 Einwohnern auf 460 Punkte.

Bergisch Gladbach und Deidesheim erreichen ebenfalls vordere Plätze

Auch auf den folgenden Rängen finden sich kleinere Städte. Bergisch Gladbach erreicht mit 915 Punkten Platz fünf. Fit Reisen führt dort unter anderem das Grandhotel Schloss Bensberg, das Zwei-Sterne-Restaurant Vendôme, ein weiteres Sterne-Restaurant, 13 Juweliere und 26 Golfanlagen im Umland auf.

Auf Rang sechs folgt Deidesheim mit 907 Punkten. Der Ort mit rund 3.600 Einwohnern verfügt der Auswertung zufolge über zwei Sterne-Restaurants, ein Fünf-Sterne-Hotel und sieben Golfplätze im Umkreis. Das Restaurant L.A. Jordan im Ketschauer Hof stieg 2026 als einziger Betrieb in Deutschland neu in die Drei-Sterne-Kategorie des Guide Michelin auf.

Konstanz belegt Platz sieben, gefolgt von Frankfurt am Main auf Rang acht. Lindau erreicht mit 872 Punkten Platz neun, Berchtesgaden mit 843 Punkten Rang zehn. Damit befinden sich fünf bayerische Reiseziele unter den ersten zehn: München, Rottach-Egern, Ofterschwang, Lindau und Berchtesgaden.

Saarland führt den Vergleich der deutschen Flächenländer an

Unter den 13 betrachteten Flächenländern weist das Saarland mit durchschnittlich 518 Punkten den höchsten Wert aus. Dieser Durchschnitt basiert nach Angaben von Fit Reisen allerdings auf lediglich zwei bewerteten Orten, Perl und Saarbrücken. Schleswig-Holstein folgt mit durchschnittlich 468 Punkten vor Baden-Württemberg mit 446 und Bayern mit 429 Punkten. Bayern stellt mit 38 der 177 untersuchten Reiseziele die meisten Orte in der Auswertung.

Insgesamt berücksichtigte Fit Reisen 219 Sterne-Restaurants, 79 Fünf-Sterne-Hotels, 36 Boutiquen, 2.345 Juweliere und 1.539 Golfanlagen. Boutiquen und Juweliere wurden gemeinsam gewertet. Als Quellen nennt der Veranstalter den Guide Michelin, Hotelstars.eu, die offiziellen Filialfinder der Luxusmarken, Google Maps und 1golf.eu. Stichtage der Erhebung waren der 18. und 19. August 2026.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die GBTA erwartet für 2026 Geschäftsreiseausgaben von 404 Milliarden Euro in Europa. Während die Ausgaben um sieben Prozent steigen sollen, wächst die Zahl der Reisen laut Prognose lediglich um 0,7 Prozent. Deutschland bleibt der größte europäische Geschäftsreisemarkt.

Das Ferienhaus-Portal Holidu hat das Suchinteresse bei Google für deutsche Kleinstädte mit weniger als 20.000 Einwohnern ausgewertet. Dabei führen Füssen und Winterberg das aktuelle Ranking an.

Hunderttausende Touristen zieht es Jahr für Jahr an die gleichen Orte. Die Europäische Kommission will die Länder dabei unterstützen, Folgen auszugleichen - und Europas Tourismus stärken.

Booking.com hat seine Reiseprognosen für 2027 veröffentlicht. Eine Befragung in Deutschland zeigt veränderte Urlaubswünsche – von stimmungsbasierter Reiseplanung über unterschiedliche Budgetvorstellungen bis zum Einsatz künstlicher Intelligenz.

Der Fahrradtourismus hat 2025 in Deutschland einen Bruttoumsatz von 18,1 Milliarden Euro ausgelöst. Eine neue Untersuchung des Deutschen Tourismusverbandes zeigt zudem, wo weiteres Nachfragepotenzial besteht.

Regen statt Schnee und hohe Betriebskosten: Am Kolben in Oberammergau wird nach 15 Jahren der klassische Wintersportbetrieb eingestellt. Was die Betreiber zu dem Schritt sagen.

Nach dem Spatenstich für die Munich Arena in Freising prognostiziert eine Deloitte-Studie eine jährliche Bruttowertschöpfung von rund 355 Millionen Euro für die Region. Von zusätzlicher Nachfrage sollen auch Hotellerie und Gastronomie profitieren. Zum Projekt gehört ein Tempo by Hilton mit 199 Zimmern.

Center Parcs Deutschland steigerte im Geschäftsjahr 2025/26 die Auslastung seiner sechs Ferienparks auf 80,8 Prozent. Besonders die Nachfrage nach Aufenthalten außerhalb der Schulferien nahm zu.

Vor Flügen in die Vereinigten Staaten muss ab Mitte nächster Woche eine zusätzliche Erklärung abgegeben werden. Der Hintergrund ist der Ebola-Ausbruch im Kongo. Was US-Reisende wissen müssen.

Baden-Baden führt das Ranking der meistgesuchten deutschen Kurorte mit rund 451.000 monatlichen Suchanfragen an. Eine Auswertung von Fit Reisen zeigt außerdem regionale Unterschiede und abweichende Präferenzen in ausländischen Märkten.