Reise-Rückblick 2025: Italien und Japan führen Buchungsstatistiken an

| Tourismus Tourismus

Die B2B-Buchungsplattform RateHawk hat eine Analyse der Reisetrends für das Jahr 2025 veröffentlicht, die auf den Buchungsdaten von Reiseprofis basiert. Der Rückblick identifiziert globale Schwerpunkte bei der Destinationswahl, wobei Italien als meistgebuchtes Land und Japan als am schnellsten wachsender Markt hervorstechen.

Beliebteste Ziele und wirtschaftliche Spitzenwerte

Italien sicherte sich im vergangenen Jahr die Position als meistgebuchtes Reiseziel. Insbesondere die Städte Rom, Mailand, Florenz und Venedig standen im Fokus der Reisevermittler. Innerhalb Italiens wurde zudem die kostenintensivste Einzelbuchung des Jahres registriert: Ein 14-tägiger Aufenthalt einer sechsköpfigen Familie in einem Fünf-Sterne-Hotel auf Sardinien belief sich auf über 311.000 US-Dollar.

Das stärkste Wachstum verzeichnete Japan. Unter den 30 populärsten Destinationen stiegen die Hotelbuchungen dort im Vergleich zum Vorjahr um 94 Prozent. Die Japan National Tourism Organization meldete bis Oktober 2025 insgesamt über 30 Millionen Gäste. Neben den Metropolen Tokio, Osaka und Kyoto gewannen Regionen wie Okinawa und Hokkaido zunehmend an Bedeutung.

Segmentierung nach Budget und Luxus

In der Kategorie der preiswerten Destinationen erwies sich Bolivien mit einem durchschnittlichen Übernachtungspreis von 79 US-Dollar als günstigste Wahl. Die Nachfrage konzentrierte sich hier vor allem auf La Paz, Santa Cruz und die Uyuni-Salzebenen.

Demgegenüber positionierte sich Ägypten als führendes Ziel für das Luxussegment. Rund 60 Prozent aller dort getätigten Buchungen entfielen auf Fünf-Sterne-Häuser. Gefragt waren insbesondere Sharm el-Sheik, Hurghada und Kairo, unterstützt durch den Ausbau neuer Resorts und spezialisierter Angebote wie Nilkreuzfahrten.

Aufenthaltsdauer und Plattform-Entwicklung

Bei der Aufenthaltsdauer zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen globalen Durchschnittswerten und Inseldestinationen. Während Reisende weltweit im Schnitt drei Nächte an einem Ort verblieben, verdoppelte sich dieser Wert auf den Malediven und Aruba auf durchschnittlich sechs Nächte.

Für das laufende Jahr plant der Anbieter eine Erweiterung des Portfolios. Aktuell umfasst die Plattform etwa 2,9 Millionen Unterkünfte, von denen über 220.000 direkt unter Vertrag stehen. „Im Jahr 2025 haben wir 2,9 Millionen Unterkünfte auf unserer Plattform erreicht. Mit Blick auf 2026 planen wir, unseren Bestand weiter auszubauen, mit besonderem Fokus auf direkte Angebote in Südeuropa, dem Nahen Osten, APAC und Nordamerika“, erklärte Astrid Kastberg, Managing Director von RateHawk.

Das Unternehmen bedient nach eigenen Angaben rund 110.000 Reisepartner weltweit und wurde zuletzt als bester europäischer B2B-Reiseanbieter ausgezeichnet.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Urlaubsbarometer 2026 zeigt eine ungebrochene Reiselust in Österreich, wobei Sicherheit und Kosten zu den entscheidenden Faktoren bei der Zielwahl werden. Während Italien und Kroatien als Favoriten gelten, gewinnt Künstliche Intelligenz massiv an Bedeutung.

Die Fluggesellschaft Ryanair hat nach eigenen Angaben angekündigt, ihre Berliner Basis zum 24. Oktober 2026 zu schließen. Betroffen sind sieben stationierte Flugzeuge, die an andere Standorte innerhalb Europas verlagert werden sollen. Gleichzeitig soll das Flugangebot im Winterflugplan um 50 Prozent reduziert werden, wie das Unternehmen mitteilt.

Eine Untersuchung belegt eine hohe Pünktlichkeits-Disziplin deutscher Reisender und zeigt deutliche Unterschiede beim Bedürfnis nach persönlichem Freiraum. Während Senioren die größte Gelassenheit an den Tag legen, fordert die jüngere Generation verstärkt Distanz.

Fit Reisen hat über 7,5 Millionen Google-Bewertungen analysiert, um die besten Stadtparks Europas zu ermitteln. Während Madrid den ersten Platz verteidigt, bleibt Hamburgs Planten un Blomen die bestbewertete Anlage in Deutschland.

In München entsteht mit der „Marina Monaco“ ein temporäres Freizeitareal auf einem ehemaligen Industriegelände. Die Eröffnung ist für Mai geplant, langfristig soll dort ein neues Stadtquartier entstehen.

Am Bodensee spitzt sich ein Streit zwischen deutschen und Schweizer Schifffahrtsunternehmen zu – mit spürbaren Folgen für Fahrgäste. Die Schweizerische Bodensee-Schifffahrt (SBS) fährt in dieser Saison den Konstanzer Hafen nicht an. Hintergrund ist ein Streit über Ticketgelder.

Trotz wirtschaftlicher Schwäche stiegen die Geschäftsreisen in Deutschland deutlich an. Die VDR-Analyse zeigt mehr Reisen, sinkende Kosten und veränderte Strukturen im Markt.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus analysiert fortlaufend die Folgen des Iran-Konflikts für den Tourismus nach Deutschland. Berichte zeigen Auswirkungen auf Flugverkehr, Preise und Nachfrage.

Nach Wochen im Persischen Golf haben die «Mein Schiff 4» und «Mein Schiff 5» die Region verlassen können - zwei geplatzte Reisen können nun stattfinden. Auch andere Schiffe passierten die Meerenge.

In Rottweil wird am kommenden Freitag die neue Fußgänger-Hängebrücke „Neckarline“ eröffnet. Die Brücke überspannt das Neckartal auf einer Länge von 606 Metern und gilt damit als längste Hängebrücke ihrer Art in Baden-Württemberg.