Reisende geben pro Aufenthalt 500 US-Dollar für Zusatzkäufe aus

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Expedia Group Advertising hat die Ergebnisse einer globalen Untersuchung veröffentlicht, die das Kaufverhalten von Reisenden außerhalb der eigentlichen Reisekosten analysiert. Wie das Unternehmen mitteilt, befragte das Marktforschungsinstitut The Harris Poll im Auftrag des Konzerns insgesamt 3.500 Entscheidungsträger in sieben Ländern. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Reisende ein relevantes Kundensegment für verschiedene Wirtschaftszweige darstellen, darunter der Einzelhandel, die Elektronikbranche und Finanzdienstleister.

Hohe Ausgaben im Einzelhandel und für elektronische Geräte

Laut Studie geben Reisende pro Aufenthalt im Durchschnitt 500 US-Dollar für Nicht-Reisekäufe aus. Dieser Betrag entspricht etwa einem Viertel der durchschnittlichen Kosten für die eigentliche Reise, die mit 2.000 US-Dollar beziffert werden. In den Vereinigten Staaten liegt dieser Wert mit durchschnittlich 660 US-Dollar am höchsten, gefolgt von Frankreich mit 650 US-Dollar und Australien mit 610 US-Dollar. Insgesamt gaben 62 Prozent der Befragten an, für ihren letzten größeren Privataufenthalt mindestens einen Kauf getätigt zu haben, der nicht direkt mit der Beförderung oder Unterkunft verknüpft war.

Die Untersuchung zeigt regionale Unterschiede bei der Häufigkeit dieser Zusatzausgaben auf. Reisende aus Nordamerika, insbesondere aus Mexiko mit 83 Prozent, den Vereinigten Staaten mit 64 Prozent und Kanada mit 62 Prozent, tätigten am häufigsten Käufe im Zusammenhang mit ihren Reisen. Nach Altersgruppen betrachtet zeigt sich bei jüngeren Generationen eine höhere Kaufbereitschaft: 75 Prozent der Angehörigen der Generation Z und 72 Prozent der Millenials gaben an, entsprechende Käufe getätigt zu haben.

Konsumverhalten vor und während des Aufenthalts

Nach Angaben des Unternehmens finden diese Käufe über den gesamten Reisezeitraum hinweg statt. Vor dem Reiseantritt entfielen die meisten Ausgaben auf Bekleidung, Schuhe und Zubehör mit 70 Prozent. Es folgten Schönheits- und Körperpflegeprodukte mit 63 Prozent, Reiseausrüstung mit 53 Prozent sowie elektronische Geräte mit 39 Prozent. Während des Aufenthalts stehen laut Studie Einkäufe im örtlichen Einzelhandel mit 66 Prozent sowie verpackte Lebensmittel und Getränke mit 61 Prozent im Vordergrund.

Auch nach der Rückkehr setzt sich das Kaufverhalten fort. Wie der Veranstalter mitteilt, tätigten 72 Prozent der Reisenden, die bereits vorab eingekauft hatten, auch nach der Reise weitere Käufe. Bei der Generation Z lag dieser Anteil bei 87 Prozent. Zu den Post-Reise-Käufen gehörten häufig Lebensmittel und Getränke, die während der Reise entdeckt wurden, sowie Kleidung neuer Marken oder Produkte zur Dokumentation der Erlebnisse, wie beispielsweise Fotoabzüge.

Bezahlung und Werbung

Ein weiterer Schwerpunkt der Studie lag auf den Zahlungsmodalitäten. Laut Mitteilung zahlen 48 Prozent der Reisenden ihre Aufenthalte vollständig per Debitkarte oder Bankkonto. 41 Prozent nutzen Kreditkarten und begleichen den Betrag sofort, während 27 Prozent den Kreditrahmen ihrer Karte in Anspruch nehmen. Die Nutzung von Modellen zur späteren Bezahlung, bekannt als "Jetzt kaufen, später bezahlen", liegt im Durchschnitt bei 13 Prozent, steigt jedoch bei der Generation Z auf 19 Prozent an.

Die Befragten zeigten sich zudem offen gegenüber Werbung für Nicht-Reiseprodukte auf Reiseplattformen. 60 Prozent gaben an, dass solche Anzeigen nützliche Ideen lieferten. Zudem berichteten 73 Prozent der Teilnehmer, während ihrer Reisen neue Luxus- oder Premiummarken entdeckt zu haben.


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