Rot-Grün in Hamburg setzt auf Flusskreuzfahrten

| Tourismus Tourismus

SPD und Grüne in der Bürgerschaft wollen Hamburg für Flusskreuzfahrten attraktiver machen. Dazu fordern sie den rot-grünen Senat auf, geeignete Standorte für Anleger in Innenstadtnähe zu erkunden, wie es in einem Antrag heißt, über den die Bürgerschaft am Donnerstag abstimmen soll. Ziel sei es, Hamburg als attraktiven Start-, Ziel- und Zwischenhafen für Flusskreuzfahrten weiter zu etablieren und zusätzliche Impulse für die Belebung der Innenstadt zu setzen. 

Flusskreuzfahrtgäste sollen Geld in der Stadt lassen 

Bisher spielten Flusskreuzfahrten in der Stadt nur eine untergeordnete Rolle, sagte der Tourismusexperte der SPD, Arne Platzbecker. Dabei böten sie eine große Chance, den Tourismus gezielt qualitativ weiterzuentwickeln. «Die Gäste sind kulturinteressiert, bleiben häufig länger in der Stadt und geben überdurchschnittlich viel Geld für Gastronomie, Einzelhandel und kulturelle Angebote aus», sagte er. 

Um das Potenzial nutzen zu können, brauche es moderne und innenstadtnahe Anleger. «Dabei legen wir besonderen Wert auf eine fußläufige Erreichbarkeit der City, eine gute ÖPNV-Anbindung sowie hohe ökologische Standards.»

Lärm- und Emissionsschutz soll mitgeplant werden

Da Flusskreuzfahrten auch in der Nebensaison gefragt seien, könnten Kultureinrichtungen, Gastronomie und Einzelhandel davon profitieren, «ohne dass es in der Hauptsaison zu Überlastungen in den touristischen Hotspots kommt», sagte der tourismuspolitische Sprecher der Grünen, Dominik Lorenzen. 

«Durch neue Anleger mit direkter Anbindung an die Innenstadt und den ÖPNV werden Flusskreuzfahrten zu einer echten Chance für den Hamburger Tourismus.» Zugleich sollten Anwohnerinnen und Anwohner und auch die Umwelt bestmöglich vor Belastungen geschützt werden. «Deshalb setzen wir bei der Planung neuer Infrastruktur für die Flusskreuzfahrt auf effektiven Lärm- und Emissionsschutz sowie konsequente Landstromnutzung», sagte er. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Tui spürt weiterhin die Folgen des Iran-Kriegs, viele Menschen buchen ihren Urlaub zudem später. Doch es gibt auch Lichtblicke. Was erwartet Europas größter Reisekonzern für die Wintersaison?

Wandern ist nicht nur eine beliebte Freizeitaktivität in der Natur. Es bringt auch Geld in ländliche Regionen. Touristiker ersinnen daher neue Angebote rund ums Wandern - auch in extremen Varianten.

Eine aktuelle YouGov-Studie im Auftrag von Evaneos beleuchtet das Reiseverhalten der Deutschen in den kommenden Jahren und zeigt auf, welche Aktivitäten und Kriterien die Urlaubsplanung prägen.

Fast 44 Prozent für die als gesichert rechtsextrem eingestufte AfD bei der Landtagswahl. Schreckt das Touristen ab? Diese Stimmen kommen aus dem Harz.

Eine neue Auswertung von Fit Reisen zeigt, welche deutschen Berge auf Instagram am häufigsten geteilt werden und wo Wanderer noch Ruhe finden.

Dertour hat das Reiseverhalten für den Sommer 2026 analysiert und verzeichnet einen gestiegenen Last-Minute-Anteil sowie stabile Präferenzen bei Luxus- und All-inclusive-Reisen.

Wald, Wartburg, Weimar - das verbinden viele Touristen mit Thüringen. Doch der Tourismus im Freistaat hat sich in den vergangenen zehn Jahren nur verhalten entwickelt. Wie sich das ändern soll.

Alltours verzeichnet seit fünf Jahren ein jährliches Wachstum der bis September eingegangenen Fernreisebuchungen. Als Reaktion erweitert der Veranstalter sein Programm für die Wintersaison mit neuen Hotels, Flugverbindungen und ausgebauten Rundreisen.

Eine aktuelle Auswertung zeigt die häufigsten Reisebeschwerden österreichischer Urlauber im Sommer 2026, wobei vor allem die Themen Flugreisen, Unterkünfte und Mietwagen mit Frust verbunden waren.

Wieder einmal darf sich der Europa-Park über die Auszeichnung zum «besten Freizeitpark der Welt» freuen. Dabei setzt er sich erneut gegen namhafte Konkurrenz durch.