Schnee lockt Urlauber in den Thüringer Wald

| Tourismus Tourismus

Gute Schneebedingungen vor Beginn der Winterferien sorgen für reichlich Buchungen im Thüringer Wald. Viele Gastgeber in den Wintersportzentren melden eine hohe Auslastung, wie der Thüringer Regionalverbund auf Anfrage berichtete. 

So seien in Oberhof in der Ferienwoche ab 16. Februar rund 90 Prozent der Betten belegt und nur noch weniger Plätze frei. Auch in anderen Orten wie Bad Tabarz, Ilmenau oder Friedrichroda sei die Buchungslage solide, sagte die Sprecherin des Regionalverbundes, Susann Eberlein.

Gute gebuchte Wochenenden

«Auf jeden Fall finden Kurzentschlossene unter der Woche im Thüringer Wald noch ein Dach über den Kopf.» Generell seien die Wochenenden besser gebucht, sagte Eberlein. Die Gäste blieben im Schnitt zwei bis vier Tage - in Oberhof auch mal bis zu fünf Tage. 

Derzeit herrschen in vielen Regionen noch gute Wintersportbedingungen. So profitierten Wintersportfreunde in dieser Saison von deutlich besseren Langlaufmöglichkeiten als in den beiden Vorjahren. Damals war Langlauf zeitweise kaum möglich gewesen, sagte Eberlein. 

In den Höhenlagen würden gegenwärtig mehr als 30 Zentimeter Schnee liegen. Mehr als 580 Kilometer Loipen seien momentan gespurt. Zudem sei die alpine Abfahrt aktuell etwa in Steinach, Oberhof, Masserberg und Schmiedefeld möglich. Außerdem seien mehr als 30 Rodelhänge geöffnet und 36 Winterwanderwege präpariert.

Mehr als Abfahrt und Loipen

Zugleich habe sich der Thüringer Wald in den vergangenen Jahren breiter aufgestellt. Viele Behebungsbetriebe hätten in Wellness- und Erlebnisangebote investiert, um unabhängiger vom Skitourismus zu werden, betonte Eberlein. Winterurlaub bedeute heute nicht mehr ausschließlich Skifahren, sondern auch Erholung, Winterwandern und Gesundheitsangebote.

Die Winterlandschaft im Thüringer Wald wüssten nicht nur Gäste aus dem Freistaat zu schätzen. Besucher kämen auch aus angrenzenden Ländern wie Bayern, Hessen oder Sachsen. Aber auch aus entfernteren Regionen wie Nordrhein-Westfalen oder dem Berliner Raum kämen Gäste, die für den Winterspaß eine kürzere Anfahrt als etwa nach Österreich bevorzugten. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Wirtschaftskrise und hohe Kosten ziehen die winterlichen Urlaubs- und Freizeitpläne vieler Menschen in Deutschland in Mitleidenschaft. Jeweils fünfzehn Prozent wollen in der kalten Jahreszeit entweder Urlaubspläne oder Freizeitaktivitäten einschränken. Ein knappes Viertel will die Ausgaben für die Gastronomie reduzieren.

In Rumänien entsteht mit DraculaLand für eine Milliarde Euro ein neuer Gigant der Unterhaltungsindustrie. Das private Großprojekt nahe Bukarest kombiniert einen 160 Hektar großen Themenpark mit 1.200 Hotelzimmern. Die Eröffnung ist für 2027 geplant.

Eine aktuelle Studie zeigt, dass europäische Destinationen im Jahr 2026 weltweit am beliebtesten sind. Reisende suchen demnach vermehrt nach Zielen mit starkem kulturellen Charakter, guter Erreichbarkeit und digitaler Infrastruktur.

Nach einem bisher wechselhaften Jahresverlauf steigt die Nachfrage internationaler Gäste im Oktober deutlich. Auch für die kommenden Monate erwartet die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) eine weitere Belebung des Incoming-Tourismus.

Die Expedia Group hat eine Vereinbarung zur Übernahme der Plattform Tiqets getroffen. Ziel ist es, Hotel- und Reise-Partnern über eine zentrale Schnittstelle Zugang zu einem Inventar an Attraktionen und lokalen Aktivitäten zu bieten und so das eigene B2B-Wachstum voranzutreiben.

Man tippt wenige Sätze und bekommt in Sekunden personalisierte Urlaubspläne: Künstliche Intelligenz hält auch beim Reisen immer mehr Einzug. Was heißt das für Portale und Reisebüros?

Das Verfahren zur Einreise von Staatsangehörigen aus dem Visa-Waiver-Programm (VWP) in die Vereinigten Staaten könnte sich grundlegend ändern. Die Pläne sehen unter anderem die verpflichtende Angabe der Social-Media-Historie der letzten fünf Jahre vor.

Die Tui Group vermeldet ein Rekordergebnis für das Geschäftsjahr 2025 und stellt eine neue Strategie zur Kapitalausschüttung vor, gestützt auf ein starkes Wachstum in den Segmenten der Urlaubserlebnisse und eine reduzierte Nettoverschuldung.

Das neue Urlaubsresort Caravanserei im Norden Berlins vereint einen Campingplatz mit 150 Stellplätzen und ein Hotel mit 30 Mini-Häusern. Das Konzept setzt auf Komfort, regionale Gastronomie und eine eigene Biogasanlage zur Energieversorgung.

Der Trend des sogenannten „Astrotravel“ gewinnt laut einer Umfrage an Popularität. Passend dazu hat das Reiseportal Urlaubsguru in Zusammenarbeit mit der Astrologin Denise Vanessa Riemer das „Reisehoroskop 2026“ veröffentlicht.