So verbringen die Deutschen ihren Urlaub

| Tourismus Tourismus

Trotz aktueller Auflösung der Reisewarnung für Europa: Die Deutschen (86 Prozent) sind sich einig - einen Sommerurlaub im Nachbarland oder gar in Übersee wollen sie dieses Jahr nicht verbringen. Der Grund: Jeder Zweite findet eine Reise in das europäische Ausland noch zu riskant. 27 Prozent der Deutschen möchten dieses Jahr lieber im Inland bleiben. Laut einer repräsentativen Studie der Tankstellenkette HEM wollen nur 7 Prozent der Befragten in den Flieger steigen. Zwar hatte fast jeder zweite Bundesbürger bereits konkrete Reisepläne für 2020 und einen Urlaub im Sommer fest gebucht, allerdings musste ein Drittel die Koffer wieder wegstellen und die ersehnte Reise aufgrund der Corona-Pandemie stornieren.

Doch wie gehen die deutschen Urlauber damit um? Während 23 Prozent der Deutschen ihren Sommer nun lieber zuhause genießen, lassen sich 36 Prozent der Befragten die Reiselust nicht nehmen und planen stattdessen eine Reise innerhalb Deutschlands oder gestalten ihre freie Zeit mit Tagesausflügen (27 Prozent). Das beliebteste Verkehrsmittel für die Mehrheit (90 Prozent) bleibt dabei das Auto. Und wo lockt es die Deutschen dann hin? Unter allen Befragten belegt die Ostseeküste mit 24 Prozent den ersten Platz, dicht gefolgt von der Nordseeküste (17 Prozent) und dem Bodensee (12 Prozent). Das mag daran liegen, dass sich zurzeit jeder vierte Deutsche vor allem nach Strand und Meer sehnt.

Urlaub auf Balkonien

Aufgrund der aktuellen Situation muss trotz ungewollter Reisestornierungen und -warnungen jeder dritte Deutsche momentan mehr auf seine Finanzen achten, sodass sich 11 Prozent einen Urlaub aktuell gar nicht leisten können. Auch wenn 24 Prozent der Befragten Rücklagen schaffen konnten, möchten 22 Prozent ihr Geld lieber anderweitig investieren, zum Beispiel für Anschaffungen zuhause oder im Garten. So nutzen diejenigen, die ihren Sommer daheim verleben, die Zeit vor allem mit der Familie und den Freunden (32 Prozent). Dabei möchte jeder Vierte mehr Zeit an der frischen Luft verbringen, während sich 13 Prozent der Befragten durch sportliche Bewegung fit halten wollen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Kurzfristige Gleiswechsel, andere Wagenreihung, ungewisse Anschlüsse: Wenn es Probleme gibt, wollen viele Bahnreisende wenigstens schnelle und passende Benachrichtigungen bekommen. Kommt da bald was?

Hohe Auszeichnung auf der ITB 2026: Der Tourismusausschuss des Bundestages verleiht Ingrid Hartges die Bleikristallkugel für ihr langjähriges Engagement im Gastgewerbe. Die Verleihung der sogenannten Bleikristallkugel erfolgte laut Karliczek mit großer Dankbarkeit und Geschlossenheit der Abgeordneten.

Deutschland, Österreich und Ungarn bündeln ihre Kräfte: Mit der neuen Marke „Discover your Danube“ startet eine großangelegte Tourismusoffensive, um den Donauraum als ganzjähriges Reiseziel für internationale Gäste zu etablieren.

Die Dertour Group blickt auf der ITB Berlin optimistisch auf das Reisejahr 2026. Trotz globaler Unsicherheiten steigen die Buchungszahlen für den Sommer, wobei besonders preisattraktive Ziele im östlichen Mittelmeer und Fernreisen im Fokus der Urlauber stehen.

Während Airbnb und der DTV mit einem Millionen-Fonds den ländlichen Tourismus fördern wollen, warnt Hotelunternehmer Marco Nussbaum vor strategischer Einflussnahme. Wie andere Branchenexperten kritisiert die Kooperation als Instrument zum Aufbau politischer Beziehungen durch den Plattform-Konzern.

Die neue Reiseanalyse 2026 belegt einen Rekord bei den Reiseausgaben der Deutschen, während das Inland als Zielregion Marktanteile verliert. Flugreisen und Online-Buchungen setzen ihren Wachstumskurs fort, und auch Künstliche Intelligenz kommt bereits bei jeder fünften Reiseplanung zum Einsat

Österreich präsentiert auf der ITB Berlin 2026 neue Daten zum Ganzjahrestourismus: Mit einem Anteil von 28,1 Prozent an den Übernachtungen gewinnen Frühjahr und Herbst massiv an Bedeutung.

Der Urlaubsmarkt im Nordosten erholt sich. 2025 gab es mehr Übernachtungsgäste, aber seltener aus dem Ausland. Trotz guter Besucherzahlen brauche es frische Ideen, sagt Staatssekretär Jochen Schulte.

Tui rechnet mit der Rückholung seiner im Nahen Osten festsitzenden Kunden binnen einiger Tage. Geplant sei, die Urlauber mit Partner-Airlines nach Deutschland zurückzubringen, sagte Vorstandschef Sebastian Ebel.

Nach dem Kriegsausbruch im Iran sitzen zehntausende deutsche Urlauber im Nahen Osten fest. Während die Bundesregierung Evakuierungen für vulnerable Gruppen vorbereitet und Reisekonzerne wie Tui erste Rückflüge planen, warnen Behörden vor logistischen Engpässen und betrügerischen Umbuchungs-Hotlines.