So wird das Reisejahr 2022

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Das Kurzreiseportal kurz-mal-weg.de hat für das neue Reisejahr 2022 seine Buchungsdaten analysiert. Die Ergebnisse der Auswertung geben Einblicke in das Buchungsverhalten sowie in die Nachfrageentwicklung von Urlaubern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. 

Buchungsverhalten entkoppelt sich zunehmend von pandemischer Lage

Neben der Unsicherheit bezüglich der langfristigen Buchungslage stellt sich für den Tourismus sowie die Hotellerie derzeit die Frage, ob und wann die Buchungsnachfrage in diesem Jahr steigt. Das Kurzreise-Portal kurz-mal-weg.de liefert erste Antworten. Stephan Kloss, Geschäftsführer von KMW: „In der Vergangenheit konnten wir noch eine starke Abhängigkeit zwischen Inzidenz und Buchungseingang erkennen. Aktuell entkoppeln sich die beiden Werte zunehmend voneinander und hohe Inzidenzen bringen nicht mehr zwangsläufig weniger Reservierungen mit sich. Erreichte unser Buchungseingang mit steigenden Corona-Fallzahlen im Oktober 2021 ein Halbjahres-Tief, liegt er bei uns derzeit fast wieder auf Sommer-Niveau. So können wir uns aktuell, trotz Rekord-Inzidenzen, auf ein zehnmal so hohes Buchungsvolumen wie noch im Oktober freuen.“

Trend zu langfristigen Buchungen und Auslandsreisen nimmt zu

Nichtsdestotrotz rechnet kurz-mal-weg.de damit, dass das aktuell sehr gute Buchungsvolumen nach einem weiteren, kurzfristigen Anstieg nicht dauerhaft auf diesem Niveau bleibt. Im Gegensatz zu den vergangenen zwei Jahren, in denen durch die unsichere Pandemielage Urlaubsbuchungen eher spontan durchgeführt wurden, entscheiden sich in diesem Jahr Kunden früher für ihre Reisebuchung. Aktuell weist das Kurzreiseportal einen Anteil an langfristigen Buchungen von 45 Prozent auf. Im Vergleichszeitraum des Vor-Corona-Jahres 2019 lag der Anteil der Langzeitbuchungen bei 32 Prozent. 

„Wir sehen schon jetzt ein verändertes Buchungsverhalten unserer Kunden. Diese Annahme unterstreicht auch eine aktuelle Analyse von HolidayCheck für das Magazin Focus, nach dem bereits jeder Dritte seinen Urlaub für dieses Jahr gebucht hat. Interessant ist bei der Auswertung auch die Frage nach aktuellen Trendreisezielen. Demnach landen sonnenreiche Destinationen wie die Türkei oder Ägypten für 2022 auf den vorderen Rängen. Deutschland hingegen schafft es nicht unter die Top sieben“, erklärt Stephan Kloss. Hoteliers sollten diesen Prognosen Beachtung schenken, um frühzeitig für eine Grundbelegung zu sorgen. Der kurzfristige Pickup könnte in diesem Jahr geringer ausfallen. 

Stadthotellerie profitiert in diesem Jahr deutlich früher

Während Ferienhotels in den vergangenen Jahren einen Rekord an Gästezahlen verzeichnen konnten, bangen insbesondere Hotels in Großstädten durch ausbleibende Messebesucher, Kongressteilnehmer oder Businessreisende nach wie vor um ihre Existenz. Bereits im ersten Halbjahr 2021 profitierten Stadthotels kaum vom Tourismus –  so lag der Anteil an Cityhotelbuchungen beim Kurzreiseanbieter kurz-mal-weg.de von Januar bis Mai konstant bei nur rund 20 Prozent. Wie in einer früheren Buchungsanalyse von KMW prognostiziert, konnte die Stadthotellerie im zweiten Halbjahr aufholen und im August 2021 einen Anteil von 44 Prozent am Buchungseingang des Onlineportals verzeichnen.

Stephan Kloss hierzu: „Für 2022 gehen wir von einer erfreulichen Entwicklung für den Städtetourismus aus. Bereits jetzt beträgt der Anteil an Buchungen 33 Prozent und das bei einem deutlich höheren Buchungseingangs-Niveau als noch in 2021. Sobald die für City-Trips so typischen Event- und Freizeitangebote wieder voll umfänglich möglich sind, wird das Buchungsvolumen für städtische Destinationen nochmal stark steigen.“ 

Urlaub mit verstärktem Entertainment-Bedarf

Als Arrangement-Anbieter werden bei kurz-mal-weg.de insbesondere Angebote zu den Themen „Wellness und Beauty“, „Thermenwelt“ sowie „Freizeitparks und Zoos“ stark gebucht. Im Laufe der Pandemie rückten aber zunehmend Outdoor-Themen wie Wandern, Radfahren oder eigenständige Städte-Entdeckungstouren in den Fokus. Das Kurzreiseportal glaubt, dass auch in 2022 Outdoor-Aktivitäten eine große Rolle spielen. Doch es wird sich auch ein Gegentrend abzeichnen: „Wir sehen einen großen Nachholbedarf nach Reisen, bei denen Thermenbesuche, Freizeitparks, Zooausflüge oder Events im Vordergrund stehen. Die Menschen mussten insbesondere bei diesen Themen lange Zeit Einschränkungen hinnehmen und möchten diese Aktivitäten jetzt in ihren nächsten Urlaub integrieren“, so Stephan Kloss. 


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