Strandkorbpreise Nord- und Ostsee: An diesen Stränden bleibt die Miete stabil

| Tourismus Tourismus

Die Strandkorbpreise sind in diesem Jahr vielerorts nicht oder vergleichsweise moderat gestiegen. Allerdings variieren die Preise je nach Ort und Saison zum Teil deutlich. Nach der Online-Plattform Strandbutler.de, die aktuell mit mehr als 70 Strandkorbvermietungen an Nord- und Ostsee in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zusammenarbeitet, kostet ein Strandkorb zwischen 10 und mehr als 20 Euro am Tag. 

«Das hängt wirklich sehr von Region und Strand ab», sagte der Geschäftsführer der Plattform, Bernhard Sourdeau. «Die Strände an der Ostsee sind aber im Durchschnitt teurer als die Strände an der Nordsee.» Die Preise seien gleichbleibend bis moderat steigend. 

Auf Sylt variieren die Preise je nach Strandabschnitt

Auf Sylt etwa variieren die Preise je nach Saisonzeit, Strandabschnitt und Mietdauer, wie eine Sprecherin der Sylt Marketing mitteilte. In Hörnum sowie in Westerland und Rantum müssen Gäste in diesem Jahr nicht mehr als 2025 zahlen. 17 Euro kostet ein Strandkorb etwa am Zentralstrand von Westerland oder in Rantum in der Hochsaison. Wer mehrere Tage bucht, erhält einen Rabatt. Auch Nachmittagskörbe sind mit 10 Euro günstigerer.

In Wennigstedt steigt der Preis demnach für einen Tageskorb von 12 auf 15 Euro und in Kampen an den Strandabschnitten A und N (Hundestrände) von 16 auf 17 Euro. In List müssen nun für einen Drei-Tages-Korb 31 statt 27 Euro gezahlt werden. 

So sind die Preise in St. Peter-Ording, Föhr und Büsum 

In St. Peter-Ording wurden die ersten Strandkörbe vor einigen Wochen aufgestellt. Bis Ende März durften diese kostenlos genutzt werden. Die Vermietung begann im April und kostet von Mai bis September 12 Euro pro Tag. Im April und Oktober müssen 10 Euro gezahlt werden. 

In Büsum können Urlauber für 13 Euro pro Tag einen Strandkorb nutzen, wie Bürgermeister Oliver Kumbartzky sagte. Bei einer Wochenmiete (sieben Tage und mehr) verringert sich der Tagespreis auf 11 Euro. Im Vergleich zur Saison 2025 ist dies ein Anstieg um jeweils 2 Euro. Begründet wird die Preisanpassung mit allgemeinen Kostensteigerungen.

In Wyk auf Föhr liegt die Strandkorbmiete bei 13 Euro am Tag und 73 Euro für eine Woche, wie eine Sprecherin der Föhr Tourismus sagte. Das entspreche einer Erhöhung um etwa 10 Prozent. Hier werden als Grund allgemeine Preissteigerung unter anderem in den Bereichen Lohn und Fahrzeugunterhaltung genannt. In Nieblum sind die Preise mit 10 Euro pro Tag und 46 Euro pro Woche gleich geblieben. Auch in Utersum sind die Strandkorbmieten mit 10 Euro pro Tag und 56 Euro pro Woche gleich geblieben. 

An der Lübecker Bucht kostet Korbmiete zwischen 10 und 20 Euro

Die Strandkorbpreise liegen in der Lübecker Bucht zwischen Rettin und Scharbeutz zwischen 10 und 20 Euro pro Tag, wie ein Sprecher der dortigen Tourismus-Agentur sagte. Im Mittel liegt der Strandkorb-Tagespreis demnach bei 15,10 Euro. Pro Woche kostet ein Strandkorb zwischen 60 und 95 Euro. Die Preise sind unverändert zur Sommersaison 2025.

Bei den Strandkorbvermietern, die im Landesverband der Strandkorbvermieter Schleswig-Holstein organisiert sind, variieren die Preise zwischen 12 Euro und etwa 18 Euro pro Tag. «Je nach Ort und Lage», sagte der Vorsitzende des Verbandes, Marcus Bade. Es gebe beispielsweise auch Strandkorbvermieter, die ihre Preise nicht nur je Strandabschnitt, sondern auch je nach Nähe zum Wasser variierten. «Das sind aber eher weniger», sagte Bade. 

Im Verband sind hauptsächlich Vermieter in den Bereichen Lübecker Bucht, Travemünde und Fehmarn organisiert. An der Nordsee übernimmt in der Regel meistens die Gemeinde die Vermietung. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die aktuelle Preisanalyse von PiNCAMP für das Jahr 2026 weist Deutschland als eines der günstigsten Campingländer Europas aus. Besonders bei Luxusstandorten und Küstenlagen profitiert der Markt von einer stabilen Preisstruktur im Vergleich zu Südeuropa.

Die Lust auf Natururlaub in Deutschland wächst: Laut aktuellen Airbnb-Daten steigen die Suchanfragen für Ostern um über 25 Prozent. Neben Klassikern wie Garmisch-Partenkirchen rücken 2026 auch überraschende Ziele in das Visier der Reisenden.

Frühstück gilt gemeinhin als wichtigste Mahlzeit des Tages – doch in der Welt der Luxus‑Hotellerie kann dieser erste Gang zu einem wahren Erlebnis der Extraklasse werden. In einigen Top‑Hotels sind die Preise für Frühstückserlebnisse jenseits dessen, was die meisten Reisenden kennen. Wir haben uns umgesehen.

Die aktuelle Umsatzsteuerstatistik für 2024 belegt ein deutliches Umsatzplus gegenüber 2019 in allen Bundesländern. Dennoch bleibt die Zahl der Betriebe vor allem in der Hotellerie und in ländlich geprägten Regionen weiterhin deutlich hinter dem Vorkrisenniveau zurück. Aktuelle Zahlen aus der Branche.

Der Krieg in Nahost verunsichert viele Urlauber. Doch wie reagieren die Deutschen? Eine Umfrage, Branchenstimmen und Einblicke aus der Region zeigen, welche Folgen der Konflikt für den Tourismus hat.

Eine aktuelle Analyse von 66 europäischen Flughäfen zeigt gravierende Unterschiede bei der Anbindung an die Innenstädte. Während Málaga und Vilnius durch Schnelligkeit und niedrige Preise überzeugen, bilden Standorte wie München aufgrund hoher Kosten das Schlusslicht im Ranking.

Eine aktuelle Untersuchung von TUI analysiert die attraktivsten Destinationen für alleinreisende Frauen. Während Finnland und Schweden das Gesamtranking anführen, zeigen sich bei Sicherheit und medizinischer Versorgung deutliche regionale Schwerpunkte innerhalb Europas und in Übersee.

Mit der Eröffnung der neuen Therme im Januar 2026 stärkt Oberstdorf seine Position als Gesundheitsdestination im Allgäu. Das 5.000 Quadratmeter große Objekt verbindet moderne Wellnessarchitektur mit der alpinen Natur und schafft ein wetterunabhängiges Angebot für Aktivurlauber und Einheimische.

Ist Übertourismus in Bayern eine Krise oder ein Managementfehler? Eine neue Studie des BZT zeigt, wie Reisende ihr Verhalten ändern und welche Strategien Gemeinden von Grainau bis München verfolgen, um die soziale Akzeptanz des Tourismus zu sichern.

Veranstalter sagen Reisen in die Krisenregion oft nur mit wenig Vorlauf ab - oder bieten Umbuchungen an. Was bedeutet das für Reisewillige, auch mit Blick auf Ostern und den Sommer?