Umweltkatastrophe in der Oder hat erste Auswirkungen auf Tourismus

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Das massive Fischsterben in der Oder wirkt sich auch auf den Tourismus in der Region am Fluss aus. Es gebe viel weniger Tagesausflüge und auch Leute, die Reisen auf dem Oder-Neiße-Radweg noch nicht fest geplant hätten, nähmen gegenwärtig davon Abstand, sagte die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Seenland Oder-Spree, Ellen Russig, der Deutschen Presse-Agentur.

In dem Verband ist auch der besonders betroffene Landkreis Märkisch-Oderland, der auf einer Länge von rund 80 Kilometern an der Oder zur Grenze nach Polen liegt.

«Die Umweltkatastrophe wird langfristig Auswirkungen haben, wo wir gegensteuern müssen», machte Russig klar. Betroffen seien unter anderem der Angeltourismus und Kanu-Ausflüge. Ihren Angaben zufolge besteht der Tourismus in der Region zu 50 Prozent aus Tagesausflügen, die andere Hälfte seien Übernachtungen.

Bei der Tourist-Information Oderbruch und Lebuser Land stehen seit Bekanntwerden der Umweltkatastrophe die Telefone nicht mehr still, wie die Leiterin Angelika Fuchs am Mittwoch berichtete. Zahlreiche Menschen, die Ausflüge geplant haben, erkundigten sich nach der Lage und ob es an der Oder gefährlich sei. Es gebe aber auch eine große Solidarität.

«Ganz, ganz viele Menschen machen sich Gedanken und fragen, wie sie helfen können.» Zu Stornierungszahlen konnte Fuchs keine Angaben machen. Seit Corona setzten sich die Gäste direkt mit den Vermietern in Verbindung, deshalb gebe es keinen Überblick. (dpa)


 

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