Unternehmen planen weniger Geschäftsreisen – auch nach der Pandemie

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Eine Bloomberg-Umfrage unter 45 großen Unternehmen in den USA, Europa und Asien zeigt, dass 84 Prozent planen, nach der Pandemie weniger für Geschäftsreisen auszugeben. Eine Mehrheit der Befragten sieht Kürzungen zwischen 20 und 40 Prozent. Gründe dafür sind unter anderem die einfache Bedienung und die Effizienz der Software, Kosteneinsparungen und geringere CO2-Emissionen. 

Geschäftsreisen hätten sich „für immer verändert“ , erklärte Greg Hayes, CEO des Triebwerksherstellers Raytheon Technologies, im Juli in einem Bloomberg Interview. Ungefähr 30 Prozent des normalen kommerziellen Flugverkehrs seien unternehmensbezogen, aber nur die Hälfte davon sei wahrscheinlich obligatorisch, sagte er. Obwohl sich der Markt irgendwann erholen könnte, hätten Kommunikationstechnologien „unser Denken in Bezug auf Produktivität wirklich verändert“, so Hayes.

„Wir glauben nicht, dass Geschäftsreisen jemals wieder das Niveau von 2019 erreichen werden“, ist Will Hawkley überzeugt, Global Head of Travel and Leisure bei KPMG. „Unternehmen schauen auf ihre Bilanz, ihr Umweltengagement, die Forderung der Mitarbeiter nach flexiblerem Arbeiten und denken: Warum muss ich das zurückbringen?“

Für die Fluggesellschaften und das Gastgewerbe wäre das ein harter Schlag – gehören sie doch bereits jetzt zu den wirtschaftlichen Opfern der Pandemie. Geschäftsreisende sorgten vor der Pandemie laut PwC für drei Viertel der Gewinne der Fluggesellschaften, obwohl sie nur 12 Prozent der Sitzplätze belegten. Auch die Hotelbranche könnte bis 2022 einen deutlichen Rückgang verzeichnen, da virtuelle Meetings bis zu ein Drittel des Geschäftsreisevolumens ersetzen, so eine Studie von Morgan Stanley.

"Früher galt es als eine gute Sache, ans andere Ende der Welt zu fliegen, um jemandem die Hand zu schütteln. Das ist jetzt nicht mehr so", sagte Augustin de Romanet, CEO von Aeroports de Paris. "Viele Dinge, die während der Pandemie per Telefonkonferenz erledigt wurden, werden auch in Zukunft so bleiben. Das sei sowohl für die Kosten und die Umwelt als auch für das Wohlergehen der Menschen von Bedeutung.


 

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