Viele US-Amerikaner planen Urlaub in Europa

| Tourismus Tourismus

Mehrere große Kreuzfahrtreedereien, Reisebüros und Google sind sich offenbar einig, dass Europa in dieser Sommersaison bei US-Amerikanern sehr gefragt ist.

Laut einer Analyse von Google Flights gehören allein fünf europäische Städte zu den Top-20-Zielen, nach denen die Menschen dieses Jahr auf Google suchen. Demnach standen Paris, London, Rom, Athen und Lissabon von Januar bis Mitte April auf der Liste der Top-Suchanfragen.

Olivier Ponti vom Reiseanalysten ForwardKeys erklärte während des Global Summit des World Travel & Tourism Council in Manila, dass eine Analyse der gebuchten Flüge für Reisen von Juli bis August „eine starke Reaktivierung des transatlantischen Reisens“ zeigte. „Dies ist die Wiederbelebung des Städte- und Kulturtourismus“, fügte Ponti hinzu und verwies auf die Nachfrage nach europäischen Reisezielen wie Italien.

In einer Ende April von Travel Weekly durchgeführten Umfrage gaben 77 Prozent der Reiseberater an, dass ihre Kunden in den letzten sechs Monaten Auslandsreisen nach Europa gebucht hätten. Damit landete Europa noch vor beliebten Destinationen wie die Karibik und Mexiko.

Dennis Nienkerk, Spezialist für Luxuskreuzfahrten bei Strong Travel Services in Dallas, sagte laut Travel Weekly, dass er mit Buchungen für europäische Kreuzfahrten in den letzten zwei Tagen etwa 120.000 US-Dollar Umsatz gemacht habe. „Auch wenn die Urlauber schon einmal dort waren, wollen sie zurück. Sie sind bereit, die gesamte Covid-Routine zu durchlaufen."

Für viele Kunden werde Europa als "etwas Neues" wahrgenommen, erklärte Nienkerk. „Sie fühlen sich eingepfercht und wollen einfach nur weg. Für viele Urlauber ist Europa faszinierender als die Karibik, und die meisten von ihnen haben Alaska bereits gesehen.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

99,99 Euro für fünf Personen – hin und zurück, egal wohin im Land. Was hinter dem neuen Familienangebot der Bahn steckt. Und wie sich generell beim Reisen auf der Schiene sparen lässt.

Fast jede fünfte Winterreise wird laut Dertour Reisebarometer allein angetreten. Besonders die Generation 50 plus und Langzeiturlauber prägen das Segment. Zu den meistgebuchten Zielen gehörten Spanien, Ägypten und die Türkei.

Griechenland will den Massentourismus auf vielen Inseln und in beliebten Ferienorten stärker begrenzen und gleichzeitig Natur und Landschaft besser schützen. Die Regierung stellte dazu bei einer Pressekonferenz in Athen neue Regeln für den Tourismus und den Hotelbau vor.

Eine aktuelle YouGov-Studie zeigt eine deutliche Zurückhaltung deutscher Reisender beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Zwar können sich viele Befragte den Einsatz von KI-Anwendungen im Reisebereich grundsätzlich vorstellen, die tatsächliche Nutzung bleibt laut den erhobenen Daten jedoch meist im einstelligen Prozentbereich.

Zugfahrten ins Ausland werden bei Reisenden beliebter. Die Bahn will davon profitieren und stärkt gerade im Sommer ihr Programm. Bei manchen Verbindungen in Metropolen gibt es aber noch hohe Hürden.

Die Tripadvisor Group hat im ersten Quartal 2026 einen Umsatzrückgang von 4 Prozent gemeldet. Wachstum verzeichnete das Unternehmen nach eigenen Angaben vor allem im Bereich Experiences sowie bei der Restaurantplattform TheFork.

Deutschland bleibt laut aktuellen Marktdaten das weltweit wichtigste Ziel für internationale Geschäftsreisen. Während klassische Geschäftsreisen zurückgehen, bleiben Veranstaltungen und Bleisure-Reisen auf stabilem Niveau.

Eine aktuelle Erhebung des Portals Holidu prognostiziert für die Saison 2026 eine hohe Auslastung bei Ferienhäusern an den deutschen Küsten bei weitgehend stabilen Mietpreisen. Insbesondere an der Nordsee planen Urlauber ihren Aufenthalt langfristig.

Nach mehreren Hantavirus-Fällen und drei Todesopfern darf das Kreuzfahrtschiff «Hondius» einen Hafen auf den Kanaren anlaufen. Was Spanien und internationale Behörden nun planen.

Es ist nicht immer leicht, sich im Urlaub die Sonnenliegen am Hotelpool zu sichern, oft sind sie mit Handtüchern reserviert. Das will sich ein Reisender nicht gefallen lassen - er fordert Geld zurück.