Von Kostenfalle bis Taschendieb: Wovor sich deutsche Urlauber am meisten fürchten

| Tourismus Tourismus

Die Reiselust der Deutschen für 2022 ist zurück, wie interne Daten von GetYourGuide zeigen. Das Buchungsvolumen ist weltweit um über 50 Prozent im Vergleich zu vor Pandemie-Zeiten im Jahr 2019 gestiegen. Mit 92 Prozent Buchungsanteil für ausländische Ziele ist das Fernweh der Deutschen groß und die Reiselust stärker als vor der Pandemie, aktuell sind die Deutschen jedoch noch zögerlich für die nahe Zukunft zu planen. 

Während im Herbst 2021 noch 70,3 Prozent der Deutschen Urlaubspläne in der Region, im eigenen Land oder Kurztrips in Europa geplant hatten, ist nun vor allem viel Flexibilität für kurzfristige Planbarkeit nötig, um auf die Bedürfnisse der Reisenden unter Pandemie-Bedingungen einzugehen.

Die größte Angst beim Reisen: Kostenfallen

Auch die Angst vor Touristenfallen ist abschreckend - für viele Deutsche sogar so sehr, dass 57,4 Prozent der Befragten angaben, dass Touristenfallen sie davon abhalten würden, bestimmte Orte oder Regionen zu besuchen. Für viele gehört das zu den schlimmsten Dingen, die ihnen im Urlaub passieren können, denn die meisten haben als Touristen bereits Erfahrungen mit überteuerten Preisen (71,7 Prozent), versteckten Kosten (29,4 Prozent), Empfehlungen, die vor Ort enttäuscht haben (21,7 Prozent) sowie Trick- und Taschendieben (15,9 Prozent) gemacht. 

Jean-Gabriel Duveau von GetYourGuide hat die Umfrageergebnisse kommentiert: "Es ist schön zu sehen, dass nach so langer Zeit die Reiselust zurück und die Buchungen für das Jahr schon jetzt so gestiegen sind! Die Menschen haben wieder Lust, unvergessliche Reiseerlebnisse zu erleben. Wir arbeiten sehr hart daran, dass unsere Kunden keine Angst davor haben müssen, bestimmte Orte oder Regionen zu besuchen, wenn sie mit GetYourGuide unterwegs sind." 

Besonders wichtig ist aus seiner Sicht daher die Wahl der Buchungsplattform. "Wer sich vorab bei einem seriösen Anbieter informiert und bucht, bekommt ganz transparent Einblick in Preise, Umfang und Inhalt der Aktivitäten vor Ort und kann so den typischen Touristenfallen entkommen." Denn die Deutschen versprechen sich vom Reisen vor allem folgendes: die Kultur des Gastlandes kennenzulernen und lokale Eigenheiten zu entdecken (72,4 Prozent). 

"Im Gegensatz zu oberflächlichen Erlebnissen und den typischen Touristenfallen setzen wir vor allem auf kuratierte Touren und lokales Insiderwissen", erklärt Jean-Gabriel Duveau. "Nur so können die Reiseerlebnisse zu etwas Besonderem und unvergesslich werden." Neben konkreten Reise-Wünschen haben die Deutschen auch beim Buchen genaue Vorstellungen: in der aktuellen Situation ist das Entkommen großer Menschenmassen für viele am Wichtigsten (54,7 Prozent), gefolgt von Flexibilität (30,2 Prozent) und dem Überspringen von langen Warteschlangen (22,3 Prozent).


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die GBTA erwartet für 2026 Geschäftsreiseausgaben von 404 Milliarden Euro in Europa. Während die Ausgaben um sieben Prozent steigen sollen, wächst die Zahl der Reisen laut Prognose lediglich um 0,7 Prozent. Deutschland bleibt der größte europäische Geschäftsreisemarkt.

Das Ferienhaus-Portal Holidu hat das Suchinteresse bei Google für deutsche Kleinstädte mit weniger als 20.000 Einwohnern ausgewertet. Dabei führen Füssen und Winterberg das aktuelle Ranking an.

Hunderttausende Touristen zieht es Jahr für Jahr an die gleichen Orte. Die Europäische Kommission will die Länder dabei unterstützen, Folgen auszugleichen - und Europas Tourismus stärken.

Booking.com hat seine Reiseprognosen für 2027 veröffentlicht. Eine Befragung in Deutschland zeigt veränderte Urlaubswünsche – von stimmungsbasierter Reiseplanung über unterschiedliche Budgetvorstellungen bis zum Einsatz künstlicher Intelligenz.

Der Fahrradtourismus hat 2025 in Deutschland einen Bruttoumsatz von 18,1 Milliarden Euro ausgelöst. Eine neue Untersuchung des Deutschen Tourismusverbandes zeigt zudem, wo weiteres Nachfragepotenzial besteht.

Regen statt Schnee und hohe Betriebskosten: Am Kolben in Oberammergau wird nach 15 Jahren der klassische Wintersportbetrieb eingestellt. Was die Betreiber zu dem Schritt sagen.

Nach dem Spatenstich für die Munich Arena in Freising prognostiziert eine Deloitte-Studie eine jährliche Bruttowertschöpfung von rund 355 Millionen Euro für die Region. Von zusätzlicher Nachfrage sollen auch Hotellerie und Gastronomie profitieren. Zum Projekt gehört ein Tempo by Hilton mit 199 Zimmern.

Center Parcs Deutschland steigerte im Geschäftsjahr 2025/26 die Auslastung seiner sechs Ferienparks auf 80,8 Prozent. Besonders die Nachfrage nach Aufenthalten außerhalb der Schulferien nahm zu.

Vor Flügen in die Vereinigten Staaten muss ab Mitte nächster Woche eine zusätzliche Erklärung abgegeben werden. Der Hintergrund ist der Ebola-Ausbruch im Kongo. Was US-Reisende wissen müssen.

Baden-Baden führt das Ranking der meistgesuchten deutschen Kurorte mit rund 451.000 monatlichen Suchanfragen an. Eine Auswertung von Fit Reisen zeigt außerdem regionale Unterschiede und abweichende Präferenzen in ausländischen Märkten.